Formel E

Formel E Hongkong: Rosenqvist holt Pole - Abt auf Podestkurs

Felix Rosenqvist driftet in Hongkong zur Pole für das Sonntagsrennen der Formel E. Daniel Abt hat an seinem Geburtstag erneut gute Chancen aufs Podest.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Felix Rosenqvist hat sich in Hongkong die Pole Position für das zweite Rennen der neuen Formel-E-Saison gesichert. Der Teamkollege von Nick Heidfeld setzte sich im Superpole-Qualifying, das die bestplatzierten fünf Fahrer aus der Gruppenphase untereinander ausfahren, durch. Auf seiner schnellen Runde brauchte Rosenqvist inklusive Drift-Einlage 1:02.836 Minuten für seine beste Runde auf dem 1,8 Kilometer langen Stadtkurs im Hafengebiet von Hongkong.

Mitch Evans schnappte sich den zweiten Startplatz für das Sonntagsrennen um 15:00 Uhr Ortszeit (ab 08:00 Uhr deutscher Zeit live bei Eurosport). Der Jaguar-Pilot war in der Superpole als Letzter an der Reihe, konnte Pole-Setter Rosenqvist vom Mahindra-Rennstall aber nicht gefährlich werden mit seiner persönlichen Bestzeit von 1:02.890 Minuten. Nachträglich wurde Evans von der Rennleitung bestraft, weil er die Maximium-Energie von 200 kW überschritten hatte. Dadurch fällt Evans auf den vierten Startplatz zurück.

Quali-Überraschung: Edo Mortara!

Für eine dicke Überraschung sorgte Edoardo Mortara. Der Formel-E-Neueinsteiger erzielte den dritten Platz im Qualifying und rückt wegen Evans' Strafe in die erste Startreihe nach vorne. Der Teamkollege von Maro Engel hatte schon am Samstag im Rennen im mit dem siebten Platz aufhorchen lassen. Sam Bird wurde Vierter im Qualifying. Der Samstagssieger kassiert nach seinem Unfall in der Boxengasse am Samstag noch eine 10-Platz-Strafe für den Sonntagslauf und fällt bis auf den 14. Startplatz zurück.

Wegen Birds Strafversetzung rückt Daniel Abt auf den vierten Startplatz nach vorne. Der Audi-Werksfahrer war schon am Samstag von P4 ins Rennen gegangen, verlor wegen einer Boxenstopp-Panne aber den sicher geglaubten Podestplatz. Was gelingt Abt nun an seinem 25. Geburtstag?

Die Plätze sechs bis zehn komplettierten Jaguar-Pilot Alex Lynn, Antonio Felix da Costa im Andretti-Rennwagen, der Zweitplatzierte des Samstagsrennens Jean-Eric Vergne, Oliver Turvey und FE-Rookie Luca Filippi.

Ernüchterndes Qualifying für Heidfeld und Co.

Für die weiteren Deutschen neben Abt lief das Qualifying eher ernüchternd. Nick Heidfeld kam nach seinem Podestplatz am Samstag nicht über Platz 11 hinaus. Venturi-Pilot Maro Engel, der im ersten Rennen den vierten Platz wegen einer nachträglichen Strafe verloren hatte, qualifizierte sich als 15. Formel-E-Rookie Andre Lotterer musste sich mit P17 begnügen, der Schweizer Neel Jani startet von der vorletzten Position ins zweite Rennen der Saison.

Di Grassi und Buemi straucheln

Für die Champions der vergangenen beiden Jahre lief es einmal mehr nicht rund im Qualifying. Lucas di Grassi musste nach seiner Nullrunde am Samstag schon in der ersten Qualifying-Gruppe starten, die traditionell langsamere Zeiten fährt als die folgenden Piloten. Mit einer 1:03.346 qualifizierte sich der Audi-Pilot für den 12. Startplatz.

Dauerrivale Sebastien Buemi musste in Gruppe 2 ran, verpatzte seine schnelle Runde aber nach einer Berührung mit der Mauer - 1:05.346 für den Renault-Star und damit der letzte Startplatz. "Sebastien führt die Meisterschaft nicht an und ist deshalb nicht der Einzige, den wir im Auge haben müssen", sagte der amtierende FE-Champion di Grassi.

Neue Regeln fürs Qualifying

Zum ersten Mal kommt an diesem Sonntag die neue Qualifying-Regel zum Einsatz. Nachdem in der Vergangenheit die einzelnen Quali-Gruppen per Zufall ausgelost wurden, bestimmt nun die Reihenfolge in der Meisterschaft über die Zusammensetzung. Die Bestplatzierten der Gesamtwertung starten nun in der letzten Gruppe, die wegen der verbesserten Streckenverhältnisse als schnellste gilt. Die Letzten in der Meisterschaft müssen demnach schon in der ersten Qualifying-Gruppe antreten. Die 20 Fahrer werden zu je fünf Piloten in vier Gruppen aufgeteilt.


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