MotoGP

Andrea Dovizioso: Assen hat uns unsere Schwachstellen gezeigt

Andrea Dovizioso kam beim MotoGP-Rennen nicht mal in die Nähe des Spitzenkampfes. Das Rennen hat dem Ducati-Team seine Schwachstellen aufgezeigt.
von Sophie Riga

Motorsport-Magazin.com - Ein vierter Platz auf einer Strecke, die der Ducati traditionsgemäß nicht wirklich liegt, klingt, als hätte Andrea Dovizioso in Assen kein schlechtes Wochenende gehabt. Eigentlich stimmt das auch. Trotzdem kann der Ducati-Pilot nicht darüber hinwegsehen, dass er hier alle Schwachstellen seines Motorrads vorgeführt bekommen hat.

"Dieses Rennen hat uns die Schwachstellen unseres Bikes aufgezeigt", resümiert Dovizioso am Sonntag nach dem GP. Und diese zeigten sich in Assen an allen Ecken und Enden: "Der Hinterreifen baut hier sehr schnell ab. Es war außerdem sehr windig, was auch nicht geholfen hat", erklärt der Ducati-Pilot. Das machte Dovizioso und auch seinem Teamkollegen Danilo Petrucci das Leben auf dem TT Circuit Assen nur noch schwerer als es mit der GP19 ohnehin schon ist. Denn während die Yamahas und Suzukis von den langen Kurven und den Richtungswechseln in den Niederlanden profitieren, kommt diese Charakteristik der Ducati nicht entgegen.

Das weiß auch Dovizioso. "Hier gibt es viele lange Kurven, aus denen man den Speed herausholen muss. Das ist keine unserer Stärken", erklärt der WM-Zweite. Am Ende dieses schwierigen Wochenendes noch auf P4 zu landen, darüber könnten sich Dovizioso und sein Team eigentlich freuen, wenn es nicht noch einen weiteren Wehmutstropfen gäbe. "Sieben Punkte auf Marc in der WM zu verlieren ist nicht dramatisch", findet Dovizioso. "Vierter zu werden auch nicht, wenn man dabei mit den drei Top-Piloten mithalten kann. Den Unterschied macht unser Rückstand."

In der WM-Gesamtwertung liegt Andrea Dovizioso nun 44 Punkte hinter Marc Marquez - Foto: Ducati

Denn beim Überqueren der Ziellinie fehlten Dovizioso auf den Sieger Maverick Vinales über 14 Sekunden, hinter Quartararo auf P3 lag der Italiener über vier Sekunden. "Das überrascht mich leider gar nicht", muss Dovizioso zugeben. Denn in der Mitte des Rennens waren die Reifen seiner Ducati schon so hinüber, dass an Pushen nicht mehr zu denken war. Ab diesem Zeitpunkt drehte Vinales an der Spitze jedoch erst richtig auf.

"Später im Rennen habe ich mich zurückfallen lassen müssen, weil ich vorher versucht habe, mit den anderen mitzuhalten", so Dovizioso. "Ich war am Limit. Als Maverick ab Runde 20 seine beste Rundenzeit gefahren ist, konnte ich bestenfalls eine 1:34.8 fahren." Vinales' schnellste Rennrunde war hingegen eine 1:33,720.

Andrea Dovizioso: Haben das Maximum rausgeholt

Trotz allem verlässt das Ducati-Team Assen mit einem Lächeln. "Wir können uns darüber freuen, dass wir das Maximum aus diesem Rennen herausgeholt haben. Das ist immer das Wichtigste", glaubt Dovizioso. Mit seinem WM-Rivalen Marc Marquez auf P2 hat der Italiener auf einer für ihn schwierigen Strecke mit Platz vier den entstandenen Schaden in der WM-Wertung immerhin so klein wie irgendwie möglich gehalten.


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