MotoGP

Marquez-Herrschaft schlecht? MotoGP-Boss: Ganz im Gegenteil!

Marc Marquez hat die MotoGP 2019 dominiert wie selten ein Fahrer zuvor. Dorna-Boss Carmelo Ezpeleta sieht darin kein Problem.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Die MotoGP lieferte auch 2019 wieder zahlreiche spektakuläre Rennen. Man denke nur an den Showdowns in den letzten Runden von Katar, Mugello, Spielberg, Silverstone, Misano, Buriram oder Phillip Island. Fünf Fahrer auf vier unterschiedlichen Motorrädern konnten sich in die Siegerliste eintragen. Insgesamt neun Piloten standen auf dem Podium.

Zahlen, die sich absolut sehen lassen können. Überschattet wurden sie aber von der, über die gesamte Saison gesehenen, drückenden Dominanz von Marc Marquez. Er gewann elf der bislang 18 Grands Prix 2019 und holte mit 395 Punkten fast 88 Prozent der möglichen Zähler.

Nicht wenige Fans - vor allem jene, die nicht Marquez, sondern anderen Piloten die Daumen drücken - klagen deshalb über eine langweilig gewordene MotoGP. Die Überlegenheit des mittlerweile achtfachen Weltmeisters schade der Königsklasse, so ihre Meinung.

Ezpeleta: Marquez sorgt für höheres Niveau

Eine Sichtweise, die Carmelo Ezpeleta, Chef von MotoGP-Promoter Dorna Sports, nicht teilt. "Marc wird zu einem Mythos und das ist sehr gut für die MotoGP", meint Ezpeleta im Gespräch mit 'As'. "Manche Leute sind da anderer Meinung, aber ich glaube, dass es großartig ist, wenn es für die anderen Fahrer diese Referenz gibt. Wenn sie gewinnen wollen, müssen sie Marc schlagen. Ich bin mir sicher, dass viele Piloten nicht so stark wären, würde es Marc nicht geben. Sie sehen, was er macht und wissen, dass sie es auch tun müssen. Das hebt das Niveau ungemein."

Marquez treibt seine Gegner zu neuen Höhen - Foto: Repsol

Dass Marquez seit seiner Ankunft in der Königsklasse 2013 die MotoGP auf ein völlig neues Level gehoben hat, steht außer Frage. Er führte mit dem 'Elbow-Down-Stil' eine völlig neue Fahrweise ein, die seither das gesamte Feld kopiert hat. Er überlässt in der Vorbereitung nichts dem Zufall, trainiert wie ein Besessener auf Motorrädern, Fahrrädern oder im Fitnessstudio.

Die Konkurrenz musste nachziehen, hat das bislang aber nur bedingt geschafft. Vorwerfen kann man das freilich nur Lorenzo, Vinales und Co. - nicht Marquez.


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