Andrea Iannone begann das Tschechien-Wochenende der MotoGP in Brünn alles andere als topfit. Er begab sich am Vormittag in das Medical Center, wo ihm Schmerzmittel injiziert wurden. "Meine Schulter schmerzt sehr. Das Streckenlayout hat damit eine Menge zu tun, denn ist gibt viele schnelle Kurven, in denen ich wirklich kämpfen muss um auf dem Bike zu bleiben", beschrieb er seine gesundheitlichen Probleme. Dennoch schaffte der Italiener im zweiten Training eine Zeit von 1:58.039 Minuten, womit er auf Rang elf landete, nur wenige Zehntel hinter dem schnellsten Ducati-Piloten. Dementsprechend zufrieden war der 24-Jährige: "Es ist heute wirklich nicht schlecht gelaufen. Ich konnte mich am Nachmittag deutlich steigern. Wir haben heute einen guten Job gemacht."

Noch schlimmer als Iannone erwischte es zuletzt Pechvogel Ben Spies, der sich in Indianapolis erneut eine Schulterverletzung zuzog. Für ihn sprang einmal mehr Michele Pirro ein. Der Ducati-Testpilot nutzte die ersten beiden Trainingssessions um sich wieder an die Maschine zu gewöhnen. Schlussendlich kam er auf Position 13. "Am Nachmittag ist es für mich nicht nach Wunsch gelaufen, aber ich habe zumindest wieder meinen Rhythmus und mein Gefühl für das Motorrad gefunden. Es ist schon eine Weile her, seit ich dieses Bike gefahren bin, zuletzt habe ich es in Le Mans pilotiert. Das Motorrad das ich sonst fahre ist zwar nicht schneller, aber besser beim Bremsen und am Kurveneingang. Morgen sollte ich aber stärker und näher an den anderen Ducatis dran sein", meinte Pirro.