MotoGP

MotoGP 2018: Die wichtigsten Fragen vor Assen

Die MotoGP kommt nach Assen, wo Valentino Rossi vor einem Jahr den letzten Sieg für Yamaha feierte. Diese Fragen werden uns am Wochenende begleiten.
von Michael Höller

Setzt Jorge Lorenzo seinen Erfolgslauf fort?

Jorge Lorenzo kommt nach zwei Siegen in Folge und dem Sensationstransfer zu Repsol Honda als Mann der Stunde zum MotoGP-Rennen in Assen. Zwar hat Ducati dort erst ein einziges Rennen gewonnen (Casey Stoner 2008), dass die Desmosedici aber auch in den Niederlanden zu guten Platzierungen fähig ist, zeigten in den vergangenen Jahren Danilo Petrucci (Zweiter 2017) oder Scott Redding (Dritter 2016).

Allerdings spricht seine eigene Vergangenheit in Assen klar gegen Lorenzo. Bei zehn Starts in der MotoGP holte er bei der Dutch TT nur einen Sieg (2010) und stand nur dreimal (zuletzt 2015) auf dem Podest. In den vergangenen beiden Jahren gab es in Assen für Lorenzo nur die Ränge 10 und 15. Auf den Strecken, auf denen er zuletzt siegte, sah das ganz anders aus: In Mugello hatte Jorge Lorenzo in der MotoGP-Klasse zuvor bereits fünfmal gewonnen, in Barcelona immerhin viermal.

Schafft Yamaha den Sprung aus der Krise?

Krise, welche Krise? Diese Frage könnten sich MotoGP-Fans stellen, die nur einen flüchtigen Blick auf die WM-Wertungen werfen. Valentino Rossi und Maverick Vinales halten im Klassement die Plätze zwei und drei, in der Team-Wertung liegt Yamahas Werkstruppe sogar auf dem ersten Rang. Das ist aber mehr dem verlässlichen Durchkommen als Top-Platzierungen zuzurechnen.

So landete Rossi bei nur einem Ausfall (nach der Attacke von Marquez in Argentinien) bereits sechsmal zwischen Rang drei und fünf. Vinales reihte sich bei einem positiven Ausreißer (P2 in Argentinien) immerhin sechsmal zwischen Platz fünf und acht ein. Weltmeister wird man mit dieser Methode sicher nicht.

Es ist ziemlich genau ein Jahr her, als Yamaha zum bislang letzten Mal das oberste Siegertreppchen in der MotoGP erklomm. Am 25. Juni 2017 holte Valentino Rossi den Sieg in Assen und ließ die Japaner jubeln. Seither eilte man von Dämpfer zu Dämpfer und bis heute wurden die Probleme, über die Rossi und Vinales seit einem Jahr klagen, kaum geringer. Vor dem Test in Brünn ist auch nicht mehr mit dem großen Wurf zu rechnen, stellte Yamaha zuletzt klar.

Wie geht es mit Dani Pedrosa weiter?

Hinter seinem Namen steht das letzte große Fragezeichen der aktuellen Transfersaison in der MotoGP: Dani Pedrosa. In Mugello gab Yamaha-Rennchef Lin Jarvis offen ein Interesse von Seiten Yamahas zu. "Wir hatten bereits in den letzten Jahren Kontakt und haben Dani nie aus unseren Planungen verloren", sagte Jarvis.

Das Problem ist nur: Yamaha verfügt aktuell über keinen dritten Platz, auf dem man Pedrosa parken könnte. Zwar gibt es Planungen über ein neues Kundenteam in Kooperation mit dem Sepang International Circuit und weiteren Geldgebern aus Malaysia. Doch viel bewegt sich in dieser Causa derzeit nicht. Mit einer raschen Entscheidung ist wohl nicht zu rechnen.


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