MotoGP

MotoGP Phillip Island 2017: Reaktionen zum Training

Aleix Espargaro holt im MotoGP-Training auf Phillip Island die Bestzeit. Maverick Vinales stürzt, Valentino Rossi hat Probleme. Die Reaktionen am Freitag:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Aleix Espargaro (Aprilia): "Wir haben erst einen Tag hinter uns, aber bislang erledigen wir unsere Arbeit gut. Ich hatte das nicht erwartet, weil ich am Vormittag eigentlich kein gutes Gefühl hatte. Die Streckenbedingungen verlangen uns wie immer hier viel ab. Im zweiten Training habe ich eine gute Rundenzeit zu Stande gebracht, aber unsere Pace können wir sicher noch steigern. Die RS-GP kann ich leider noch nicht wie gewollt umlegen und mit fehlt noch ein bisschen das Gefühl für das Vorderrad. Wir haben schon heute viele Stürze gesehen und der Regen wird alles noch schlimmer machen."

2. Marc Marquez (Repsol Honda): "Ich habe mich von Beginn an wohl gefühlt auf dem motorrad. Wir hatten eine gute Pace und konnten mit den Reifen hervorragend arbeiten. Für morgen sollten wir aber noch die Stabilität des Bikes in den schnellen Kurven verbessern. Es gibt noch einige Stellen, an denen wir schneller sein könnten. Die kalten Temperaturen und der starke Wind machen es aber sehr einfach, die Front zu verlieren. Daher muss man beim Setup einen Kompromiss eingehen."

3. Andrea Dovizioso (Ducati): "Es war wichtig, dieses Wochenende so zu beginnen. Ich habe eine gute Pace und jetzt können wir darauf konzentrieren, uns in einzelnen Aspekten zu verbessern. Denn Marc war heute sehr schnell und einige andere Fahrer legten eine gute Pace an den Tag. Ich bin gespannt, wie die Wetterbedingungen morgen sind."

4. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Über Nacht müssen wir das Setup des Motorrads noch verbessern. Ich habe mich heute mit dem Reifen nicht wohl gefühlt, aber im letzten Run hat es so ausgesehen, als hätten wir hier Fortschritte erzielt. Wie es aktuell aussieht, könnte das ein großer Kampf werden morgen im Qualifying und dann am Sonntag. Ich freue mich drauf."

5. Maverick Vinales (Yamaha): "Vor meinem Crash hatte ich einige Sektorbestzeiten erzielt, aber dann habe ich es übertrieben. Dieser Sturz geht ganz klar auf meine Kappe. Ich habe auf der Outlap zu viel gewollt, als die Reifen noch zu kalt waren. Nach dem Crash war mein Gefühl schlechter als davor. Immerhin hatte ich aber eine gute Pace und konnte viele Zeiten im Bereich von 1:29 verbuchen. Besonders im vierten Sektor müssen wir uns aber steigern."

6. Jack Miller (Marc VDS Honda): "Mir geht es körperlich gut auf dem Bike, sobald das Adrenalin eintritt. Mir fehlt noch ein bisschen Kraft, weil es auf dieser Strecke so viele schnelle Kurven gibt. Der Richtungswechsel ist anstrengend. Ich fühle mich nicht so schnell, aber hatte einen guten Speed und bin mit meiner Pace zufrieden. Heute Morgen Dritter zu werden war ein toller Motivationsschub. Ich wusste, dass es wichtig war, gleich schnell zu sein. Wir wissen nicht, ob die Zeiten im FP3 schneller sein können. Also war es unser Ziel, heute in die Top-10 zu kommen. Ich liebe die Strecke und die Atmosphäre. Es ist toll, so viele Fans zu sehen, die hierherkommen und mich unterstützen."

Jack Miller startete stark in seinen Heim-GP - Foto: Marc VDS

7. Andrea Iannone (Suzuki): "Es war ein positiver Tag. Wir sind gut gestartet und ich konnte immer gleichmäßig fahren. Nur der Vorderreifen hat mir etwas Probleme gemacht. Der Medium bietet viel Stabilität, aber wenig Grip. Der Soft hat mehr Grip, aber damit ist das Motorrad mehr in Bewegung. Wir sollten aber in der Lage sein, hier einen Kompromiss zu finden. Auch was den Grip am Hinterrad angeht, haben wir noch Luft nach oben."

8. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Ich bin mit einer soliden Pace gestartet, das Motorrad hat sich gut angefühlt und ich konnte früh ansprechende Zeiten fahren. Am Nachmittag konnte ich mich zwar nicht steigern, aber meine Zeite war beinahe ident mit jener vom Vormittag. Es ist nicht leicht, sich hier großartig zu verbessern, aber ich gebe Gas und hoffe, dass wir noch etwas finden. Hauptsächlich sollten wir bei der Stabilität noch zulegen, denn der Wind und die Streckenführung sorgen dafür, dass sich das Motorrad sehr unruhig verhält."

9. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Es fiel uns schwer, aus dem Stand das richtige Setup zu finden. Wir haben viele Dinge versucht, haben aber noch genug Raum für Verbesserungen. Am Nachmittag war der Asphalt wärmer, aber der Wind hat die Lufttemperatur fallen lassen. Im Moment haben wir zu viele Probleme mit durchdrehendem Hinterreifen und müssen noch das Gefühl für die Front verbessern."

10. Pol Espargaro (KTM): "Alles lief gut und wir sind deutlich näher dran an den Topleuten als noch beim Test im Februar. Dieser Fortschritt ist gigantisch! Ich bin sehr zuversichtlich und das Ergebnis ist gut. Wir sind in beiden Sessions heute in den Top-10 gelandet und sind daher konkurrenzfähig im Trockenen. Das Beste für uns wäre, wenn es morgen Früh regnet und im Qualifying dann trocken ist."

11. Jorge Lorenzo (Ducati): "Wir liegen ein ordentliches Stück hinter des schnellsten Fahrern. Ich habe nicht genug Vertrauen in das Vorderrad und obwohl wir verschiedene Settings ausprobiert haben, waren wir nicht schnell genug. Wir müssen uns irgendetwas einfallen lassen, um dieses Motorrad stabiler zu machen. Sollte es morgen trocken sein, werden wir es darauf anlegen, direkt in Q2 einzuziehen."

12. Valentino Rossi (Yamaha): "Die Position ist leider sehr schlecht. Es wäre wichtig gewesen, in den Top-10 zu bleiben, weil man hier auf Phillip Island nie weiß, was das Wetter macht. Mein generelles Gefühl für das Motorrad ist aber nicht schlecht. Ich habe gegen Ende noch eine neue Konfiguration mit dem weichen Reifen ausprobiert, aber die hat mir nicht wirklich gefallen. Daher konnte ich mich am Ende auch nicht mehr verbessern."

Valentino Rossi kam am Freitag noch nicht in Schwung - Foto: Yamaha

13. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Am Vormittag hatten wir zunächst Probleme, die wir aber bis zum letzten Stint lösen konnten. Am Nachmittag habe ich dann drei gute Stints absolviert. Wir haben noch ein paar Probleme, die sich aber nicht so einfach lösen lassen. Am Ende lag ich aber nur 0,2 Sekunden hinter der Top-10 und die 1:29 war die schnellste Runde meiner Karriere auf dieser Strecke."

14. Bradley Smith (KTM): "Das Motorrad hätte heute das Potenzial für die Top-10 gehabt, aber auf einem so kurzen Kurs wie Phillip Island hast du fast immer Verkehr, der dich stört. Ich musste einige Male fluchen unter meinem Helm. Es fühlt sich aber gut an, dass wir es in unserer eigenen Hand haben. Wenn uns einige kleinere Verbesserungen gelingen, können wir es morgen ja immer noch in die Top-10 schaffen."

15. Alex Rins (Suzuki): "Uns ist heute Nachmittag ein großer Schritt nach vorne gelungen. Am Vormittag hatte ich noch große Probleme mit dem Wind, was es unmöglich für mich gemacht hat, mich auf dem Motorrad sicher zu fühlen. Wir konnten bereits gute Informationen mit dem Medium und Soft am Hinterrad sammeln und auch meine Rundenzeiten sind in Ordnung."

16. Scott Redding (Pramac Ducati): "Heute lief es nicht so schlecht, auch wenn meine Position nicht die ist, die ich erwartet hätte. Mein Gefühl ist aber positiv, auch wenn alle Ducati-Satellitenfahrer heute Probleme hatten. Ich will nicht viel am Bike ändern, denn ich fühle mich wohl. Um konkurrenzfähig zu sein, müssen wir noch an Details arbeiten."

17. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Ich hatte mehr Schwierigkeiten als gedacht. Ich habe kaum Gefühl, vor allem an der Front. Heute Morgen haben wir uns entschieden, mit Flügeln zu fahren, aber das Bike war aufgrund des Windes zu schwer. Wir haben versucht, das am Nachmittag zu ändern, aber ich habe mich nicht wohl gefühlt. Es tut mir leid, wie die Dinge heute verlaufen sind. Morgen müssen wir besser werden."

18. Loris Baz (Avintia Ducati): "Es war ein bisschen kompliziert heute. Am Vormittag hatte ich kein gutes Gefühl. Im zweiten Training habe ich mich sofort besser gefühlt und wir konnten einige Dinge ausprobieren. Ich bin noch immer nicht vollkommen zufrieden, aber ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg. Am Ende hatte ich einen kleinen Crash in einer der langsameren Kurven."

Tito Rabat stürzte im FP2 unverletzt - Foto: MarcVDS

19. Tito Rabat (Marc VDS Honda): "Ich hatte heute nicht den besten Start, auch wenn ich relativ schnell auf ein gutes Tempo gekommen bin. In FP1 habe ich nie Reifen gewechselt und mich mit meiner Pace sehr wohlgefühlt. Auch in FP2 bin ich viele Runden gefahren und wenn ich in Turn 10 nicht gestürzt wäre, könnten wir heute von einem positiven Tag sprechen. Ich bin nur 1,3 Sekunden von der Spitze entfernt und kann ohne Probleme fahren. Wenn wir es noch schaffen, dass das Bike leichter fahrbar ist, sind wir sicher noch konkurrenzfähiger."

20. Sam Lowes (Aprilia): "Aleix macht seine Sache großartig und ich konnte mich am Nachmittag ebenfalls verbessern. Man braucht Erfahrung um die Bedingungen auf der Strecke richtig zu lesen. Der starke Wind nagt an deinem Vertrauen und das ist vor allem als Rookie nicht einfach. Die hohe Durchschnittsgeschwindigkeit macht es noch komplizierter. Ich habe heute immerhin keine Fehler gemacht und bin zuversichtlich."

21. Hector Barbera (Avintia Ducati): "Ich habe mit einem unerwarteten Sturz losgelegt. Als ich Turn 9 runtergeschalten habe, kam es zu einem Highsider. Aber mein Team hat das Motorrad bis zum zweiten Training wieder repariert und wir konnten verschiedene Setup-Varianten ausprobieren. Ich bin noch nicht ans Maximum gegangen, aber unser Basis für morgen sollte passen."

22. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Wir hatten am Vormittag ein Problem mit der Kupplung und die Motorbremse hat in einer bestimmten Passagen nicht ordnungsgemäß funktioniert. Ich musste durch das nasse Gras und bin gestürzt. Am Nachmittag bin ich noch einmal gecrasht - diesmal wegen zu kalter Reifen. Daher konnte ich heute einfach keinen guten Rhythmus aufbauen."

23. Broc Parkes (Tech3 Yamaha): "Es war heute ziemlich schwierig und ich hätte gedacht, mit dem Motorrad schneller zurechtzukommen. Ich hatte einen kleinen Crash am Nachmittag, der uns natürlich einige Zeit gekostet hat. Aber alles in allem haben wir uns verbessert und ich habe Fortschritte gemacht. Hier fahren die besten Piloten der Welt, die teilweise schon sehr lange auf diesen Maschinen sitzen. Da ist es natürlich nicht einfach, auf die Yamaha zu springen und sofort konkurrenzfähig zu sein."


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