MotoGP

Marc Marquez von Repsol Honda zu KTM? Das sagt der MotoGP-Star

Marc Marquez wird immer wieder mit einem Wechsel von Repsol Honda zu KTM für die MotoGP-Saison 2019 in Verbindung gebracht. Nun spricht er darüber.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Seit seinem Aufstieg in die MotoGP zur Saison 2013 sind Marc Marquez und Honda das erfolgreichste Gespann der Königsklasse. Drei Weltmeistertitel in vier Jahren stehen zu Buche, in dieser Saison könnte Nummer vier folgen. Für 2018 hat Marquez noch einen Vertrag mit Honda, 2019 wäre ein Wechsel zu einem anderen Hersteller also möglich.

Trotz, oder gerade wegen Marquez' großem Erfolg mit Honda, liegt die Vermutung nahe, er könne nach der nächsten Saison eine neue Herausforderung suchen. Nach dann möglicherweise fünf MotoGP-Titeln auf Honda würde der Gewinn einer Weltmeisterschaft mit einem anderen Hersteller zweifelsohne einen großen Reiz auf Marquez ausüben.

Von den fünf möglichen Herstellern befindet sich dann wohl KTM in der Pole Position. Die Österreicher machen schon in ihrem ersten MotoGP-Jahr große Fortschritte, könnten bereits in der nächsten Saison ein echtes Spitzenmotorrad haben. Außerdem hat man mit Red Bull einen gemeinsamen Hauptsponsor, der sicherlich auch das nötige Kleingeld aufbringen könnte, um Marquez einen Wechsel aus finanzieller Hinsicht schmackhaft zu machen. Und nicht zuletzt hat Marquez auch eine historische Verbindung zu KTM, bestritt mit der Marke 2008 und 2009 seine ersten beiden Saisons in der Motorrad-Weltmeisterschaft.

Marc Marquez fühlt sich bei Honda in der MotoGP wohl

Im Interview mit 'Marca' sprach Marquez nun erstmals über einen möglichen Abschied von Honda. "Im Moment habe ich es nicht vor", erklärte er da. "Ich fühle mich bei Honda sehr geschätzt und wenn man dieses Gefühl beim größten Motorradhersteller der Welt hat, ist das für einen Fahrer etwas ganz Besonderes. Das hätte ich in dieser Form nie erwartet. Ich fühle mich hier also sehr wohl."

Für mich geht es darum, das Projekt zu finden, das mich am meisten motiviert und mit dem ich Chancen habe, zu siegen.
Marc Marquez

Ein grundlegendes 'Nein' zu einem Wechsel ist das freilich nicht. Marquez verrät, welche Parameter dafür stimmen müssen: "Für mich geht es darum, das Projekt zu finden, das mich am meisten motiviert und mit dem ich Chancen habe, zu siegen. Wenn das nicht möglich ist, kommt es für mich nicht in Frage. Mit dieser Einstellung kann ich nicht zu einem Hersteller wechseln, bei dem ich nicht weiß, ob das der Fall ist. Bei Honda kann ich mir sicher sein, dass wir jedes Jahr auf einem sehr hohen Niveau sind, auch wenn wir vielleicht nicht immer das beste Motorrad haben."

Diese Gegebenheiten sieht er bei den MotoGP-Neueinsteigern von KTM - noch - nicht. "KTM hat sicherlich großes Potenzial, aber im Moment ist das Motorrad noch nicht siegfähig. Es ist jedoch klar, dass sie nicht in der MotoGP sind, um einfach nur mitzufahren. Jeder hier will gewinnen und KTM verwendet eine Menge Geld, um das zu schaffen. Im Moment ist für mich aber Honda der Hersteller, mit dem ich siegen will", stellt er klar.

KTM macht große Fortschritte, ist aber noch deutlich von der Spitze entfernt - Foto: gp-photo.de/Ronny Lekl

Bei auslaufenden Verträgen beginnen die Verhandlungen meist im Frühling des letzten Jahres, spätestens im Sommer fällt normalerweise die Entscheidung. 2018 befinden sich alle wichtigen MotoGP-Piloten wie Marquez, Valentino Rossi, Jorge Lorenzo, Maverick Vinales, Dani Pedrosa, Andrea Dovizioso oder auch die KTM-Fahrer Pol Espargaro und Bradley Smith in dieser Situation. Eine heiße Transfersaison ist also garantiert.


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