MotoGP

MotoGP, Jerez: Die Stimmen zum Rennen

Der Spanien-GP war für die MotoGP Gold wert. Vier Fahrer liegen in der Gesamtwertung nun innerhalb von zehn Punkten. Das sagten die Piloten.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - 1. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Es war ein hartes Rennen. Es war schwer, ruhig zu bleiben. Ich wollte schneller werden, aber die Bedingungen waren nicht gut. Ich musste die harte Front wählen, das war nicht mein Favorit. Ich war nicht 100 Prozent zufrieden, also musste ich mich wirklich konzentrieren. Marc ist nachher sehr schnell geworden, also musste ich mich zusammenreißen. Aber ich habe es am Ende geschafft. Es ist so unglaublich schön, hier zu gewinnen, für meine Familie, meine Freunde und mein Team."

2. Marc Marquez (Repsol Honda): "Ich habe gepusht und versucht, bei Dani zu bleiben, um am Ende anzugreifen. Aber ich habe gleich am Anfang gemerkt, dass der Reifen zu weich ist. Ich weiß, dass Dani unter solchen Bedingungen der Beste ist. Ich habe es trotzdem versucht, aber drei Minuten vor Ende hatte ich einen großen Moment. Da habe ich entschieden, es sein zu lassen. Es war ein gutes Rennen und habe Punkte gesammelt. Ich habe in Jerez immer Probleme, deshalb ist es ein gutes Ergebnis für uns."

Es ist wie ein Sieg. Mein erstes Podium mit dem Bike, das so speziell ist. Ich hätte das nicht erwartet.
Jorge Lorenzo

3. Jorge Lorenzo (Ducati): "Es ist wie ein Sieg. Mein erstes Podium mit dem Bike, das so speziell ist. Ich hätte das nicht erwartet. Ich dachte, ich würde um einen vierten oder fünften Platz kämpfen. Die Rennpace war sehr langsam, deshalb konnte ich einige Fahrer überholen. Ich hatte Probleme, die Lücke auf Zarco zu öffnen. Ich habe es aber geschafft. Das Bike ist sehr nervös, aber ich habe mich zusammengerissen und jetzt können wir dieses Resultat genießen."

4. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): " Platz 4 ist fantastisch. Mein Gefühl war vom Start weg gut. Ich wollte keine Zeit verlieren und habe Positionen gutgemacht. Als ich dann Zweiter war, hatte ich eine großartige Pace und dachte sogar daran, auf Dani aufzuholen. Ich war so schnell, dass ich zwei Mal fast gestürzt wäre. Marc hat mich dann überholt. Ich hatte Schwierigkeiten, den Hondas zu folgen. Ich war lange Dritter und habe versucht, mit den Reifen hauszuhalten, als mich Jorge überholt hat. In den letzten Runden konnte ich nur noch Platz 4 absichern."

Johann Zarco lieferte sich ein Duell mit Jorge Lorenzo - Foto: Tobias Linke

5. Andrea Dovizioso (Ducati): "Ein gutes Ergebnis nach einem nicht immer einfachen Wochenende, bedenkt man, wo ich gestartet bin. Aber wir waren ziemlich gut und ich konnte einige Positionen aufholen. Am Ende konnte ich in Ruhe ein gutes Resultat nach Hause bringen. Ich hatte eine gute Pace, aber von hinten loszufahren hilft nicht. Ich muss versuchen, in Training und Qualifying prägnanter zu Werke zu gehen."

Ich hatte das Gefühl, dass ich in jeder Kurve stürzen könnte.
Maverick Vinales

6. Maverick Vinales (Yamaha): "Es war ein seltsamer Tag. Im Warm-Up habe ich mich gut gefühlt, in allen Bremszonen war ich sehr präzise. Aber am Nachmittag hatte ich dieses Gefühl nicht mehr. Ich hatte eher das Gefühl, dass ich in jeder Kurve stürzen könnte. Es war für beide Seiten der Box schwierig. Wir müssen darüber nachdenken, was passiert ist und uns für die nächsten Rennen verbessern, den wir haben wichtige Punkte für die WM verloren."

7. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Es war ein großartiges Rennen. Ich bin wirklich zufrieden. In der ersten Runde hatte ich noch zu kämpfen, aber dank einer guten Rennpace konnte ich Positionen gutmachen. Ich hatte einen guten Zweikampf mit Rossi, aber in den zwei Runden habe ich den Kontakt zu Vinales verloren. Ich habe versucht, den verlorenen Boden gutzumachen, indem ich hart gepusht habe. Ich bin wirklich nah herangekommen, aber es war nicht genug für eine Attacke."

8. Jonas Folger (Tech3 Yamaha): "Leider hatte ich am Anfang zwei große Fehler, als ich mit Jack Miller gekämpft habe. Ich habe mich zweimal extrem verbremst, was einige Plätze gekostet hat. Für mich ist es da momentan einfach extrem schwierig, zu attackieren, besonders auf neuen Reifen. Das ist extrem schade, weil die Pace richtig gut war. Wir waren nicht weit von Maverick weg. Ich habe dann gepusht, um an Valentino heranzukommen und habe gemerkt, dass wir die gleichen Probleme haben. Ich war am Kurvenausgang immer etwas schneller, habe mehr Speed auf die Gerade mitnehmen können und genau das hat mir dann die Möglichkeit gegeben, dass ich mich vorbeibremsen kann."

Jonas Folger belegte einen starken achten Platz - Foto: Tobias Linke

9. Aleix Espargaro (Aprilia): "Das Rennen war eines der schwierigsten meiner Karriere. Die Bedingungen waren wirklich schwierig. Es war sehr leicht, zu stürzen. Ich habe nach ein paar Runden sogar meine Schräglage verringert. Die Schleifer an meiner Kombi sind fast unversehrt und das ist mir vorher noch nie passiert. Das Ergebnis ist wichtig, denn nach zwei Wochenenden ohne Punkte und bei so schwierigen Bedingungen ist ein Top-10-Platz gut für die Moral."

Es war ein schwieriges Rennen nach einem schwierigen Wochenende.
Valentino Rossi

10. Valentino Rossi (Yamaha): "Es war ein schwieriges Rennen nach einem schwierigen Wochenende. Ich hatte nie ein gutes Gefühl mit dem Bike und den Reifen. Wir haben versucht, viel daran zu arbeiten, besonders am durchdrehenden Hinterrad und an der Beschleunigung. Aber leider haben wir es für das Rennen noch verschlimmert. Wir wollten es modifizieren, aber das verursachte dann Probleme mit der Front. Am Schluss musste ich langsamer machen, weil ich starke Vibrationen hatte."

11. Scott Redding (Pramac Ducati): "Leider bin ich beim Start nicht gut weggekommen und hatte in den ersten Runden damit zu kämpfen, mit dem Hinterreifen Grip zu finden. Ich konnte nicht pushen oder mich gegen die Attacken der anderen Piloten wehren. Eine Berührung mit Baz schickte mich weit raus. Ich habe versucht, konzentriert zu bleiben und Boden gutzumachen. Das ist mir gelungen. Insgesamt war es kein schlechtes Rennen, aber es ist auch klar, dass ich besser sein kann."

Scott Redding wurde in Jerez Elfter - Foto: Tobias Linke

12. Hector Barbera (Avintia Ducati): "Wir können sagen, dass wir im Rennen einen Schritt nach vorne gemacht haben. Das Wichtigste an diesem Wochenende ist, dass ich endlich ein Gefühl für das Bike bekommen habe. Ich bekam ein Feedback von der Front, das hat mein Selbstvertrauen gestärkt. Die letzten paar Runden mit Loris haben Spaß gemacht, ich mag es, gegen ihn zu kämpfen."

Um ehrlich zu sein, war ich in den ersten elf Runden ziemlich überrascht, denn das Bike lief gut.
Loris Baz

13. Loris Baz (Avintia Ducati): "Ich hatte einen guten Start und konnte ein paar Positionen gut machen. Danach wollte ich diese Position so lange wie möglich halten. Um ehrlich zu sein, war ich in den ersten elf Runden ziemlich überrascht, denn das Bike lief gut. Aber als dann einige Fahrer gestürzt sind, hatte ich auch ein paar Mal fast die Front verloren. Ich entschied mich dann, dass das Wesentlichste ist, das Rennen zu beenden. In den letzten fünf Runden hatte ich keinen Trick mehr im Ärmel und Scott überholte mich. Danach hatte ich noch einen guten Kampf mit Hector. Einige Aktionen waren eng, aber ich hatte viel Spaß."

14. Bradley Smith (KTM): "Es war ein solides Wochenende für uns. Am Freitag hatten wir einen guten Start, sowohl unter den trockenen, als auch den feuchten Bedingungen. Noch positiver war der Samstag, als wir es mit einer tollen Zeit fast in Q2 geschafft hätten. Das Qualifying war solide, aber das Rennen heute war kompliziert, den wir sind nie zuvor den harten Vorderreifen bei solchen Temperaturen gefahren. Es ist noch ein Lernzprozess. Aber was für ein Fortschritt im Vergleich zu den drei Rennen zuvor!"

Ich habe das noch nie zuvor gesagt: Diesen Punkt haben wir geholt, weil andere Fahrer gestürzt sind.
Karel Abraham

15. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Wir haben hier in Jerez einen weiteren Punkt geholt, aber ich bin enttäuscht, weil es ein schlechtes Rennen war. Ich habe das noch nie zuvor gesagt: Diesen Punkt haben wir geholt, weil andere Fahrer gestürzt sind. Ich hatte ein paar Probleme mit der Front, aber ich hätte trotzdem etwas mehr pushen sollen."

16. Sam Lowes (Aprilia): "Ich hatte im Training eine gute Pace, konnte diese Leistung im Rennen aber nicht wiederholen. Ich hatte sehr zu kämpfen, denn sowohl vorne als auch hinten fehlte es mir an Grip. Hinten haben wir vielleicht auch die falsche Reifenwahl getroffen."

17. Takuya Tsuda (Suzuki): "Da sich die Streckenbedingungen in jeder Session geändert haben, war es das gesamte Wochenende über schwierig für mich, meinen Fahrstil anzupassen. Die Bedingungen heute waren schlimmer als je zuvor, da die Temperaturen so stark anstiegen. Es fühlte sich an, als würde ich ein komplett anderes Motorrad fahren, wodurch ich nicht zeigen konnte, was ich an diesem Wochenende gelernt habe. Ich dachte, ich wäre schneller und könnte der Gruppe vor mir folgen, habe dann aber gemerkt, dass das Risiko eines Sturzes zu groß gewesen wäre."

Takuya Tsuda kam hinter Sam Lowes ins Ziel - Foto: Suzuki

DNF Andrea Iannone (Suzuki): "Leider konnten wir das Rennen nicht beenden, aber ich bin sehr glücklich über unsere ersten vier Runden. Ich bin traurig über den Sturz, denn wir wollen immer das beste Ergebnis einfahren und das konnten wir heute nicht. Mein Start war gut, ich konnte einige gute Runden fahren, aber als die Reifen anfingen zu rutschen, sowohl vorne, als auch hinten, war die Situation schwierig zu managen."

DNF Tito Rabat (Marc VDS Honda): "Es war etwas seltsam im Rennen. Es war sehr rutschig und ich hatte nicht zu 100 Prozent Vertrauen in den Vorderreifen. Als ich an Bradley Smith vorbei auf Position 13 gefahren war, habe ich die Front blockiert und bin gestürzt. Immerhin war ich mit meinem Speed hier zufrieden."

Ich fühlte mich im Rennen stark und es sah so aus, als könnte ich alles gut kontrollieren, auch die Reifen.
Cal Crutchlow

DNF Cal Crutchlow (LCR Honda): "Ich bin natürlich sehr enttäuscht mit dem heutigen Resultat. Ich fühlte mich im Rennen stark und es sah so aus, als könnte ich alles gut kontrollieren, auch die Reifen. Ich war nahe an Marc und wir hatten eine gute Pace. Aber leider bin ich dann in Kurve elf gefahren, mit gutem Kurvenspeed wie auch in der Runde zuvor, aber als ich das Gas geöffnet habe, bin ich über das Vorderrad gestürzt."

DNF Jack Miller (Marc VDS Honda): "Ich hatte einen guten Start, befand mich dann aber in den Runden drei und vier in einer Gruppe von Fahrern und wurde ein paar Mal fast abgeräumt. Alvaro war spät auf der Bremse, verlor die Front und warf mich auf Top-10-Kurs liegend aus dem Rennen. Das war wirklich schade, aber das Positive ist, dass ich eine großartige Pace hatte."

Jack Miller schied nach Kollision mit Alvaro Bautista aus - Foto: Marc VDS

DNF Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Ich habe versucht, Miller zu überholen und bin innen in der Kurve neben ihn gefahren. Ich habe die Front verloren und bin leider gestürzt. Dabei habe ich ihn mitgerissen. Wenn man von so weit hinten startet, kann sowas passieren. Meine Pace war besser und ich machte Positionen gut. Ich verstehe, dass zu diesem Zeitpunkt die Emotionen hochkochen, aber ein Fahrer, der einen anderen schubst, ist kein gutes Image für den Sport. Dass er mein Bike getreten hat, war noch schlimmer, denn das Bike konnte nichts dafür."

DNF Pol Espargaro (KTM): "Ich habe zu viel versucht! Ich hatte eine gute Chance heute, in die Top 10 zu kommen, aber man muss auch sehen, dass wir müberhaupt die Chance hatten. Hier in Jerez hatten wir die Werkzeuge nach der Arbeit, die das KTM-Werksteam am Motor vollzogen hat. Ich wollte ihnen diese Mühen zurückzahlen und einige Punkte holen, aber ich habe zu viel versucht. Aber das ist Racing."


Weitere Inhalte:
Motorsport-Magazin.com fragt
Wir suchen Mitarbeiter