Fahren, fahren, fahren, das war die Devise von Alvaro Bautista am Freitag im Motorland Aragon. Am Morgen drehte der Spanier, der aufgrund der Fingerverletzung von Loris Capirossi alleine für Suzuki im Einsatz ist, alle seine Runden mit nur einem Reifensatz und am Nachmittag fuhr er im Regen die ganze Session durch, ohne einmal an der Box zu stoppen. Dadurch konnte er viel über die Strecke lernen und auch die Referenzpunkte finden, die ihm noch fehlten. "[Am Morgen] fühlte ich mich gut auf der Maschine und die Rundenzeiten waren auch recht gut. Ich stoppte in der Mitte der Session und machte mit den gleichen Reifen weiter, aber das Heck war zu weich und ich verlor viel Zeit am Kurvenausgang - dadurch konnte ich die Zeit nicht verbessern", sagte er zu Platz 14 im Trockenen.
Immerhin verstand er dadurch, dass er keine Renndistanz mit dem weicheren Reifen schaffen wird. Als es dann am Nachmittag ins Nasse ging, suchte er aufs Neue das Limit, ging keine Risiken ein und wollte sich Schritt für Schritt verbessern. "Die Rundenzeit war im Vergleich zu den Anderen nicht sehr schnell, aber mein Gefühl war gut. Ich weiß, ich kann die Abstimmung im Nassen und im Trockenen für morgen verbessern und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir ungeachtet des Wetters große Fortschritte machen werden", meinte Bautista.
Gesundheitlich Fortschritte gemacht hat Suzuki Team Manager Paul Denning, der in Aragon nach seinem Motocross-Unfall wieder dabei ist. Auch er hatte Gefallen an der neuen Strecke gefunden und fand sie eines Grand Prix auch für würdig. "Jeder weiß über Loris Bescheid und es ist schade, dass er nicht hier sein kann - vor allem weil es nicht seine Schuld ist. Dafür ist aber Alvaro entschlossen, die Flaggen für Suzuki - und seine heimischen Fans - hoch zu halten. Es war ein solider, wenn auch nicht spektakulärer, Start für ihn heute. Er ist mehr ein Racer als ein Trainings-Fahrer, also haben wir für den Rest des Wochenendes recht große Hoffnungen", sagte Denning.

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