MotoGP

MotoGP Jerez 2018: Die Reaktionen zum Rennen

Marc Marquez hat einen souveränen Sieg in Jerez nach Hause gefahren. Alle Reaktionen zum Rennsonntag in Südspanien im Überblick.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Marc Marquez (Repsol Honda): "Das Rennen vor diesen großartigen Fans zu gewinnen ist großartig. Ich war schon vor dem Start überzeugt, dass ich siegen kann, auch wenn ich nur aus Reihe zwei gestartet bin. Ich war heute clever. Mir war klar, dass Dani so schnell wie ich ist oder vielleicht sogar noch stärker, aber das hier ist ein langes Rennen in dem man viele Dinge managen muss. Auf dem Kies in Kurve elf hatte ich einen wilden Slide. Die Strecke war voller Steine aber ich habe es zu spät gesehen. Ein bisschen Show ist aber immer gut - Marquez-Style!"

2. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Manchmal braucht man auch Glück, heute hatte ich das. Ich war zu Beginn etwas schneller als Dani, konnte ihn aber nicht überholen. Dann habe ich ein paar Fehler gemacht und bin hinter Dovi und Cal zurückgefallen. Ich war Fünfter, habe aber daran geglaubt, dass ich die Podiumsgruppe noch einholen kann. Als sie dann alle drei gestürzt sind, konnte ich es nicht glauben. Dann habe ich einfach auf Platz zwei den großen Vorsprung verwaltet. 20 Punkte für die WM in diesem Rennen sind genial."

3. Andrea Iannone (Suzuki): "Leider haben wir bei der Wahl des Hinterreifens einen Fehler gemacht. Ich bin mit dem Medium in die Startaufstellung gefahren, da haben wir aber auf den Hard gewechselt. Damit hatte ich dann leider große Probleme im Rennen. Über das Podium freue ich mich natürlich trotzdem sehr. Wir sind auf dem richtigen Weg und müssen genau so weitermachen."

4. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Es war ein gutes Rennen, aber ich bin trotzdem ein bisschen enttäuscht. Ich hatte gedacht, dass ich Iannone eine paar Runden früher angreifen könnte, aber ich musste mich gegen Valentino zur Wehr setzen. Trotzdem bin ich mit dem Ergebnis zufrieden und möchte meinen ganzen Team für die tolle Arbeit danken, die sie an diesem Wochenende geleistet haben."

5. Valentino Rossi (Yamaha): "Der fünfte Platz ist mit meiner Pace von diesem Wochenende kein schlechtes Ergebnis. Ich hatte Glück, das die drei Piloten vor mir gestürzt sind. Wir haben das Maximum gegeben und unser Rennen heute war ganz gut. Leider ist das gerade unser Potenzial. Ich war viel schneller als im letzten Jahr, aber das ist nicht genug, um aufs Podium zu fahren. Wenn wir das schaffen oder sogar siegen wollen, müssen wir unsere Entwicklung schneller schaffen. Ich hoffe, das schaffen wir bald."

6. Jack Miller (Pramac Ducati): "Ich bin mit meinem Ergebnis zufrieden. Es war ein gutes Rennen. Es gab ein paar Stürze, aber ich war auch schon vorher im Kampf ums Podium verwickelt. Ich habe mit Valentino gekämpft, der etwas mehr Erfahrung hat als ich. Deshalb konnte ich die fünfte Position nicht halten. Das ist ok. Es war ein tolles Wochenende für das Team, was uns motiviert."

Jack Miller verpasste im Spanien GP die Top-5 knapp - Foto: Tobias Linke

7. Maverick Vinales (Yamaha): "Wir hatten Glück, dass die Fahrer vor uns viele Fehler gemacht haben und wir so ein paar Plätze vorrücken konnten. Ich konnte von Anfang an nicht schnell sein und habe Probleme gehabt, mit Morbidelli oder Bautista mitzuhalten. Am Ende hatte ich ein bisschen mehr Grip und habe gepusht. Ich war dann ein bisschen schneller als Alvaro, aber mit dem siebten Platz können wir nicht zufrieden sein. Im Moment konzentriere ich mich aufs Setup. Wir sind nicht weit von einer Lösung entfernt. Das Bike funktioniert gut, aber wir müssen weiter arbeiten. Wir versuchen es durch Setup-Änderungen, aber ich glaube nicht, dass unsere Versuche uns den richtigen Weg zeigen werden."

8. Alvaro Bautista (Angel Nieto Ducati): "Ich bin sehr glücklich, denn mein Gefühl hat heute für den achten Platz gereicht. Ich denke, wir haben unseren Weg gefunden und gehen in die richtige Richtung. Unser Hauptproblem zu beheben ist allerdings schwierig. Gestern haben wir alles umgestellt, um die Probleme an der Front und hinten zu beheben und ich habe mich wohler gefühlt. Ich habe das Gefühl gehabt, als würde ich das Bike fahren und nicht umgekehrt. In den letzten Runden habe ich mit Maverick um Rang sieben gekämpft, aber am Ende habe ich einen Gang verpasst und konnte mich nicht verteidigen."

9. Franco Morbidelli (Marc VDS Honda): "Es war ein gutes Rennen für mich, denn ich konnte gut starten. Mit starkem Grid war ich schnell und konnte ein paar Plätze gut machen. Ich habe versucht in der zweiten Rennhälfte mit dem Reifen zu haushalten, aber am Ende musste ich langsamer machen und sicherstellen, dass ich es in die Top-10 schaffe. Das ist toll für unser Team."

10. Mika Kallio (KTM): "Die schnellste KTM zu sein ist immer schön. Das ist immer mein persönliches Ziel. Auch noch in den Top-10 zu sein macht es natürlich noch viel schöner. Auch für KTM ist das gut. Aber wir wissen natürlich auch, dass der Sturz der drei Piloten vor uns dabei geholfen hat. Für mich ist es schön, die Lücke zur Spitze zu sehen. Es sind nur 20 Sekunden und damit bin ich sehr zufrieden. In der letzten Saison sind wir in ein paar Rennen in den Top-10 gewesen und die Lücke zur Spitze waren auch unter 20 Sekunden. Langsam kommen wir wieder in diesen Bereich."

11. Pol Espargaro (KTM): "Es ist schade, dass Mika mich geschlagen hat, denn ich denke, ich hätte viel mehr erreichen können. Wir wussten, was für Reifen wir heute verwenden würden. Gestern haben wir den Medium oft ausprobiert und waren mit benutzten Reifen stark. Heute war alles anders. Das ist wie Russisch Roulette. Man weiß nie, was man bekommt. Man muss so gut man kann damit umgehen. Ich habe mich von Anfang an nicht wohl gefühlt. Als Bradley mich früh überholt hat, musste ich ihm folgen und ich habe gesehen, dass er viel besser fahren kann als ich. Da war mir klar, dass es ein langes Rennen werden würde."

12. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Es war ein schwieriges Rennen unter den heißen Bedingungen. Viele Fahrer sind gestürzt und die Streckentemperatur war sehr hoch. Dadurch war es nicht einfach, den Grip am Hinterrad zu spüren, vor allem später im Rennen an der Front und hinten. Wir müssen unsere Rennstarts noch verbessern und verstehen, warum ich in den ersten Runden langsamer bin."

MotoGP-Rookie Takaaki Nakagami belegte in Jerez Platz zwölf - Foto: LCR Honda

13. Bradley Smith (KTM): "Ich fühle mich gut auf dem Bike und es läuft im Moment auch gut für mich. Die erste Hälfte des Rennens lief ziemlich gut, dann haben Maverick und Bautista ihre Pace aber um 0.2 Sekunden verbessert. Ich habe versucht, da mit zu halten und bin fast ein bisschen nervös geworden. Ich habe dann Fehler gemacht und bin schlecht gefahren für drei Runden. Da habe ich meinen Vorsprung auf Pol und Mika verloren und sie haben mich eingeholt. "

14. Tito Rabat (Avintia Ducati):"Es war ein schwieriges Wochenende. Ich dachte, ich würde im Rennen schneller sein, aber das war nicht möglich. Mein Start war nicht gut und auch mein Gefühl mit dem Bike wurde nicht besser. Es war seltsam, also habe ich mich dazu entschieden, ruhig zu belieben und meine Pace bis zum Ende zu halten. Es war unmöglich, schneller zu fahren und das ist schade, denn Jerez war mein erstes Heimrennen."

15. Scott Redding (Aprilia): "Wir sind ein Risiko eingegangen und haben uns für den harten Hinterreifen entschieden, der nicht in der richtigen Temperatur gearbeitet hat. Im Rennen hatte ich wieder Probleme mit dem Grip. Mit nichts zu verlieren sind wir ein Risiko eingegangen, dass sich nicht ausgezahlt hat. Zum Glück testen wir in ein paar Tagen in Mugello. Dort werden wir am Hinterrad-Grip arbeiten, was mich im Moment zurückhält."

16. Hafizh Syahrin (Tech3 Yamaha): "Ich bin in Jerez gefahren, aber ich hatte es nicht einfach mit meinem Körper. Ich habe mich nach meinem Sturz am Anfang der Woche heute noch schlechter als gestern gefühlt. Deshalb habe ich in der Mitte des Rennens richtige Probleme bekommen. Ich hatte nicht mehr genug Energie um zu fahren, weil die Schmerzen sehr groß waren. Ich habe zu viel Energie gleich am Anfang aufgewandt."

17. Xavier Simeon (Avintia Ducati): "Das Rennen heute war schwierig, denn wir sind mit jeder Runde schlechter geworden. Wir hatten nicht die erwartete Pace. Wir haben viele Dinge geändert, um unser Problem mit dem Vorderrad-Grip von gestern unter Kontrolle zu kriegen. Aber am Ende haben wir alles nur schwieriger gemacht. Ich konnte nicht pushen und mit Selbstvertrauen fahren. Ich habe das Rennen heute nicht genossen."

18. Karel Abraham (Angel Nieto Ducati): "Ich bin sauer, denn von Anfang an hatte ich ein schlechtes Gefühl für die Front. Es hat sich instabil angefühlt. Ich habe versucht zu pushen, weil Mika vor mir lang und er Zehnter geworden ist. Ich weiß, dass ich mit ihm hätte mithalten können oder ihn sogar hätte überholen können, aber die Front hat mich zurückgehalten. Es war eine schwierige Situation."

Karel Abraham stürzte in Jerez - Foto: Tobias Linke

DNF Jorge Lorenzo (Ducati): "Der Crash enttäuscht mich sehr, denn es waren drei der fairsten Piloten in der WM darin verwickelt. Deshalb will ich nichts dazu sagen. Wir hatten Pech und es war ein Rennunglück. Pedrosa ist sehr hart gestürzt und ich glaube, wir können niemanden wirklich beschuldigen. Auch für Andrea und Ducati tut es mir leid. Aber wir sind vorher ein tolles Rennen gefahren, das ist ein gutes Gefühl."

DNF Andrea Dovizioso (Ducati): "Auf der einen Seite bin ich mit meinem Gefühl für das Bike zufrieden. Auch mit meinem Speed und dem Rennen, das ich gefahren bin. Ich bin von weit hinten gestartet und habe hier in Jerez Plätze gut machen können. Dabei war ich fast so schnell wie Marc, der das Rennen gewonnen hat. Das ist ein tolles Gefühl. Aber am Ende gehen wir ohne Punkte nach Hause und das ist schlecht. Wir kämpfen gegen starke Fahrer und können es uns nicht leisten, 20 Punkte liegen zu lassen."

DNF Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Das ist heute drei der saubersten Fahrer im Grid passiert. Das war also nichts, was irgendjemand absichtlich heraufbeschworen hat. Ich konnte auf der Bremse nicht wirklich überholen, weil ich auf den Geraden zu viel auf sie verloren habe. Ich habe also auf einen Fehler gewartet und tatsächlich mussten Jorge und Dovi dann in dieser Kurve weit gehen. Ich habe meine normale Linie durchgezogen, sie waren außen aber langsamer. Jorge hat nach dem Überholen von Dovi auf die Linie zurückgezogen. Er hat mich dort aus irgendeinem Grund nicht erwartet. Ich habe gesehen, wie sie nach außen abfallen, dann bin ich in die Kurve rein und hing komplett auf der rechten Seite meines Motorrads. Ich kann in diesem Moment also nicht sehen, was auf der linken Seite passiert."

DNF Cal Crutchlow (LCR Honda): "Ich war heute frustriert, denn wir hatten in Sachen Pace ein weiteres tolles Wochenende. Aber leider war unser Setup für das Rennen nicht gut genug. Der Vorderreifen hat überhitzt und ich habe mit dem Hinterrad-Grip auch Probleme gehabt. Die Pace hat sich immer hin und her verschoben und ich musste alles auf der Bremse wieder rausholen. Dadurch ist die Front überhitzt. Ich musste auf den Windschatten vertrauen. Der Sturz ist wie in Austin zustande gekommen. Ich bin Vollgas gefahren und wenn man dann auf die Streckenmarkierung kommt..."

DNF Tom Lüthi (Marc VDS Honda): "Ich hatte zu Beginn des Rennens und mit vollem Tank Probleme mit der Front. Danach konnte ich an Pace zulegen und hatte einen tollen Kampf mit Tito Rabat. Aber je länger das Rennen wurde, desto schwerer wurde es, meine Pace zu halten. Ich habe die Front in Kurve elf verloren, was leider mein Rennen beendet hat."

DNF Alex Rins (Suzuki): "Ich weiß nicht wirklich, was passiert ist. Mein Gefühl für das Bike war jedenfalls gut. Aber von Anfang an hatte ich Probleme mit der Front. Das Gefühl aus dem FP4 war weg, aber mein Rhythmus war trotzdem noch gut. Es ist schwer zu verstehen, was passiert ist, denn laut der Daten war ich auf derselben Linie wie davor und habe mit gleicher Intensität gebremst. Auch meine Kurvengeschwindigkeit war dieselbe und trotzdem bin ich gestürzt. Das müssen wir für die kommenden Rennen jetzt besser verstehen."

DNF Aleix Espargaro (Aprilia): "Ich will mit der Aprilia aufs Podium fahren. Ich fahre so wie vorher noch nie in meiner Karriere und ich habe das Gefühl, als könnte ich es schaffen. Heute habe ich eine tolle Chance vertan. Ein technischer Ausfall hilft meiner Moral nicht gerade. Am Wochenende haben wir gut gearbeitet und ich bin sicher, wir hätten im Rennen mithalten können. Ich werde trotzdem weiterhin alles geben, bis zum letzten Rennen in Valencia."


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