MotoGP

Katar-GP: Die Stimmen zum Training am Freitag

Zehn der zwölf Plätze in den ersten Startreihen sind schon vergeben. Das hatten die MotoGP-Fahrer nach dem Training zu sagen:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - Maverick Vinales (1., Yamaha): "Wir haben heute versucht, uns auf die Pace zu konzentrieren. Dafür, dass die Streckenbedingungen nicht perfekt waren, lief es gut. Wir sind viele 1:55er Runden gefahren, in den mittleren und hohen Zeiten, während alle anderen Fahrer noch 1:56 gefahren sind. Wir wollen uns aber immer noch verbessern, ein bisschen konstanter in den Rundenzeiten sein und den Reifen ein bisschen länger haltbar machen. Das war heute nämlich ein Desaster, es gab keinen Grip auf der Strecke. Ich denke, es lag am Regen. Weder die Moto3, noch die Moto2, noch wir haben unsere Rundenzeiten verbessern können."

Andrea Iannone (2., Suzuki): "Wir hatten bisher größere Probleme als die Verkleidung. Zwar haben wir beide benutzt, uns aber noch nicht für eine entschieden. Vor der letzten Session hatten wir vorne zu viele Probleme, auch gestern. Morgen gehen wir zur alten Lösung zurück und wollen so ein bisschen das Gefühl zurückholen. Runde für Runde habe ich etwas mehr gepusht, und so habe ich mich stark verbessert. Ich weiß aber nicht, ob das schon unser Limit ist. Wir versuchen, uns stets zu verbessern und das Limit ist immer ein bisschen höher."

Marc Marquez (3., Repsol Honda): "Es sieht so aus, als wäre Maverick uns einen Schritt voraus. Die Pole Position ist zwar möglich, aber es wird sehr schwierig. Unser Rhythmus ist nicht zu schlecht um es auf das Podium zu schaffen, aber im Hinblick auf den Sieg sieht es nicht gut aus. Wir müssen auf diesem Kurs realistisch bleiben: Unser Ziel muss daher das Podest sein."

Johann Zarco (4., Tech3 Yamaha): "Ich bin mit unserer Leistung sehr zufrieden. Direkt in QP2 vorzustoßen, ist aus mehreren Gründen wichtig, aber auch, weil wir Reifen sparen können. Um ganz ehrlich zu sein, war ich am ersten Tag aufgrund der Streckenbedingungen nicht ganz zuversichtlich, auch wenn meine Position positiv war. Mein Selbstvertrauen hat sich aber gesteigert und ich hatte das Glück, dass ich Maverick in der letzten Session folgen konnte, als ich auf weichen Reifen unterwegs war. Ich habe viel von ihm gelernt und meine Rundenzeit verbessert."

Andrea Dovizioso (5., Ducati): "Auch wenn die Bedingungen heute nicht die Besten waren, konnten wir gut arbeiten und ein Setting für das Rennen finden. Es ist nicht einfach, ein Setting zu erarbeiten, das auf wenig Grip ausgelegt ist. Jetzt müssen wir noch herausfinden, ob wir den Medium-Hinterreifen im Rennen benutzen können. Wenn die Strecke morgen trocken bleibt, nehmen wir wahrscheinlich wieder den weichen.

Scott Redding musste seine Verkleidung mit der Hand festhalten - Foto: Tobias Linke

Scott Redding (6., Pramac Ducati): "Was den Unfall angeht: Ich habe versucht, mich zu verbessern und ich wusste, dass ich das nur erreiche, wenn ich in Kurve zwei härter pushe. Aber ich bin gestürzt. Zum Glück war es ein Sturz ohne bestimmte Konsequenzen. Darüber bin ich ebenso froh wie über meinen wertvollen Einzug in Q2."

Dani Pedrosa (7., Repsol Honda): "In der ersten Session haben wir ein bisschen am Setup herumgespielt, um unser Gefühl zu verbessern. Der Tag war aber nicht der Beste, um Feedback zu kriegen, denn er hat geregnet und der Sand hat die Strecke sehr dreckig gemacht. Es gab fast keinen Grip, vor allem während der früheren Sessions. Am Ende haben wir uns dafür entschieden, das Setup nicht groß zu ändern und darauf zu warten, dass sich die Strecke im FP3 verbessert. Dort haben wir in Richtung Rennen gearbeitet. Morgen werden wir sehen, was das Wetter bereithält.

Jonas Folger (8., Tech3 Yamaha): "Ich bin mit dem ganzen Tag sehr zufrieden. Ich hatte nur einen kleinen Fehler - und das war der Crash. Es war aber nur ein kleiner Crash. Ich habe etwas zu stark ans Limit gepusht auf gebrauchten Reifen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir auch ein anderes Mapping drin, das leider zu aggressiv war. Ich gehe ohne Erwartungen in das Qualifying und versuche einfach, meine Bestzeit von heute zu toppen. Wenn es mir gelingt, alle persönlichen Sektorbestzeiten in einer Runde zu vereinen, schaut es gut aus."

Cal Crutchlow (9., LCR Honda): "Ich bin am Ende der Session gestürzt und absolut in Rage deswegen. Zuallererst, weil ich auf meiner schnellen Runde von Fahrern aufgehalten wurde, die versuchten, anderen zu folgen. Das passierte noch einmal eine Runde bevor ich gestürzt bin, was bedeutete, dass ich ausrollen musste und meine Reifen sofort kalt waren. Die Honda ist im Moment schwierig zu fahren, aber wir machen uns an die Arbeit."

Valentino Rossi (10., Yamaha): "Ich blicke mit gemischten Gefühlen auf diesen Tag. Im FP2 lief es nicht so schlecht, aber im FP3 haben wir ein paar gravierende Veränderungen ausprobiert. Aber da hatten wir dann kaum Grip und die Bedingungen waren auch schlechter. Am Ende mit dem weichen Reifen gab es ein Problem mit einem Sensor in der hinteren Aufhängung. Ich musste deshalb wieder an die Box zurückgehen und auf eine Aufhängung mit einem anderen Setting wechseln. Das war nicht fantastisch und ich hatte nur eine fliegende Runde übrig, daher konnte ich meine Zeit nicht mehr verbessern. Zum Glück hat es trotzdem für Q2 gereicht."

Valentino Rossi schaffte es gerade eben so in die Top-10 - Foto: Tobias Linke

Danilo Petrucci (11., Pramac Ducati): "Ich kann nicht zufrieden sein. Im zweiten Training hatte ich sehr zu kämpfen. Wir arbeiteten hart an einem Setup für das dritte Training, aber wir haben keine idealen Bedingungen gefunden. Der Sturz am Anfang der Session hat außerdem unsere Arbeit verlangsamt."

Jorge Lorenzo (12., Ducati): "Wenn man unsere Zeiten mit gestern vergleicht, könnte man immer noch enttäuscht sein, aber ich finde, dass wir besser sind. Gestern waren wir nur auf sauberer Strecke und auf ein oder zwei Runden konkurrenzfähig, aber heute ist die Strecke viel schmutziger gewesen. Davon ab liegt sie der Ducati auch nicht besonders, weil sie nicht viel Grip bietet. Wir waren heute ziemlich konstant, mehr als gestern. Das ist ein gutes Zeichen. Mit dem neuen Setting fühle ich mich besser, ich werde weniger schnell müde und ich kann meine Pace konstant halten. Wir verlieren hier und da vielleicht immer noch, aber grundsätzlich ist es eine große Verbesserung. Morgen werden wir das Setting nochmal verändern, um in den Problemregionen von heute nicht wieder Zeit zu verlieren. Gleichzeitig wollen wir aber auch die Verbesserungen von heute behalten."

Alvaro Bautista (13., Aspar Ducati): "Wir hatten etwas mit dem Bike zu kämpfen und es gelang mir nicht, am Kurveneingang, am Scheitelpunkt oder bei der Ausfahrt ein gutes Gefühl zu bekommen. Ich habe das Gefühl, dass mir im Vergleich zu den Testfahrten Grip fehlt. Nach der zweiten Session war ich in einer Position, mit der ich in Q2 eingezogen wäre. Aber das dritte Training lief nicht so gut."

Loris Baz (14., Avintia Ducati): "Meine Rundenzeiten mit Rennreifen sind ziemlich gut. Ich kann nicht wie bei den Testfahrten den weichen Vorderreifen nutzen und das hat es etwas kompliziert gemacht, denn wir mussten das Bike an den harten Reifen anpassen. Am Ende des dritten Trainings habe ich versucht, härter zu pushen, um meine Rundenzeit vom Donnerstag zu verbessern. Das Bike schüttelte sich aber heftig und das Airbag-System meiner Lederkombi löste aus. Deswegen konnte ich die Runde nicht zu Ende fahren."

Aleix Espargaro (15., Aprilia): "Ich bin mit meiner Rennpace und den Einstellungen an meinem Bike ziemlich zufrieden. Im Vergleich zur ersten Session haben wir klare Fortschritte gemacht. Wir haben vor allem an der Front gearbeitet, mit der ich mich im zweiten Training nicht sehr wohl gefühlt habe. Im dritten Training konnte ich dann viel besser fahren."

Aleix Espargaro hat es auf der Aprilia nicht einfach - Foto: Aprilia

Jack Miller (16., Marc VDS Honda): "Der Grip war das Hauptproblem des ganzen Wochenendes, aber ich glaube nicht, dass meine Zeit aus dem Training mein Gefühl auf dem Bike widerspiegelt. Ich habe das Gefühl, als hätten wir viel mehr Speed als wir gezeigt haben. Ich war sicher, dass ich mich im FP3 noch verbessern könnte, aber als ich mit einem neuen, weichen Reifen auf die Strecke gegangen bin, hat der Wind stark zugenommen. Das Bike zu steuern wurde viel schwerer und es war nicht ideal, um Rundenzeiten zu fahren."

Karel Abraham (17., Aspar Ducati): "Ich denke nicht, dass es ein schlechter Tag war, auch wenn nicht alles 100 Prozent gut lief. Wir hatten ein paar Probleme mit der Front und das Hinterrad rutscht in manchen Kurven seit gestern. Ich habe kaum Gefühl für die Front, ich spüre nicht, ob ich am Limit bin. Wir waren immer in den Top-15 und haben gute Runden gesetzt. Wenn es morgen nicht regnet, werden wir einige Modifikationen ausprobieren."

Alex Rins (18., Suzuki): "Am Ende sieht es so aus, als hätten wir mehr Probleme als erwartet dabei, die Pace zu finden. Jedes Mal, wenn ich auf die Strecke gehe, gebe ich 100 Prozent, aber ich habe das Gefühl, als könnte ich das Potenzial von Reifen und Bike noch nicht nutzen. Aber wir sind ja hier um zu lernen und wir machen kleine Schritte.

Tito Rabat (19., Marc VDS Honda): "Ich fühle mich gut auf dem Bike, aber das Problem ist, dass in der zweiten Session Visiere beschlagen sind. Dann sieht man Crashs und man wird automatisch ruhiger. Ich habe das Gefühl, als würden wir gut vorankommen, aber wir müssen uns noch weiter verbessern. Wenn wir mehr Pace in Kurve 12, 13 und 14 finden, können wir ein gutes Rennen fahren."

Hector Barbera (20., Avintia Ducati): "Es war ein schwieriger Tag, da die Dinge schlechter liefen als erwartet. Vielleicht sind wir hinter den anderen zurück, weil wir nicht so viel getestet haben. Ich fühle mich auf dem Bike einfach nicht wohl und ich habe in jeder Kurve zu kämpfen. Deswegen liegen wir mehr als zwei Sekunden zurück. Ich denke auch immer wieder an mein Schlüsselbein - vielleicht bin ich wegen der Verletzung zu vorsichtig."

Sam Lowes (21., Aprilia): "Wir haben verschiedene Lösungen probiert. Vor allem haben wir versucht, die Reaktionen des Vorderreifens bei verschiedenen Belastungen zu verstehen, um herauszufinden, in welche Richtung wir gehen sollen. Um ehrlich zu sein, ist es mir lieber, im Training ein paar Runden mit Checks und Experimenten zu verbringen, aber dann am Sonntag ein gutes Setup zu haben - und das ist uns gelungen."

Pol Espargaro (22., KTM): "Die Vorbereitung für das FP3 jetzt ist ein bisschen anders als im letzten Jahr. In unserer Situation hatten wir keine Chance, direkt ins Q2 zu kommen. Wir können das FP3 also nur zum Arbeiten verwenden. Unsere schnelle Rundenzeit haben wir am Vormittag gesetzt. Es ist gut, dass wir jetzt keinen Druck spüren, aber der wird morgen im Qualifying kommen. Aber wir verbessern uns und haben ein paar Ideen, was wir morgen besser machen können."

Bradley Smith (23., KTM): "Wir hatten heute mehr Zeit, um an unserem Basis-Setting zu arbeiten. Wir müssen jetzt rausfinden, wo wir noch Probleme haben, welchen Reifen wir im Rennen verwenden müssen und solche Dinge. Ich habe beide Möglichkeiten ausprobiert, um herauszufinden, wo wir stehen. Normalerweise geht man nicht so aggressiv ins FP3 wie wir heute, sondern hält sich für das Qualifying zurück. Aber heute hatten wir zwei Bikes zu testen. Heute Morgen haben wir einige Dinge in Sachen Grip und Chassis gefunden, hoffentlich können wir davon morgen profitieren."


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