MotoGP

Amerika GP: Die Stimmen zum Rennen am Circuit of the Americas von Austin

Marc Marquez bleibt der unangefochtene König von Austin, Valentino Rossi übernimmt die WM-Führung. Das sagen die Fahrer zum Amerika GP:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - 1. Marc Marquez (Repsol Honda): "Es war ein schwieriges Rennen. Es sah einfach aus, aber das war es nicht. Am Anfang wollte ich ruhig bleiben. Ich hatte Shattering am Anfang, aber ich wollte mich einfach auf mich konzentrieren, denn ich wusste, dass die anderen herankommen würden. Ich freue mich sehr. Nach Argentinien ist das ein tolles Ergebnis. Die Saison ist lang und gemeinsam mit dem Team machen wir Schritte vorwärts."

2. Valentino Rossi (Yamaha): "Es war ein schwieriges Rennen, aber ich konnte mit den Hondas mithalten. Manchmal habe ich etwas verloren, aber ich konnte dranbleiben, weil ich ein paar Punkte auf der Strecke hatte, an denen ich stark war. Marquez war zu stark, aber ich wusste, dass Dani denselben Reifen hatte wie ich. Ich wusste, dass er komplett runter sein wurde. Deshalb habe ich angegriffen. Wir haben eine Menge Punkte. Und es ist mein bestes Ergebnis in Austin bisher."

3. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Ich freue mich, denn ich habe geführt und bin gut gestartet. Ich bin zufrieden, nur am Ende als ich Zweiter war, wollte ich den Platz halten. Aber der Reifen war auf der rechten Seite komplett runter und ich wäre in den Rechtskurven fast gestürzt. Ich habe das letzte Rennen nicht beendet, deshalb wollte ich dieses beenden. Hoffentlich machen wir im nächsten Rennen so weiter."

Dani Pedrosa führte das Rennen in der Startphase an - Foto: Repsol

4. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Ich bin enttäuscht, dass wir es nicht auf das Podium geschafft haben, denn wir waren nahe dran. Aber ich habe einfach zu lange gebraucht, um Zarco zu überholen. Dann bin ich auch noch etwas weit gegangen und habe Zeit verloren. Im Rennen habe ich mich wohl gefühlt und konnte auch am Ende noch pushen. Ich hätte gern noch ein Podium mitgenommen, aber Platz drei aus Argentinien und vier aus Texas ist gut aus den Übersee-Rennen."

5. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Das Qualifying lief gut, deshalb wollte ich die Chance nutzen, mit den Top-Bikes vorne zu fahren. Nach dem Sturz von Vinales hatte ich Platz 4 inne und konnte mich an Rossi hängen. Dann habe ich die Entscheidung getroffen, gegen ihn reinzuhalten. Er hat einen kleinen Fehler gemacht, den ich nutzen wollte. Leider sind wir nicht beide nebeneinander durch die Kurve gekommen."

6. Andrea Dovizioso (Ducati): "Das war ein schwieriges Wochenende und auch im Rennen hatten wir nie die erhoffte Pace. Das ist schade, denn ich hätte mir mehr erwartet, aber das Ergebnis zeigt uns leider, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben, wollen wir bestimmte Grenzbereiche des Motorrads verbessern und auf jeder Strecke mit unseren Gegnern ganz oben mithalten."

7. Andrea Iannone (Suzuki): "Ich bin zufrieden, denn ich habe endlich ein gutes Gefühl für mein Bike. Mit dem ersten Teil des Rennens bin ich aber nicht zufrieden. Ich habe in den ersten fünf Runden zuviel Zeit verloren, das musste ich dann wieder herausarbeiten. Danach hatte ich eine gute Pace, hatte aber schon sechs oder sieben Sekunden verloren. Es war schwer, mehr aufzuholen als ich dann letztendlich geschafft habe. Aber an diesem Wochenende und vor allem heute Morgen haben wir viel gelernt."

In Austin gab es die ersten Saisonpunkte für Andrea Iannone - Foto: Suzuki

8. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Mit dem heutigen Rennen bin ich sehr zufrieden. Am Samstag hatten wir noch große Probleme, weil ich einfach kein Gefühl für das Vorderrad bekommen habe. Wir haben dann aber die Daten intensiv studiert und das hat sich zusammen mit der Wahl des harten Hinterreifens ausgezahlt. Alle Entscheidungen waren richtig. Deshalb möchte ich meinem gesamten Team danken. Das ist ein großartiges Resultat für uns."

9. Jorge Lorenzo (Ducati): "Das Rennen lief besser als gedacht, sieht man sich meine Pace aus dem Qualifying an. Sicherlich können wir mit der Position nicht zufrieden sein, aber in Sachen Gefühl und Pace haben wir in diesem Rennen einen kleinen Schritt nach vorn gemacht. Es lief mehr oder weniger wie erwartet, bis mein Vorderreifen anfing zu körnen und ich den Kontakt zu Dovizioso verloren habe. Ohne dieses Problem hätte ich das Rennen wohl direkt hinter ihm beenden können."

10. Jack Miller (Marc VDS Honda): "Ich hatte von Anfang an guten Speed, aber es ist hier so schwer zu überholen. Ich habe viel Zeit in den langsamen Kurven verloren und es ist nicht einfach, dass in den Bremszonen wieder aufzuholen. Alles, was ich tun konnte, ist warten und hoffen, das Lorenzo einen Fehler macht. Gegen Rennende habe ich das Gefühl für die Front ein bisschen verloren. Es ist ein weiteres solides Ergebnis. Ich habe mit einem Top-10-Ergebnis ein paar Punkte gesammelt und viel gelernt."

11. Jonas Folger (Tech3 Yamaha): "Es war ein schweres Rennen. Ich habe mein Bestes gegeben, aber ich bin ein bisschen enttäuscht, wenn ich ehrlich bin. Es gibt aber trotzdem Positives, wir waren nur 18 Sekunden hinter der Spitze und nur sechs Sekunden hinter Dovizioso, der Sechster geworden ist. Das ist gut. Ich habe im Rennen ein paar Fehler gemacht, vor allem als das Bike durch weniger Sprit leichter wurde. Ich konnte mich nicht so gut wie letztes Mal an das Rennen anpassen und habe dadurch ein paar Positionen verloren. Jetzt müssen wir alles analysieren und nach vorn schauen. Wir haben an diesem Wochenende viel gelernt, aber wir konnten das Bike in den Training besser anpassen und stärker kämpfen. Ich hab ein allen drei Rennen Punkte gesammelt, das ist zufriedenstellend, aber wenn man erstmal eine bestimmte Position erreicht hat, steckt man sich seine Ziele höher und will einen Schritt nach vorn machen. Ich weiß, dass wir schaffen können. Wir hätten Sechster werden können, wenn wir im Training effizienter gearbeitet hätten. Ich werde mich jetzt trotzdem auf Jerez konzentrieren, wo ich sicher besser abschneiden kann."

Im dritten Rennen erstmals außerhalb der Top-Ten: Jonas Folger - Foto: Tech 3

12. Scott Redding (Pramac Ducati): "Das war ein hartes Rennen. Wir haben uns für den harten Reifen entschieden aber ich hatte damit nie ein gutes Gefühl. Von den ersten Runden an war ich nicht konkurrenzfähig. Am Kurvenausgang hatte ich keine Traktion, also musste ich extrem harte bremsen und habe dabei wohl den Vorderreifen etwas zu sehr beansprucht. Vielleicht hätte ich den Medium wählen sollen, aber jetzt ist es zu spät."

13. Tito Rabat (Marc VDS Honda): "Ich freue mich sehr über dieses Ergebnis, denn heute haben wir eine Menge Dinge dadurch verstanden, dass wir am Anfang etwas langsamer gemacht haben und am Ende des Rennens schneller geworden sind. Und unter den normalen Bedingungen von heute war ich dichter an den Jungs an der Spitze dran. Das ist gut für mein Selbstbewusst sein. In den ersten drei Rennen der Saison Punkte zu sammeln ist ein sehr guter Start und eine zusätzliche Motivation für das nächste Rennen zu Hause in Jerez."

14. Hector Barbera (Avintia Ducati): "Es war ein eigenartiges Rennen, denn das Ergebnis ist nicht gut, obwohl ich meinen Fahrstil mit diesem Motorrad verbessert habe. An diesem Wochenende haben wir erstmals in dieser Saison nichts am Setup verändert, nur ich habe mich angepasst. In den letzten fünf Runden hatte ich leider Probleme mit Armpump, weil diese Strecke einfach sehr anspruchsvoll ist. Durch die vielen Wellen in diesem Jahr noch viel mehr."

15. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Ich weiß nicht, warum ich gestürzt bin. Ich war auf derselben Linie wie vorher auch. Es ist schade, denn es war auch vorher kein gutes Wochenende für uns, aber mit der Pace aus dem Rennen hätten wir um die Top-10 kämpfen können. Jetzt müssen wir für Jerez unser Gefühl zurückkriegen und vor den heimischen Fans konkurrenzfähig sein können, wie schon in den Rennen zuvor."

16. Bradley Smith (KTM): "Es war schwierig, heute zu entschieden, mit welchem Reifen wir fahren sollten. Die Sonne kam raus, aber ich hatte meine Zweifel, ob der weiche Reifen wirklich funktionieren würde. Aber die meiste Arbeiten haben wir auf diesem Reifen erledigt. Der harte Reifen war in Ordnung, wenn er Grip hatte. Wenn der langsam wegging hatten wir Probleme. Als ich gesehen habe, dass aus Pols Bike Rauch aufstieg, war ich ein bisschen nervös. Aber ich habe mir dann gesagt, dass ich einfach so gut wie möglich auf das Bike und die Reifen achten muss und habe dann gepusht."

Bradley Smith verpasste die Punkte für KTM knapp - Foto: KTM

17. Aleix Espargaro (Aprilia): "Von der ersten Runde an hatte ich ein schlechtes Gefühl für die Reifen. Ich habe sie immer wieder verloren. Ich dachte, dass es am vollen Tank liegen würde, aber alles wurde Runde für Runde schlimmer. Irgendwann bin ich nicht mehr gefahren, sondern habe nur noch versucht, nicht zu stürzen. In die Box zu kommen ist immer mein letzter Gedanke. Es wirkt, als hätte ich keinen Respekt für die Arbeit meines Teams, aber heute hatte ich keine Wahl. Dann bin ich mit einem neuen Reifen ins Rennen gegangen und ich konnte ohne zu pushen meine eigene Pace fahren. Jetzt will ich dieses Wochenende schnell vergessen."

DNF Sam Lowes (Aprilia): "Ich glaube, dass das heute der langsamste Sturz meiner Karriere war. Um ehrlich zu sein, war es ein seltsames Wochenende für uns. Sogar im Rennen war der harten Reifen vom Gefühl her für die linke Seite perfekt, während ich auf der Rechten nicht fahren konnte. Die Pace war wie erwartet. Ich konnte mit der Gruppe mithalten, die um Punkte gekämpft hat und trotz eines Fehlers zu Rennbeginn konnte ich die Lücke schließen. Sogar an einem Wochenende wie diesem konnten wir ein paar Schritte nach vorn machen."

DNF Pol Espargaro (KTM): "In der zweiten Runde habe ich gemerkt, dass ich ein Problem mit der Kupplung habe. Ich war auf den Geraden nicht schnell genug und in einigen Kurven hat die Front stark gewackelt. Das Problem mit der Kupplung hat sich an der Front gezeigt. Wir hatten heute einfach Pech. Vielleicht hätten wir einen Punkt holen können, das wäre nach dem Crash nicht unmöglich gewesen."

DNF Loris Baz (Avintia Ducati): "Es ist sehr schade, dass ich gestürzt bin, denn obwohl ich nicht auf meinem besten Level gefahren bin konnte ich in der Gruppe mithalten. Als ich dann versucht habe, Redding einzuholen, gab es in der Haarnadel irgendein Problem mit dem Getriebe. Das Motorrad hat sich angefühlt, als wäre es im Leerlauf und ich bin von der Strecke abgekommen. Dann bin ich zurückgekommen und habe wohl zu viel gespusht. Zwei oder drei Kurven später bin ich gestürzt und heute konnte ich das Bike leider nicht mehr abfangen."

DNF Maverick Vinales (Yamaha): "Es war ein seltsamer Crash. Ich habe alles genauso gemacht wie im Warm-Up und am ganzen Wochenende, aber ich bin gestürzt. Ich denke, dass wir Probleme mit dem Vorderreifen hatten, aber wir wissen trotzdem, das wir stark sind und den nötigen Speed haben. Wir werden wieder stark sein, also werde ich diesen Crash einfach vergessen und nach Jerez noch schneller, stärker und konstanter kommen, als ich es hier schon war."

DNF Karel Abraham (Aspar Ducati): "Es war ein schneller Crash. Ich habe die Reifenmauer getroffen, aber mir geht es gut. Ich bin aufgestanden und habe nach meinem Bike Ausschau gehalten, aber es war überall und nirgends. Es muss in Millionen Teile zerbrochen sein. Dieses Wochenende lief wirklich schlecht für mich."


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