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MotoGP

1,2 Sekunden fehlen auf Marquez - Bradl bei Test-Auftakt in den Top-10

Stefan Bradl erwischte in Sepang einen Auftakt nach Maß. Der Deutsche kam mit seiner Yamaha schnell auf Touren und ließ einige Werksfahrer hinter sich.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Stefan Bradl ist gut in die Saison 2015 gestartet. Am ersten Testtag in Sepang absolvierte der Deutsche mit seiner Forward-Yamaha 58 Runden ohne störende Zwischenfälle. Gegen Ende der Session fuhr Bradl konstante Zeiten im Bereich hoher 2:02 und niedriger 2:03. In seiner 50. Runde schrieb er mit 2:01.556 seine persönliche Bestzeit an, die ihm Rang acht im Tagesklassement einbrachte. Auf Weltmeister Marc Marquez fehlten 1,294 Sekunden, doch Bradl konnte viele Factory-Bikes hinter sich lassen.

Die Rundenzeit ist gut und ein Platz innerhalb der Top-10 ist sicherlich ein guter Start für uns.
Stefan Bradl

"Das war ein sehr positiver erster Tag", zog der Deutsche ein zufriedenes Resümee. "Die Rundenzeit ist gut und ein Platz innerhalb der Top-10 ist sicherlich ein guter Start für uns." Eigentlich wollte Bradl, der die Werks-Yamaha aus dem Vorjahr mit Einheitselektronik fährt, sich am ersten Tag zunächst einmal an das Motorrad gewöhnen, doch in den Nachmittagsstunden war das Bike bereits so gut abgestimmt, dass er in den Top-10 mitmischen konnte.

Schnellster auf Open-Motorrad

"Das Gefühl ist schon jetzt sehr gut, aber ich muss noch etwas Vertrauen in die Magneti-Marelli-Software aufbauen", so Bradl. Innerhalb der Open-Kategorie reichte es für den Forward-Neuzugang klar für die schnellste Rundenzeit. Erster Verfolger unter allen Fahrern mit Magneti-Marelli-Elektronik war Nicky Hayden, der auf seiner Honda fast eine Sekunde auf Bradl einbüßte.

Auch Teamkollege Loris Baz war deutlich langsamer als der Deutsche. Der Franzose absolvierte mit 66 zwar mehr Runden, war in seinem schnellsten Umlauf aber um 2.6 Sekunden langsamer als Bradl. "Jetzt liegen noch zwei Testtage voller Arbeit vor uns, doch ich bin sicher, dass wir hier gute Einstellungen finden und ich beim ersten Rennen voll angreifen kann", sagte Bradl abschließend.


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