MotoGP

Marc Marquez mit irrem Monster-Save in Sepang

Das kann nur Marc Marquez: Im MotoGP-Training in Sepang ist er eigentlich schon gestürzt, hält sich aber wieder einmal irgendwie auf seinem Bike. VIDEO:
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Marc Marquez bleibt der Meister des Monster-Saves. Im 4. MotoGP-Training von Sepang zeigte er am Samstag wieder einmal seine ganze Klasse und verhinderte mit perfekter Körperbalance einen Crash.

Was war passiert? Marquez legte sich einige Minuten nach Beginn der Trainings-Session in die erste Kurve, als ihm das Vorderrad einklappte. Ein Großteil der Konkurrenten wäre zu diesem Zeitpunkt wohl zum Passagier geworden. Nicht so Marquez, der sich in der scharfen Rechtskurve auf dem rechten Knieschoner abstützte und das Bike wieder hochdrückte. Weil er sein Knie derart weit ausfahren musste, nahm er sogar den linken Fuß von der Raste. Nach einigen Metern war das Manöver gelungen.

Nach einem dezenten Gasstoß richtete sich das Motorrad wieder auf und Marquez nahm wieder seine normale Position ein. Als die Zeitlupe der Aktion auf den Boxenmonitoren eingespielt wurde, sah man in der TV-Übertragung, wie Ducati-Koordinator Davide Tardozzi ein ungläubiges "Wie macht der das?" auskam.

Marquez stolz auf die Rettungsaktion

Marquez ließ die Rettungsaktion zunächst kalt. Er sah es nicht einmal als notwendig an, die Box anzusteuern und setzte seinen Stint fort. Erst zwei Runden später stoppte er wie geplant. Dann konnte er die Freude über seinen Monster-Save aber nicht mehr verbergen, wie er zugab. "Ich habe meine Crew sofort gefragt: Habt ihr das in der Übertrgaung gesehen? Ich war ganz aufgeregt. Es war wirklich ein gewaltiger Save", erklärte er später in einem Interview im offiziellen Kanal der MotoGP.

Wenig später ging es aber nicht so glimpflich für Marquez aus, denn im Qualifying kam er auf seinem ersten Stint in Turn 15 zu Sturz. Weil er danach auf das Reserve-Motorrad wechseln musste, kam er nicht über Startplatz 7 hinaus. Damit steht Marc Marquez am Sonntag in Sepang so weit hinten wie seit rund eineinhalb Jahren nicht mehr.


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