MotoGP

FIM reagiert auf Betrugsvorwürfe von Anthony West

Anthony West sorgte vergangene Woche mit heftigen Anschuldigungen gegenüber der FIM für Aufsehen. Nun antwortet der Motorradweltverband.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - "Diese korrupten Menschen sind außer Kontrolle und versuchen, mich zu zerstören."

"Sie haben Marc Marquez die Moto2-Weltmeisterschaft gewinnen lassen, indem sie mit der ECU betrogen haben."

"Sie haben Rossi die 500ccm-WM gewinnen lassen, indem sie ihm spezielle Reifen gegeben haben."

Das sind nur Auszüge aus dem Posting, das Ex-MotoGP-Pilot Anthony West am vergangenen Freitag auf Facebook publizierte und mit dem er ein mittleres Erdbeben in der Zweiradwelt auslöste. Ziel dieser Anschuldigungen ist der Motorradweltverband FIM.

Dieser hatte West im September 2018 aufgrund eines Dopingvergehens für zwei Jahre gesperrt. Nun droht West aber eine Verlängerung der Sperre, weil er aufgrund der Teilnahme an der brasilianischen Superbike-Meisterschaft im Vorjahr nach Auffassung der FIM gegen den Disziplinarcode des Weltverbandes verstoßen hat. Eine Anhörung diesbezüglich soll demnächst stattfinden, wie dem Australier in einem Schreiben mitgeteilt wurde.

Wests Engagement in Brasilien war Stein des Anstoßes - Foto: Facebook/Anthony West

West setzte daraufhin zu seiner Wutbotschaft an, in der er der FIM die oben genannten Betrügereien mit Stars wie Marc Marquez oder Valentino Rossi vorwarf. FIM-Präsident Jorge Viegas bezog nun dazu Stellung, ohne auf die Vorwürfe konkret einzugehen. "Die Causa Anthony West zieht sich leider schon zu lange hin. Es gibt für uns schon zu viele Baustellen in dem Fall, als das wir auch noch auf diesen verzweifelten Text regieren könnten", sagte Viegas gegenüber 'Marca.

Das Handeln der FIM sei aber in vollkommener Übereinstimmung mit der Vereinbarungen gegenüber der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA passiert, stellt Viegas klar. "Anthony war ein großartiger Fahrer, der aber einen Weg eingeschlagen hat, der nicht der beste ist. Ich wünsche ihm einfach nur, dass er auf den richtigen Weg zurückfindet", so der FIM-Präsident.


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