MotoGP

Sepang-Test: Folger macht ersten Schwachpunkt an seiner Tech3-Yamaha aus

Rookie Jonas Folger mischt beim Sepang-Test die Spitzengruppe der MotoGP auf. Doch jetzt geht es ans Eingemachte: Folger ortet die erste Schwachstelle.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Der Einstand in das neue MotoGP-Jahr ist Jonas Folger gelungen. Der Deutsche war schnell unterwegs und präsentierte sich fehlerfrei. Am Ende stand bei ihm eine Bestzeit von 2:00.643 und Platz sieben zu Buche. Folger war damit zweitbester Yamaha-Pilot am ersten Tag - noch vor Valentino Rossi, der sich direkt hinter dem Deutschen einreihte. Folgers erster Tag im neuen Jahr auf der Tech3-Yamaha in der Übersicht:

Ich bin heute nicht so viele Runden gefahren, denn wir haben uns auf kurze Turns konzentriert.
Jonas Folger

Die Rundenbilanz: Insgesamt 41 Runden drehte Folger am Montag in Sepang. Damit reiht er sich in der Kilometer-Bilanz der Königsklasse im hinteren Mittelfeld ein. Nur acht Fahrer (Stoner, Dovizioso, Rossi, Barbera, Petrucci, Aleix Espargaro, Kohta Nozane und Rabat) haben noch weniger Runden als der deutsche Rookie abgespult. "Ich bin heute nicht so viele Runden gefahren, denn wir haben uns auf kurze Turns konzentriert. Renndistanz machen wir am letzten Tag dann", erklärt Folger den Grund für seine vergleichsweise wenigen Runden. Die Kilometer-Könige waren am Montag Suzuki-Tester Takuya Tsuda sowie Folgers Teamkollege Johann Zarco.

Die Zeitenbilanz: Bereits an seinem ersten Tag auf einem MotoGP-Bike drang Jonas Folger in den Bereich von 2:00 Minuten vor. Freilich fehlt es dem Deutschen allerdings noch an Erfahrung und Konstanz. Neben seinem Bestwert von 2:00.643 konnte Folger lediglich fünf weitere Zeiten setzen, die im Bereich von einer Sekunde zur eigenen Bestzeit liegen. Doch der Rückstand auf die absolute Bestzeit liest sich erfreulich: 0,962 Sekunden fehlen Folger gerade einmal. Zur besten Yamaha hält sich der Rückstand in noch engeren Grenzen: 0,515 Sekunden war Maverick Vinales schneller als Folger.

Wenn ich die Zeit von heute fahre, habe ich meine typischen Probleme auf der Bremse.
Jonas Folger

Die Schwachstelle von Folger: Den größten Spielraum für Verbesserungen sieht Folger nach dem ersten Testtag 2017 auf der Bremse. Hier muss sich der Deutsche nicht nur beim Fahrstil, sondern auch beim Setup umstellen, um zur Konkurrenz aufzuschließen: "Es gibt von der Zeit her einen gewissen Punkt, an dem ich hängen bleibe. Die Zeit von heute ist so der Punkt. Wenn ich diese Zeit fahre, habe ich meine typischen Probleme auf der Bremse. Das sieht man auch an den Daten, dass ich anstehe auf der Bremse. Das Problem muss ich fahrerisch und über die Abstimmung beheben und dort Zeit gutmachen."

Der Rookie-Vergleich: Wie schon an beiden Testtagen in Valencia, so entschied auch am ersten Sepang-Tag Jonas Folger den Kampf der Rookies für sich. Folgers erster Verfolger ist Teamkollege Johann Zarco, doch dem zweimaligen Moto2-Champion fehlen als 14. bereits knappe sechs Zehntel oder umgerechnet sieben Plätze auf Folger. Suzuki-Pilot Alex Rins, dessen Vorbereitung über den Winter durch die Verletzung aus Valencia beeinträchtigt war, landete als 20. noch sechs Positionen weiter hinten als Zarco. Sam Lowes kam mit seiner Aprilia auf Rang 26.


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