MotoGP

Jonas Folger bleibt beim Debüt stark: Kampf um die ersten vier Reihen

Ein Platz in den ersten vier Startreihen ist Jonas Folger schon jetzt sicher. Das sagt der Rookie zu seiner guten Leistung in Katar:
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Jonas Folger hat bei seinem MotoGP-Debüt etwas geschafft, dass Stefan Bradl in den vergangenen zwei Jahren nur ein einziges Mal gelang: den direkten Einzug in das Q2 des Qualifyings. Als Gesamtachter nach den drei Trainings hat Folger beim Katar-GP somit einen Startplatz in den ersten vier Reihen schon jetzt sicher.

Ein beinahe reibungsloser MotoGP-Einstand ist damit um ein Kapitel reicher. "Ich weiß auch nicht, wieso ich mich so schnell anpassen kann. Dieses Motorrad ist einfach sehr flüssig zu fahren und das hilft mir sehr. In der Moto2 hatte ich vor allem auf der Bremse Probleme, aber jetzt habe ich ein Bike, dass sich genau dort sehr stabil verhält", sucht Folger nach einer Erklärung.

Überblick: Der MotoGP TV Guide 2017: (02:47 Min.)

Starkes zweites Training

Den Grundstein für seinen Direkteinzug in das Q2 legte Folger schon im zweiten Training. 1:55,208 schrieb der Deutsche als Bestzeit in der Session an und musste sich nur Scott Redding und Andrea Dovizioso geschlagen geben. Ein Achtungserfolg, der ihn letztlich ohne eine Verbesserung der Zeit im dritten Training direkt in die ersten vier Startreihen spülte.

Zu diesem Zeitpunkt hatten wir auch ein anderes Mapping drin, das leider zu aggressiv war.
Folger über seinen Sturz

"Ich bin mit dem ganzen Tag sehr zufrieden. Ich hatte nur einen kleinen Fehler - und das war der Crash", lautete Folgers Fazit. Im dritten Training war der Rookie, wie viele andere Kollegen, mit seiner Yamaha kurz zu Boden gegangen. "Es war aber nur ein kleiner Crash. Ich habe etwas zu stark ans Limit gepusht auf gebrauchten Reifen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir auch ein anderes Mapping drin, das leider zu aggressiv war."

Zwei Sätze Reifen für das Qualifying

Diese Variante wurde bei Tech3 allerdings ad acta gelegt und somit geht Folger mit einer soliden Basis in sein erstes MotoGP-Qualifying. Eine Prognose traut er sich aber nicht zu: "Ich gehe ohne Erwartungen rein und versuche einfach, meine Bestzeit von heute zu toppen. Wenn es mir gelingt, alle persönlichen Sektorbestzeiten in einer Runde zu vereinen, schaut es gut aus."

Genug Material hat Folger für den Samstag noch zur Verfügung. Im 15-minütigen Showdown um die Pole Position stehen ihm zwei Reifensätze zur Verfügung. "Und ich bin ein Fahrer, der neue Reifen liebt und normalerweise vom zusätzlichen Grip profitiert."

Der zweite Qualifying-Abschnitt und somit der Kampf um die Pole Position startet am Samstag um 19 Uhr - mit Jonas Folger.


Motorsport-Magazin.com fragt
Wir suchen Mitarbeiter