MotoGP

Marc Marquez warnt: Sepang einer der schlechtesten Honda-Kurse

Marc Marquez und Honda können in Sepang bislang die Pace von Andrea Dovizioso und Ducati nicht mitgehen. Wird die MotoGP-WM-Entscheidung vertagt?
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - In Sepang hat Marc Marquez den ersten Matchball für den MotoGP-Weltmeistertitel 2017. Nicht mehr als acht Punkte darf er auf seinen Widersacher Andrea Dovizioso verlieren. Der knallte am Freitag aber in beiden Trainings - sowohl im fast trockenen ersten Training als auch im nassen FP2 - die Bestzeit auf den malaysischen Asphalt.

Marquez belegte im FP1 nur den fünften Rang hinter Dovizioso, Alvaro Bautista, Johann Zarco und Maverick Vinales. Er und Honda waren damit also nur dritte Kraft in Sepang. Im Regen am Nachmittag wurde Marquez Zweiter, verlor aber über eine halbe Sekunde für Dovizioso. Am Ende blieb für ihn nur Gesamtrang fünf.

"Sepang ist definitiv eine der Strecken, auf denen wir in dieser Saison die meisten Probleme haben", erklärte Marquez nach den beiden Freitags-Trainings. Tatsächlich hatte der amtierende Weltmeister hier schon bei den Wintertests große Probleme. An den ersten beiden Tagen belegte er nur die Ränge acht und zehn, verlor jeweils über eine Sekunde auf die Bestzeit. Erst an Tag drei kam Marquez einigermaßen in Schwung. Zwar machte Honda seitdem mit der RC213V des Modelljahrgangs 2017 große Fortschritte, gewisse Probleme in Sepang scheinen aber bislang ungelöst.

Vor allem der Speed von Dovizioso macht ihm etwas Sorgen. "Andrea ist hier sehr schnell und die Ducatis insgesamt auch. Es wird schwierig für uns", gab Marquez offen zu. Der Repsol-Honda-Star warnte aber auch vor übertriebener Hysterie: "Es ist erst Freitag und durch die wechselnden Bedingungen lassen sich die Kräfteverhältnisse noch nicht ganz klar abschätzen. Wir müssen uns am Samstag aber steigern, um für das Rennen am Sonntag bereit zu sein."

Auf Marquez und seine Crew wartet noch jede Menge Arbeit - Foto: Repsol

Schon in den vergangenen beiden Jahren lief es für Marquez in Sepang nicht nach Wunsch, nachdem er den Malaysia-GP 2013 auf Rang zwei beendete und 2014 gewann. 2016 stürzte er und wurde nur Elfter, in der Saison davor musste er nach der legendären Kollision mit Valentino Rossi aufgeben. Auch sein letztes Moto2-Rennen in Sepang 2012 beendete Marquez nicht, ein Jahr zuvor zog er sich dort seine schwere Verletzung zu, aufgrund der er die letzten Saisonrennen auslassen und Stefan Bradl den Weltmeistertitel überlassen musste.


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