MotoGP

MotoGP-Qualifying-Format ab 2019 auch für Moto2 und Moto3

Moto2 und Moto3 erhalten 2019 ein neues Qualifying-Format. Die Startplätze werden wie schon bisher in der MotoGP in einer zweigeteilten Session ermittelt.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Regelrevolution in den kleineren Klassen der Motorrad-Weltmeisterschaft für die Saison 2019: Das Format der Rennwochenenden von Moto2 und Moto3 wird dem der Königsklasse angepasst. Es gibt in Zukunft also ein zweigeteiltes Qualifying mit Q1 und Q2.

Wie schon bislang fahren die beiden Klassen drei Trainingssessions. Wie in der MotoGP - hier gibt es zusätzlich ein völlig freies viertes Training - wird die kombinierte Zeitenliste dieser drei Sessions über die Aufteilung in Q1 und Q2 entscheiden. In der Moto2 und Moto3 qualifizieren sich die ersten 14 dieser Zeitenliste direkt für Q2, der Rest muss in Q1. Die schnellsten vier Fahrer aus Q1 steigen in Q2 auf und fahren sich dort mit den direkt qualifizierten 14 Piloten die ersten 18 Startplätze aus. Fahrer, die an beiden Sessions teilnehmen, erhalten einen zusätzlichen, weichen Hinterreifen von Lieferant Dunlop.

Die Freien Trainings der Moto2 und Moto3 werden ab 2019 je 40 Minuten dauern. Bislang hatte die Moto2 wie die MotoGP 45 Minuten zur Verfügung. Q1 und Q2 umfassen wie in der Königsklasse je 15 Minuten.

So sieht der neue Zeitplan am Freitag und Samstag aus:

Freitag:

9:00 - 9:40: Moto3 FP1
9:55 - 10:40: MotoGP FP1
10:55 - 11:35: Moto2 FP1
13:15 - 13:55: Moto3 FP2
14:10 - 14:55: MotoGP FP2
15:10 - 15:50: Moto2 FP2

Samstag:

9:00 - 9:40: Moto3 FP3
9:55 - 10:40: MotoGP FP3
10:55 - 11:35: Moto2 FP3
12:35 - 12:50: Moto3 Q1
13:00 - 13:15: Moto3 Q2
13:30 - 14:00: MotoGP FP4
14:10 - 14:25: MotoGP Q1
14:35 - 14:50: MotoGP Q2
15:05 - 15:20: Moto2 Q1
15:30 - 15:45: Moto2 Q2

Von der Regeländerung erhofft man sich beim Motorrad-Weltverband eine bessere Vorbereitung der jungen Fahrer auf das Format der MotoGP sowie unterhaltsamere Sessions in den kleinen Klassen. Die Qualifyings der Moto3 verkamen in den letzten Jahren ja oftmals zu einer Farce. Relevant waren in der 40-minütigen Session meistens nur die allerletzten Runden, in denen sich Fahrer zu großen Gruppen zusammenschlossen und den gegenseitigen Windschatten nutzten. Das Moto2-Qualifying war hingegen oft schon nach wenigen Minuten entschieden, da der Gummi der zuvor fahrenden MotoGP besseren Grip bot. Außerdem sind nun die Freien Trainings von Moto2 und Moto3 ergebnistechnisch nicht mehr wertlos.


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