MotoGP

MotoGP Barcelona 2019: Reaktionen zum Rennen am Sonntag

Marc Marquez holt in Barcelona den nächsten MotoGP-Sieg. Jorge Lorenzo gehören aber die Schlagzeilen, er crasht Dovizioso, Vinales und Rossi aus dem Rennen.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Marc Marquez (Repsol Honda): "Ich hatte den weichen Reifen genommen, da ich wusste, dass Fabio am Ende sehr schnell sein würde. Ich wollte die Reifen nicht überhitzen und konstant fahren. Wir haben bei Repsol Honda hart gearbeitet und haben uns eine perfekte Strategie zurecht gelegt. Danke ans Team und an die Fans hier am Circuito de Barcelona-Catalunya."

2. Fabio Quartararo (Petronas Yamaha): "Es fühlt sich unglaublich an. Hinter Rins und Petrucci war es sehr schwierig zu überholen. Rins hatte dann einen Fehler gemacht und ich habe profitiert. Das Manöver gegen Danilo war sehr eng, aber es war ein sehr schönes Rennen. Danke an mein Team. Vor zehn Tagen war ich noch im Krankenhaus und jetzt stehen wir am Podium."

3. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Das war sehr schwierig. Ich hatte von Anfang an Probleme mit der Traktion am Hinterrad. Dann gab es den Crash. Zum Glück konnte ich ausweichen. Dann wollte ich meine Pace halten. Ich wusste, dass es gegen Rins und Quartararo am Ende problematisch werden könnte. Am Ende hatte ich nicht mehr zu viel Reifen übrig hinten. Das Podium heute fühlt sich aber an wie der Sieg in Mugello. Das ist ein großartiges Resultat."

4. Alex Rins (Suzuki): "Ich bin mit meinem Ergebnis etwas enttäuscht, weil ich an diesem Wochenende ein richtig gutes Ergebnis für möglich hielt. Aber andererseits, nachdem ich im Rennen ein paar Probleme hatte, ist es kein schlechtes Ergebnis. Das war ein schwieriges Rennen, kompliziert, und es ist schade, einen Crash wie den zwischen Lorenzo und den anderen zu sehen. Besonders, weil es Marquez einen noch größeren Vorteil gab. Die hohen Temperaturen waren hart für die Reifen, und für mich passte das Feeling nicht, besonders in den Rechtskurven."

5. Jack Miller (Pramac Ducati): "Das war ein gutes Rennen. Ich bin gut weggekommen und habe das ganze Rennen lang mit der Spitzengruppe gekämpft. Das Gefühl auf dem Bike war sehr gut, obwohl wir die Reifen nicht so gut zum Arbeiten bringen konnten."

6. Joan Mir (Suzuki): "Aufgrund der hohen Streckentemperatur war das Rennen nicht einfach. Auf den ersten Runden versuchte ich, meine Reifen zu schonen, und mein Rennen zu kontrollieren. Ich hoffe, dass ich so weitermachen kann - indem ich ins Ziel komme und Erfahrungen sammle. Das ist für mich mein zweitstärkstes Rennen nach Katar gewesen, und ich bin sehr glücklich, ein gutes Ergebnis geholt zu haben."

Joan Mir holt erstmals ein zweistelliges Punkte-Ergebnis - Foto: Suzuki

7. Pol Espargaro (KTM): "Heute war es wichtig, beim Bremsen abzuwarten, und nicht mit der Bremse oder dem Gas ans Limit zu gehen. Das war sehr schwierig. Es ging darum, so präzise wie ein Uhrwerk zu sein, und alles gleichzeitig und mit viel Elektronik zu machen. Am Ende ist die Lücke von 16 Sekunden zum Sieger das Wichtigste - das ist unglaublich, weil wir im Vorjahr 36 weg waren. Wir sind auf Platz neun in der Meisterschaft, und sechs Punkte vom Sechsten weg. Unsere Leistung hat mich heute beeindruckt."

8. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Am Nachmittag, während dem Rennen, war es heiß - über 50 Grad. Das macht es schwierig, die Reifen unter Kontrolle zu behalten. Wir wussten, dass wir es mit unserem Soft-Hinterreifen am Rennende schwierig haben würden. Vom Start weg versuchte ich es zu kontrollieren, aber sogar dann war er in den letzten fünf Runden erledigt und ich konnte das Tempo nicht mehr mitgehen."

10. Johann Zarco (KTM): "Das zweite Drittel des Rennens lief für mich gut. Die Pace war relativ stark, und ich konnte Tito Rabat folgen und zeitweise mit ihm kämpfen. Die Top-10-Gruppe vor mir zu sehen stellte mich zufrieden, und ich konnte darüber nachdenken, zu ihnen aufzuschließen - wenngleich mein Speed nicht ganz dafür gereicht hat."

11. Andrea Iannone (Aprilia): "Wir nehmen ein gutes Resultat mit. Bis zur Mitte des Rennens konnte ich eine gute Pace gehen und konnte zur Gruppe vor mir aufschließen. Dann ist meine Performance eingebrochen und ich hatte große Probleme mit der Haltbarkeit der Reifen. Das Bike hat sich stark bewegt und ich konnte so keine guten Zeiten mehr fahren. Für Aleix tut es mir leid. Hoffentlich ist er nicht allzu schwer verletzt. Ich wünsche ihm eine schnelle Genesung."

12. Miguel Oliveira (Tech3 KTM): "Es war wie erwartet schwierig. Ich bin gut gestartet und habe Positionen gewonnen, bis ich in Turn 10 in den Unfall von Smith und Espargaro verwickelt wurde. Ich musste sehr weit gehen und habe viel Zeit verloren. Danach war ich Letzter und habe ein wenig gebraucht, um Zeit zu gewinnen. Am Ende war ich ganz allein unterwegs und hatte keine Referenz. Danach habe ich mich entschlossen, einfach auf ankommen zu fahren."

13. Sylvain Guintoli (Suzuki): "Es war ein schwieriges Rennen, weil die Strecke sehr rutschig war. Das viele Rutschen kann Spaß machen, aber es macht es vor allem schwieriger, gleichmäßig und schnell zu fahren. Am Start hatte ich ein paar Probleme, bevor ich dann in einen großartigen Kampf mit Oliveira verstrickt wurde. Ich bin sehr zufrieden damit, hier Punkte geholt zu haben und dem Team auszuhelfen."

Miguel Oliveira ließ nur Sylvain Guintoli hinter sich - Foto: Tech 3

DNF Jorge Lorenzo (Repsol Honda): "Du hast hier keine Optionen, wenn du hier ein bisschen zu spät bremst, wie es mir passiert ist. Es ist meine Schuld, mein Fehler, ich entschuldige mich. Es war echt bitter, Dovi, Maverick und Valentino mit abzuschießen - es war natürlich nicht ihre Schuld, sondern meine."

DNF Valentino Rossi (Yamaha): "Es ist sehr schade. Ich habe den Crash vor mir gesehen und wollte Jorges Bike ausweiche, doch es ging sich nicht mehr aus. Ich wollte dann den Sturz verhindern, aber sein Motorrad kam unter meine Reifen, da war es vorbei. Das ist Racing, so etwas passiert eben manchmal."

DNF Andrea Dovizioso (Ducati): "Dieser Fehler von Jorge war zwar keine völlig verrückte Aktion, aber in dieser Kurve und in der zweiten Runde - das war sicher nicht sein hellster Moment. Jorge ist noch nicht gut auf der Bremse und war daher nicht fähig, dieses Manöver zu setzen. Ja, ich denke, dass man ihn bestrafen sollte."

DNF Maverick Vinales (Yamaha): "Wenn ihr mich fragt, sah das aus wie der Fehler eines Rookies. Er hat heute drei Fahrer aus dem Rennen genommen. Ich hoffe, die Stewards greifen hier so hart durch, wie sie gestern bei mir durchgegriffen haben. Er sollte in Assen von ganz hinten starten müssen. Valentino und ich kämpfen nicht um die WM und man könnte sagen, dass es ein Rennunfall war und daher halb so wild. Aber es war auch Andrea betroffen, der um den WM-Titel kämpft. Er hat drei Rennen zerstört und vor allem Andrea geschadet."

DNF Aleix Espargaro (Aprilia): "Was für ein Jahr, was für ein Pech ... Bradley hat mich abgeräumt, und ich bin aus dem Heimrennen geflogen - nach einem guten Feeling im Warmup. Vorerst ist der Knöchel stark geschwollen, wir müssen bis morgen warten. Aber so ist das Rennfahren."

DNF Bradley Smith (Aprilia): "Es tut mir leid, was heute passiert. Noch mehr, weil Aleix involviert war. Leider war die Situation in dieser Bremszone ein wenig chaotisch, was in den ersten Runden oft vorkommt. Hoffentlich erholt er sich schnell."

Bradley Smith und Aleix Espargaro berührten sich - Foto: Aprilia

DNF Franco Morbidelli (Petronas Yamaha): "Wir müssen das Positive von diesem Rennen mitnehmen. Wir waren schnell auf neuen Reifen, und haben den Crash von gestern gut weggesteckt. Trotzdem war es ein frustrierender Tag für mich. Ich bin schlecht gestartet, und fühlte mich im Rennen nicht wohl auf der Bremse. Ich glaube, unsere Reifenwahl war richtig, aber das hat nichts geholfen, weil ich das Bike nicht stoppen konnte und daher auf Sicherheit fuhr. Beim ersten größeren Risiko rutschte ich raus und stürzte."

DNF Cal Crutchlow (LCR Honda): "Der Sturz war komplett meine Schuld. Ich versuchte Jack zu überholen und habe das Hinterrad blockiert. Das gehörte zu unseren Problemen an diesem Wochenende. Das Risiko bestand bei einer harten Attacke auf Jack immer, aber ich musste es versuchen, weil es eine Chance aufs Podium war. Zumindest bin ich kämpfend gestürzt."

DNF Francesco Bagnaia (Pramac Ducati): "Das war ein seltsames Wochenende. Wir hatten mit den Reifen ein paar Probleme, aber die Pace war im Warmup gut. Ich kam am Start schlecht weg, aber meine Pace war auch im Rennen gut. Ich will es in Assen gut machen."

DNF Hafizh Syahrin (Tech3 KTM): "Ich bin sehr enttäuscht, denn mein Motor starb nach ein paar Runden einfach ab. Meine Pace war gut, deshalb ist das nur schwer in Worte zu fassen. Ich war mir sicher, ich könnte ein paar Punkte mitnehmen oder sogar in den Top-10 ankommen. Das ist schwer zu akzeptieren, aber ich konnte einfach nichts dagegen machen."


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