MotoGP

MotoGP 2018: Die wichtigsten Fragen vor Argentinien

Der WM-Kampf der MotoGP zieht in Argentinien ein. Das sind die wichtigsten Fragen vor dem zweiten Wochenende der Saison 2018.
von Michael Höller

Wird Marc Marquez die WM-Führung übernehmen?

Der MotoGP-Weltmeister holte beim Saisonstart mit Rang zwei das zweitbeste Katar-Ergebnis seiner Karriere und jagt nun Andrea Dovizioso in der WM. Argentinien war bislang ein guter Boden für Marquez: bei allen vier bisherigen Rennen stand er auf Pole Position, zweimal gewann er auch. Allerdings schied er 2015 und 2017 in Führung liegend bzw. im Kampf um die Führung aus.

"Es wird drauf ankommen, ruhig und konzentriert zu agieren", ist sich Marquez vor dem Rennwochenende in Argentinien sicher. "Die WM ist sehr offen und es gibt viele Fahrer, die am Sonntag um den Sieg kämpfen können. Erst im Verlauf der Saison wird sich zeigen, wer konstant vorne fahren kann."

Wie kann Andrea Dovizioso dagegenhalten?

Nach drei zweiten Plätzen in Katar in Folge, gelang Andrea Dovizioso beim MotoGP-Auftakt endlich der erste Sieg. Seit der Sommerpause des Vorjahres hält der Italiener somit bei fünf Erfolgen und einer Siegquote von 50 Prozent. Kein Wunder, dass selbst Valentino Rossi seinen Landsmann in der Favoritenrolle sieht: "Für mich sind Dovizioso und Marquez die beiden Fahrer, die es zu schlagen gilt. Vielleicht Dovizioso noch etwas mehr", erklärte er vor wenigen Tagen gegenüber der "Gazzetta dello Sport".

Mit Argentinien hat Dovi noch eine Rechnung offen, wurde er doch in den vergangenen beiden Jahren von Gegnern torpediert. 2016 räumte ihn Teamkollege Andrea Iannone im letzten Sektor wenige Sekunden vor der Zieldurchfahrt im Kampf um Rang zwei ab, im Vorjahr kegelte Aleix Espargaro ihn im Duell um Rang sieben zu Mitte des Rennens raus.

2015 holte er mit Platz zwei sein bislang bestes Ergebnis in Argentinien und damit Ducatis bislang einzigen Podestplatz auf der Strecke in Termas de Rio Hondo.

Ist mit Vertragsabschlüssen für 2019 zu rechnen?

Die MotoGP-Manager arbeiten längst an den Verträgen für 2019 und viele Deals konnten bereits unter Dach und Fach gebracht werden. Nicht ausgeschlossen, dass in Argentinien weitere Verlängerungen bzw. Wechsel öffentlich verkündet werden.

Vor allem zwei Einigungen sollten demnächst erzielt werden: Andrea Doviziosos Verbleib bei Ducati und der (neue) Vertragspartner des Marc VDS Teams. Ducati soll seinem Vizeweltmeister vor Ostern sechs Millionen Euro geboten haben und damit das Vierfache seines bisherigen Gehalts.

Das Marc VDS Team hingegen sprach zuletzt offen darüber, dass man neben Honda für 2019 auch Angebote von Yamaha und Suzuki vorliegen habe. Teamchef Michael Bartholemy wünscht sich einen Vertragsabschluss noch vor Jerez und kann sogar Bedingungen stellen: "Ich erwarte einen Drei-Jahres-Vertrag und ein Werksmotorrad." Dieses habe er bereits Franco Morbidelli versprochen.

Wie ist die Wetterprognose?

Schlecht. Das MotoGP-Wochenende in Argentinien könnte vor allem an den ersten beiden Tagen stark verregnet werden. 70 Prozent Regenwahrscheinlichkeit samt Gewitter-Gefahr am Freitag und rund 60 Prozent am Samstag sorgen für lange Gesichter im Paddock.

Immerhin: Am Renn-Sonntag sinkt die Chance auf Regen auf knapp 33 Prozent, wobei das auf Kosten stärkerer Winde (bis zu 26 km/h) geht. Zumindest eine Hitzeschlacht bleibt den MotoGP-Assen dadurch aber wohl erspart.

Ist Pol Espargaro wieder voll fit?

Die MotoGP-Startaufstellung kommt vollzählig nach Südamerika. Einzig Pol Espargaro war zuletzt in Katar ein wenig angeschlagen und nicht voll fit. Doch in der Woche vor Ostern konnte der Katalane in Jerez testen. Zudem halfen ihm auch zwei freie Rennwochenenden bei der Genesung. "Es wird aber wohl bis Europa dauern, ehe er wirklich wieder ganz der Alte ist", schränkte KTM-Teamchef Mike Leitner ein.


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