MotoGP

Maverick Vinales: So hilft ihm das neue Yamaha-Chassis

Yamaha hat seine MotoGP-Fahrer Maverick Vinales und Valentino Rossi mit einem neuen Chassis ausgerüstet. In zwei Bereichen ist es eine Verbesserung:
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Warme Temperaturen waren im Laufe der MotoGP-Saison 2017 nie die bevorzugten Verhältnisse der Yamaha M1. Auch am Freitag in Misano war es relativ heiß, mit 26 Grad Luft- und 39 Grad Asphalttemperatur. Dennoch schaffte es Maverick Vinales, seine Yamaha am ersten Trainingstag zum San Marino GP auf den zweiten Platz zu stellen. Gerade einmal 0,005 Sekunden trennen ihn von Spitzenreiter Danilo Petrucci. Der Schlüssel für diese Steigerung war danach schnell ausgemacht: Die neueste Chassis-Version der M1.

Diese Version verwenden Vinales und sein Teamkollege Valentino Rossi seit dem vergangenen Rennwochenende in Silverstone, wie nun publik wurde. Die Fortschritte beim letzten Rennen lassen sich also nicht nur auf ein verbessertes Elektronik-Setting zurückführen, so wie beide Piloten in Großbritannien noch ausführten. Das neue Chassis hilft Vinales vor allem in zwei Bereichen, wie der Spanier nun erklärte:

Misano: Dort hilft das neue Yamaha-Chassis Vinales

1. Kurveneingang: Besonders die aktuellen Werksfahrer auf der 2017er-Yamaha hatten immer wieder bei nicht perfekten Gripverhältnissen mit Untersteuern zu kämpfen. Das geht auf die Änderungen zurück, die Yamaha in puncto Chassis über den Winter vorgenommen hat. Die M1 verhält sich dadurch in den Bremszonen stabiler, verliert dafür aber durch die erhöhte Steifigkeit etwas Agilität am Kurveneingang. Das neueste Chassis-Update scheint dieses Problem zumindest teilweise zu beheben.

Ich muss entspannt sein, damit ich schnell fahren und Vertrauen zu den Reifen aufbauen kann.
Maverick Vinales

Das sagt Vinales: "Mit meinem Fahrstil fühle ich mich damit vor allem am Kurveneingang wohler. Ich mag das sehr, denn ich muss das Motorrad vor allem in die Kurven hinein leichter bewegen können. Ich muss entspannt sein, damit ich schnell fahren und Vertrauen zu den Reifen aufbauen kann. Die Veränderung ist gut, wenn man etwas ändert und sich danach entspannter fühlt und konstanter fahren kann."

2. Reifenabbau: Neben dem mangelnden Grip bei Hitze machte in der bisherigen Saison auch der Reifenabbau der Yamaha M1 des Jahres 2017 zu schaffen. Diese Schwierigkeit trat vor allem beim Österreich-GP auf dem Red Bull Ring zu Tage, als Vinales und Rossi gegen Rennende den Gegnern überhaupt nichts mehr entgegensetzen konnten. Zuletzt gelangen in diesem Bereich schon dank verbesserter Elektronik-Abstimmung Fortschritte, durch das neue Chassis ging es für Yamaha wohl noch einmal einen Schritt nach vorne.

Das neue Chassis hilft ein bisschen. In Silverstone haben wir schon gesehen, dass wir am Ende noch gute Zeiten fahren können.
Maverick Vinales

Das sagt Vinales: "Das neue Chassis hilft ein bisschen. In Silverstone haben wir schon gesehen, dass wir am Ende noch gute Zeiten fahren können. Es hilft, die Lebensdauer der Reifen zu verlängern und das ist sehr gut. Das kann man sehr gut ausnutzen und sich selbst Runde für Runde wieder beweisen. Heute war ein guter Tag dafür, ich habe viele Runden auf einem Reifen abgespult und mich dabei versucht zu verbessern. Das war gut, ich bin ziemlich zufrieden mit diesem Training."


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