MotoGP

MotoGP 2018: Alle Neuheiten für die aktuelle Saison

2018 verspricht eine der aufregendsten Saisons der MotoGP-Historie zu werden. Neue Fahrer, neue Rennen und neue Regeln garantieren dafür.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Die MotoGP-Saison 2017 fesselte Millionen Fans rund um den Erdball mit spektakulären Rennen, dramatischen Entscheidungen und einem unfassbaren WM-Showdown beim Finale in Valencia. 2018 schickt sich an, das noch einmal zu toppen. Mehr Rennen als je zuvor und ein Fahrerfeld, das es in dieser Qualität noch nie gegeben hat, garantieren von März bis November Rennsport der Spitzenklasse.

MotoGP: Das ist neu in der Saison 2018: (02:29 Min.)

Der Kalender

Die MotoGP darf 2019 ein neues Austragungsland begrüßen. In ihrer 70. Saison trägt die Motorrad-Weltmeisterschaft erstmals einen Grand Prix in Thailand aus, womit der Kalender auf den neuen Rekordwert von 19 Rennen anwächst. Schauplatz des Thailand-GP wird der Chang International Circuit von Buriram sein. Von der Begeisterung vor Ort konnte sich das MotoGP-Paddock bereits bei den Wintertestfahrten ein erstes Bild machen. Bis zu 30.000 zahlende Zuseher pro Tag wollten ihre Helden auf der Strecke sehen, für das Rennwochenende wird mit bis zu 300.000 Fans gerechnet. Das wäre ein neuer Rekord in der MotoGP.

DatumGrand PrixStrecke
16.03.-18.03.2018KatarLosail
06.04.-08.04.2018ArgentinienTermas de Rio Hondo
20.04.-22.04.2018AmerikaAustin
04.05.-06.05.2018SpanienJerez
18.05.-20.05.2018FrankreichLe Mans
01.06.-03.06.2018ItalienMugello
15.06.-17.06.2018KatalonienBarcelona
29.06.-01.07.2018NiederlandeAssen
13.07.-15.07.2018DeutschlandSachsenring
03.08.-05.08.2018TschechienBrünn
10.08.-12.08.2018ÖsterreichSpielberg
24.08.-26.08.2018GroßbritannienSilverstone
07.09.-09.09.2018San MarinoMisano
21.09.-23.09.2018AragonAlcaniz
05.10.-07.10.2018ThailandBuriram
19.10.-21.10.2018JapanMotegi
26.10.-28.10.2018AustralienPhillip Island
02.11.-04.11.2018MalaysiaSepang
16.11.-18.11.2018ValenciaValencia

Fahrer und Teams

24 Fahrer stehen 2018 auf vollwertigen Prototypen in der Startaufstellung der MotoGP-Rennen - mehr waren es noch nie. Neben den renommierten Superstars der Szene wie Valentino Rossi oder Marc Marquez geben gleich fünf Fahrer ihr Debüt in der Königsklasse.

Standesgemäß stieg Franco Morbidelli als Weltmeister der Moto2-Klasse in die MotoGP auf. Er teilt sich bei Marc VDS Racing die Box mit einem weiteren Rookie. Tom Lüthi, Morbidellis Rivale im letztjährigen Titelkampf, ist der zweite Mann im belgischen Team und feiert im reifen Alter von 31 Jahren sein MotoGP-Debüt. Auch das zweite Honda-Kundenteam LCR setzt 2018 auf einen Rookie. Das Team stockt auf zwei Maschinen auf und stellte Routinier Cal Crutchlow den Japaner Takaaki Nakagami an die Seite.

Auf den letzten Drücker sicherte sich der vierte Mann im Rookie-Bunde seinen Platz in der MotoGP 2018. Hafizh Syahrin bekam erst durch die Absage von Jonas Folger eine Chance auf einen Vertrag bei Tech3 Yamaha, überzeugte bei den ersten Testfahrten vollends und unterschrieb direkt für die gesamte Saison. Fünfter Neueinsteiger ist Xavier Simeon, der eine Satelliten-Ducati im Team von Avintia Racing pilotieren wird.

Drei Piloten wechselten innerhalb der MotoGP den Arbeitgeber: Scott Redding dockte bei Aprilia an, seinen Platz bei Pramac Racing nahm der von Marc VDS Racing abgewanderte Jack Miller ein. Auch Millers letztjährige Teamkollege Tito Rabat suchte eine neue Herausforderung und fand diese bei Avintia Racing.

TeamFahrerMotorrad
Repsol HondaMarc Marquez / Dani PedrosaHonda
Movistar YamahaMaverick Vinales / Valentino RossiYamaha
DucatiAndrea Dovizioso / Jorge LorenzoDucati
Tech3Johann Zarco / Hafizh SyahrinYamaha
PramacDanilo Petrucci / Jack MillerDucati
SuzukiAndrea Iannone / Alex RinsSuzuki
Marc VDSFranco Morbidelli / Tom LüthiHonda
LCRCal Crutchlow / Takaaki NakagamiHonda
Angel Nieto TeamAlvaro Bautista / Karel AbrahamDucati
KTMPol Espargaro / Bradley SmithKTM
AvintiaTito Rabat / Xavier SimeonDucati
ApriliaAleix Espargaro / Scott ReddingAprilia

Reglement

Neue Trophäen: In den vergangenen Jahren hat die MotoGP viel getan, um den Satellitenteams das Leben zu erleichtern. Das technische Reglement wurde angepasst, um die Lücke zwischen Werken und Privatiers zu verkleinern. Ab 2018 sollen die Kundenteams auch mehr Medien- und Sponsorenpräsenz erhalten. Zu diesem Zweck werden zukünftig für zwei zusätzliche WM-Wertungen offizielle Trophäen vergeben: Der beste Privatpilot und das beste Privatteam werden nun ebenso ausgezeichnet wie die Weltmeister in der Fahrer-, Team- und Konstrukteurswertung sowie der Rookie of the year.

Renndistanzen: Sieben MotoGP-Rennen werden 2018 verkürzt. Die Idee dahinter ist, alle Grand Prix auf eine möglichst einheitliche Dauer zu bringen und so den übertragenden TV-Stationen die Planung ihrer Sendungen zu erleichtern. Die Kürzung betrifft die Rennen in Austin, Le Mans, Barcelona, Brünn, und Misano die je eine Runde verlieren, Jerez das um zwei Umläufe verkürzt wird und das Finale in Valencia, das drei Runden früher zu Ende ist.

Wildcards: Hersteller wie Ducati oder KTM haben in den vergangenen Jahren zunehmend auf den Einsatz von Wildcard-Piloten gesetzt. Ihre Testfahrer Michele Pirro und Mika Kallio bestritten so je drei Rennen. Um die Wildcard-Einsätze nicht unbegrenzt in die Höhe schießen zu lassen, haben die Regelmacher nun eine Begrenzung eingeführt. Grundsätzlich sind nicht mehr als drei Wildcards pro Hersteller und Saison erlaubt. Werke, die aufgrund ausgebliebener Erfolge im Vorjahr mit Concessions in die Saison gehen - 2018 sind das Suzuki, KTM und Aprilia - haben ein Recht auf sechs Wildcards.

Airbags: Viele Fahrer setzen schon seit Jahren darauf, ab 2018 sind sie verpflichtend - die Airbag-Systeme in den Lederkombis. Diese erkennen über einen Algorithmus im Steuergerät sofort, wenn ein Pilot schwer zu Sturz kommt, befüllen die Luftkammern im Inneren innerhalb weniger Tausendstelsekunden und schützen den Fahrer somit vor schwereren Verletzungen.

MotoE

Ab 2019 wird die Motorrad-Weltmeisterschaft um eine weitere Klasse erweitert. Im FIM MotoE World Cup werden Bikes mit elektrischen Motoren eingesetzt. 18 Fahrer gehen an den Start. Die sieben Privatteams der MotoGP setzen je zwei Fahrer ein, hinzukommen vier Rennställe aus Moto2 und Moto3, die je einen Piloten an den Start bringen. Fünf Rennen im Rahmen der MotoGP sind geplant. Um die MotoE den Fans näherzubringen, wird Ex-Pilot Loris Capirossi das Einheitsmotorrad des italienischen Herstellers Energica 2018 bei ausgewählten Grands Prix für einige Demorunden ausführen.


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