MotoGP

Valentino Rossi - Keine Tests in Saison, unnütze Drecksarbeit

Valentino Rossi hat keine Lust mehr auf Testfahrten während der Saison. Sie machen keinen Sinn, findet der MotoGP-Superstar.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Kurioser Vorschlag von Valentino Rossi am Freitag des MotoGP-Rennwochenendes in Sepang. "Von mir aus - und das habe ich auch dem Team schon gesagt - können wir alle Testfahrten während der Saison streichen. Sie sind nutzlos. Es würde reichen, zwei bis drei Tage zu sehen, ob der neue Motor funktioniert und solche Dinge. Der Rest ist nur harte Drecksarbeit", so der Yamaha-Star nach den ersten beiden Trainings in Malaysia, wo im Winter der erste Test des Jahres stattfand.

Rossi hielt fest, dass es sich dabei natürlich um einen Scherz handle. Der Scherz hatte aber definitiv einen wahren Kern, wie er weiter ausführte: "Die Art wie an einem Rennwochenende fährt und wie konzentriert man ist - das ist eine ganz andere Geschichte als bei Testfahrten. Ein Rennwochenende macht auch viel mehr Spaß."

In diesem Jahr gab es drei offizielle Testtage während der Saison, jeweils am Montag nach den Rennwochenenden in Jerez, Barcelona und Brünn. Hinzu kommen fünf private Testtage, die jedes Team persönlich wählen kann.

Rossi und Yamaha: Kaum Fortschritte 2018

Rossis Urteil über die 'nutzlosen' Tests während der Saison kommt wohl vor allem dadurch zustande, dass Yamaha bei diesen Events 2018 keinerlei Fortschritte mit der strauchelnden Yamaha M1 erzielen konnte. Somit waren die Testfahrten in der mit 19 Rennwochenenden längsten Saison der MotoGP-Geschichte für Rossi wohl eher Belastung als Segen.

Vinales' Sieg auf Phillip Island war Yamahas erster 2018 - Foto: Yamaha

Zumindest geht es nun in den letzten Saisonrennen für Rossi und Yamaha langsam bergauf. Nach stärkeren Auftritten in Thailand und auf Phillip Island scheint man auch in Sepang vorne mit dabei zu sein. Den Freitag in Malaysia beendete Rossi mit nur 0,159 Sekunden Rückstand auf dem vierten Platz, Teamkollege Maverick Vinales war nur 35 Tausendstelsekunden langsamer.

"Das Positive ist, dass ich nicht nur über eine Runde stark bin, sondern auch eine gute Pace habe. Außerdem war ich am Vor- und Nachmittag konkurrenzfähig. Unser Start hier war also nicht so schlecht. Wir haben die Balance des Motorrads ziemlich verändert und es fühlt sich jetzt besser an", stellte Rossi zufrieden fest.


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