MotoGP

MotoGP - Yamaha dominiert Thailand-FPs: Droht wieder Einbruch?

Yamaha-Fahrer sicherten sich am Freitag in Thailand die ersten drei MotoGP-Ränge. Doch die Angst vor einem Rückfall wie zuletzt in Aragon geht um.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Der Trainings-Freitag der MotoGP zum Thailand-Grand-Prix hätte für Yamaha kaum besser laufen können. Fabio Quartararo, Maverick Vinales, Franco Morbidelli und Valentino Rossi sorgten für die Ränge eins, zwei, drei und fünf. Die Yamaha-Fraktion scheint daher die größten Herausforderer von Marc Marquez im Kampf um den sonntäglichen Sieg zu stellen.

Doch die M1-Piloten sind vorsichtig geworden. Denn auf gute Trainingsleistungen folgten in diesem Jahr schon mehrmals eher enttäuschende Rennen, besonders deutlich zuletzt in Aragon. Auch da schienen die Yamahas nach Trainings und Qualifying ganz klar zweite Kraft hinter dem Paket Marquez-Honda zu sein. Am Ende reichte es aber nicht einmal für einen Platz auf dem Podium.

Weil alle Yamaha-Fahrer im Laufe des Rennens Probleme mit dem Reifenverschleiß hatten und somit ihre Race-Pace nicht an den tollen Speed über eine Runde heranreichte. Ein ähnliches Schicksal befürchtet Rossi nun auch in Thailand: "Auf eine schnelle Runde mit einem weichen Reifen scheinen alle Yamahas sehr konkurrenzfähig zu sein. Was die Pace angeht, haben wir aber Probleme. Wir müssen eine Weg finden, um die Performance der Reifen im Rennen konstant zu halten, weil sie durch die große Hitze wohl sehr gefordert sein werden. Unsere Gegner scheinen es da etwas leichter zu haben."

Auch Vinales, der in der Schlussphase von Aragon von Platz zwei auf vier durchgereicht wurde, ist sich der Gefahr bewusst. "Wir müssen einen Kompromiss beim Setup finden, um sowohl zu Beginn als auch am Ende schnell zu sein", weiß er. Er geht aber davon aus, dass der Reifenverschleiß in Buriram nicht eine derart große Rolle spielen wird wie vor zwei Wochen im Motorland.

Quartararo führte am Freitag erneut die Yamaha-Armada an - Foto: LAT Images

Generell sind die Yamahas in Thailand wie gewohnt in den kurvigen Abschnitten stark. In den ersten beiden Sektoren, die praktisch ausschließlich aus Geraden besteht, hat man hingegen Probleme. Fünf bis sechs Stundenkilometer verliert man dort auf die schnellsten Maschinen von Ducati.


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