Auch knapp zwei Wochen danach ist Michael Schumachers Last-Minute-Überholmanöver zum Ende des Rennens und der Safety Car Phase in Monaco ein Dauerthema im F1-Fahrerlager. In der Zwischenzeit hat Mercedes GP seine Berufung zurückgezogen und die FIA angekündigt, dass die nicht ganz klaren Regeln für das Rennende hinter dem Safety Car demnächst neu formuliert werden.

Schumacher begrüßt diesen Schritt. "Das ist gut für den Sport und ich bin damit zufrieden", sagte er in Istanbul. Mehr wollte er sich zu der Situation nicht äußern. "Es macht keinen Sinn, zu sehr in der Vergangenheit zu leben." Nur so viel: Das Team habe ihn angewiesen, wenn möglich anzugreifen und genau das habe er getan.

Kubica gibt Rückendeckung

Mit diesem Verständnis war Schumacher nicht allein. Auch Robert Kubica sprach von komplizierten Regeln. "Ich wollte überholen", gestand der Renault-Pilot. Ihn musste das Team nicht dazu anweisen, da er sich vorher schon mit dem Reglement auseinandergesetzt und es so gedeutet hatte, dass er hätte überholen dürfen. "Es ist meine Aufgabe, das Reglement zu lesen", betonte er.

"Wenn das Safety Car rein kommt, wird das Rennen aus meiner Sicht neu gestartet", beschrieb er seine Sicht der Dinge. Die Strecke war aus seiner Perspektive nicht frei, aber die Nachricht mit den grünen Ampeln und Flaggen eindeutig. "Aber es gibt wohl zwei oder drei verschiedene Interpretationen. Es ist eine ziemlich verwirrende Regel." In diesem Punkt, so glaubt Kubica, stimmen alle überein. "Es wäre sehr einfach, zur alten Regel zurückzukehren, nach der man erst ab der Start-/Ziellinie überholen darf."