MotoGP

MotoGP Misano 2017: Reaktionen zum Training

Danilo Petrucci sicherte sich im MotoGP-Training in Misano die Bestzeit. Marc Marquez und Cal Crutchlow stürzten. Die Reaktionen der Fahrer zum Freitag:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Leider bin ich etwas erkältet, habe Fieber und in der letzten Nacht kaum geschlafen. Von meiner Bestzeit bin ich daher überrascht. Ich wollte nach den Schwierigkeiten in Silverstone stark in das training starten. Nach dem Test im Juli wusste ich, dass ich ein gutes Bike habe, auch wenn die Wetterbedingungen und die Reifen anders waren. Ich freue mich darüber, wie wir dieses Wochenende begonnen haben."

2. Maverick Vinales (Yamaha): "Ich konnte auf den Reifen viele Runden abspulen und das war mein oberstes Ziel. Besonders im zweiten Training ging es darum, die Reifen über die volle Renndistanz am Arbeiten zu halten. Ich bin überrascht, wie gut mein Rhythmus war und bin froh, wie sich das Motorrad verhalten hat. Bei den Rundenzeiten müssen wir noch nachlegen - die waren nicht so gut wie erhofft."

3. Andrea Dovizioso (Ducati): "Ich denke, dass Honda hier sehr stark ist und auch Maverick. Erst morgen können wir mehr über das tatsächliche Tempo unserer Rivalen sagen. Wir vergleichen heute Abend die Daten von allen vier Fahrern (auf der neuesten Ducati) und entscheiden dann, ob wir die neue Verkleidung am Samstag einsetzen."

4. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Nach dem gestrigen Regen waren die Bedingungen heute Vormittag nicht gut und vor allem das Gripniveau viel schlechter als bei unserem test vor zwei Wochen. Wir konnten dennoch an der Reifenwahl und der Einstellung der Stoßdämpfer arbeiten. Morgen möchte ich mich vor allem im dritten Sektor verbessern, denn dort lasse ich noch etwas Zeit liegen."

5. Marc Marquez (Repsol Honda): "Der kleine Sturz am Ende war schade, denn im Grunde habe ich mich auf dem Motorrad heute von Beginn an sehr wohl gefühlt. In das zweite Training sind wie sehr gut gestartet, dann wollten wir aber ein paar Dinge beim Setup ausprobieren, die leider nicht funktioniert haben. Ich fühle mich aber noch immer sehr stark auf dieser Strecke."

6. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Mein Sturz heute Nachmittag verlief sehr unglücklich. Als ich mit dem harten Vorderreifen rausging, kam Marc Marquez gerade damit zurück und berichtete, dass dieser Reifen für den Moment noch nicht ideal sei. Gerade zu diesem Zeitpunkt ging ich zu Boden. Mein Finger? Nun ja, der ist immerhin noch dran. Es ist zwar etwas störend, weil ich den Lenker nicht wie gewohnt halten kann, aber immerhin tut mir nichts weh."

Cal Crutchlow stürzte in Misano - Foto: LAT Images

7. Michele Pirro (Ducati): "Die Bedingungen haben sich zwischen Vormittag und Nachmittag stark verändert. Wir haben ein Setup-Programm abgespult im Hinblick auf Sonntag und müssen noch etwas an der Elektronik und der Aufhängung verändern. Denn bislang haben wir deutlich weniger Grip als beim letzten Test im August."

8. Jorge Lorenzo (Ducati): "Heute haben uns mehr Zehntel gefehlt als zuletzt beim Test. Da war ich gemeinsam mit Marc der absolut Schnellste. Marc und die anderen Fahrer haben sich wohl schneller an die veränderten Bedingungen gewöhnt, denn beim Test hatten wir höhere Temperaturen."

9. Andrea Iannone (Suzuki): "Am Vormittag gab es kaum Grip, ich weiß aber gar nicht, ob das für alle Fahrer ein Problem war oder nur für uns. Am Nachmittag liefen die Dinge besser, aber wir hatten noch immer unsere Schwierigkeiten. Ich komme nicht ordentlich in die Kurven und kann auch nicht wie gewohnt anbremsen - deshalb verlieren wir dort viel Zeit."

10. Tito Rabat (Marc VDS): "Heute war ein positiver Tag. Wir konnten das gute Gefühl, das wir in Silverstone gefunden haben, weiter ausbauen. Mein Gefühl für die Front ist gut, genauso wie der Grip am Hinterrad. Das erlaubt es mir, härter zu pushen, ohne das Gefühl zu haben, am Limit zu sein. Ich habe mich im FP2 stark gefühlt und ich freue mich, in den Top-10 zu sein. Man weiß nie, was in der MotoGP passiert, vor allem bei diesem Wetter."

11. Aleix Espargaro (Aprilia): "Ich habe mehr Probleme als ich erwartet hätte, denn die Streckenbedingungen sind anders als während der Tests. Es gibt nicht so viel Grip und ich habe Probleme, das Motorrad zu stoppen. Das sind die zwei Hauptprobleme, denen wir uns widmen müssen. Wir haben uns auch noch einen Reifen für morgen aufgehoben, denn wir wissen dank der Tests, welcher Reifen hier am besten funktioniert. Ich mag die neue Verkleidung. Ich habe die Ingenieure oft danach gefragt und sie haben einen tollen Job gemacht, es nur in zehn Tagen fertig zu bekommen. Ich werde sie auf jeden Fall an diesem Wochenende verwenden. Aber ich denke, dass sie für alle Strecken eine Lösung sein wird."

12. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Der erste Tag in Misano war positiv. Ich freue mich, diese Strecke auf meiner Yamaha erfahren zu können. Es ist nicht einfach, denn die Strecke ist wie erwartet für MotoGP-Bikes sehr eng. Deshalb bin ich viele Runden gefahren, um die besten Referenzen für mich zu finden und meinem Team dann Informationen zu geben, damit wir ein gutes Setup für das Bike finden können. Am Nachmittag war es schade, dass ich nur Zwölfter geworden bin. Aber wir haben die Zeiten analysiert und sehen können, dass wir uns gut geschlagen haben. Jetzt muss ich ruhig bleiben, mit meiner Crew und an mir selbst arbeiten, sodass wir uns morgen verbessern können. Dann werde ich mich auf das Rennen vorbereiten, aber auch dafür sorgen, dass ich zum Qualifying bereit bin. Ich hoffe, dass ich dort in den ersten zwei Reihen lande."

Auch Johann Zarco lag in Misano bereits im Kies - Foto: LAT Images

13. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Es ist in letzter Zeit alles sehr eng. Heute haben wir alle Reifen getestet, vor allem am Hinterrad. Wir müssen sehen, wie es läuft. Den harten Reifen mochte ich am wenigsten, der Medium könnte eine gute Option für das Rennen sein. Mit dem weichen Reifen war ich nicht komplett zufrieden, auch wenn wir ihn morgen nochmal testen werden, um zu sehen, ob wir uns verbessern können."

14. Loris Baz (Avintia Ducati): "Heute Morgen habe ich mich nicht sehr wohl gefühlt. Am Nachmittag war es ein wenig besser, aber im Grunde haben wir noch immer die gleichen Probleme: Das Motorrad lässt sich nicht gut umlegen. Daher finde ich keine gute Pace, weil ich keine perfekte Linie halten kann und die Reifen auch noch zu schnell zerstöre. Meine schnelle Runde war nicht schlecht, aber mit meiner Idealzeit hätte ich es in die Top-10 geschafft."

15. Hector Barbera (Avintia Ducati): "Ich bin zwar 15., aber liege nur neun Zehntel hinter der Bestzeit. Auf meiner besten Runde habe ich leider einen Fehler gemacht, daher haben wir wohl noch Raum für Verbesserungen unserer Zeit."

16. Scott Redding (Pramac Ducati): "Das Gefühl ist nicht das Beste. Ich habe Probleme mit den Reifen. Das Gefühl mit dem Medium-Reifen ist, dass er zu weich ist. Ich konnte mit dem harten Reifen keinen Grip gefunden. Nach dem guten Gefühl in Silverstone, lief es heute nicht so gut."

17. Jonas Folger (Tech3 Yamaha): "Um ehrlich zu sein, bin ich mit dem heutigen Tag nicht zufrieden. Ich habe im Moment kein gutes Gefühl mit der Front. Ich konnte das Motorrad nicht so Wenden oder Bremsen, wie ich es gewollt hätte. Ich hatte ein paar schwierige Momente auf der Strecke, aber wir müssen eine Lösung finden, um unser Selbstvertrauen zurückzukriegen und dort zu landen, wo wir sein wollen und müssen. Dass ist das einzige Problem. Jetzt müssen wir für morgen arbeiten. Ich bin sicher, dass wir uns verbessern und dann ein starkes Qualifying fahren werden."

18. Jack Miller (Marc VDS Honda): "Ich bin damit zufrieden, wie das Bike heute funktioniert hat, aber man sieht am Ergebnis, dass wir uns noch verbessern können. Es sieht so aus, als könnten die anderen Fahrer auf den Fliegenden Runden mehr Zeit finden als ich. Ich kann auf einem neuen Reifen nur ein paar Zehntel schneller sein als auf einem gebrauchten Medium-Reifen. Meine Rennpace ist nicht schlecht, aber wir müssen morgen im FP3 mehr Speed finden, um es in die Top-10 und ins Q2 zu schaffen. Hoffentlich bleibt es morgen trocken, sodass wir es probieren können."

Pol Espargaro landete auf Platz 19 - Foto: KTM

19. Pol Espargaro (KTM): "Mit diesem Ergebnis bin ich nicht zufrieden. Wir waren zu Beginn der Session schon näher dran, konnten dann aber nicht mehr nachlegen, als wir den neuen Reifen aufgezogen haben. Es hat sich gleich angefühlt als mit dem gebrauchten Reifen - wir bekommen durch neue Reifen keinen zusätzlichen Grip."

20. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Wir hatten heute keinen guten Tag, es war hart für uns. Am Morgen hatte ich einen verwirrenden, aber sehr kleinen Crash, gleich an meinem zweiten Outing. Wir hatten auch technische Probleme und konnten nur drei richtige Runden fahren, die auch nicht gut waren. Der Nachmittag lief auch nicht gut."

21. Bradley Smith (KTM): "Heute Morgen war es etwas zu kühl für die Reifen und man konnte ein paar feuchte Stellen auf der Strecke sehen. Wir sind nicht so weit weg, müssen aber freilich noch Pace finden. Ducati war heute sehr stark, aber das dürfte eigentlich keine Überraschung sein - sie haben ja den WM-Leader."

22. Sam Lowes (Aprilia): "Es war ein seltsamer Tag für alle. Viele Jungs haben hier vor noch nicht allzu langer Zeit getestet, uns eingeschlossen. Aber heute waren die Streckenbedingungen komplett anders. Heute Morgen war der Asphalt nass, was es noch schwieriger gemacht hat. Trotz allem haben wir eine gute Basis gefunden, mit der wir morgen arbeiten können. Vor allem in den letzten Runden der zweiten Session. Ich bin in einer Gruppe von Fahrer, die alle sehr dicht beisammen liegen. Mit den höheren Temperaturen morgen wird es für uns einfacher, etwas zu schaffen."

23. Alex Rins (Suzuki): "Dese Strecke ist viel enger als gedacht. Daher brauche ich etwas mehr Zeit, meinen Fahrstil entsprechend anzupassen. Am Vormittag war meine Position nicht allzu schlecht, aber am Nachmittag hatte ich ein paar kleinere Stürze und hatte daher kein Selbstvertrauen mehr um ordentlich zu pushen."


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