In Monaco hat die gelb-schwarze Renault-Biene zugestochen, in der Türkei erwartet Robert Kubica sehr viel weniger Beute - schon gar keinen Podestplatz. Der Kurs ähnelt von der Charakteristik mit schnellen Kurven, einer breiten Strecke und wenig Bodenwellen mehr dem Circuit de Catalunya in Barcelona als dem engen, winkligen Kurs im Fürstentum.

"Wir sollten mehr oder weniger zur Performance vor Monaco zurückkehren", sagt Kubica, der keine große Überraschung beim Kräfteverhältnis erwartet. Renault bringt kleinere Veränderungen am Frontflügel mit, aber keine dramatischen Verbesserungen. Entsprechend weiß der Pole, dass es schwierig wird, die Topteams auf normalen Strecken einzuholen. "Denn auch sie arbeiten sehr gut, aber wir kommen voran", meint er.

In Istanbul muss er die Ziele herabsetzen. "Unser Ziel kann nicht mehr die erste Reihe sein. Ich erwarte nicht, um eine so gute Startposition zu kämpfen wie in Monaco." Stattdessen hofft er auf ein ähnliches Level wie in Barcelona. Dort fuhr Kubica im Qualifying auf Platz 7, im Rennen wurde er Achter.

Kampf gegen den F-Kanal

Ein Vorteil für die Konkurrenz könnte der F-Kanal sein. Neben Red Bull und Ferrari treten auch Sauber und Force India damit an. "Bei Sauber haben wir gesehen, dass es einen Vorteil bringt, wenn es funktioniert." Die Schweizer waren mit dem F-Kanal in Barcelona sehr viel konkurrenzfähiger als zuvor in China ohne. "Wir müssen abwarten, wie es bei den anderen Teams aussieht."

Kubica rechnet nicht mit einem weiteren Podestplatz, Foto: Sutton
Kubica rechnet nicht mit einem weiteren Podestplatz, Foto: Sutton

Durch den Podestplatz von Monaco konnte Renault immerhin neue Motivation schöpfen, wobei Kubica betont, dass es daran auch davor nicht gemangelt habe. "Wir sind alle sehr motiviert", sagt er. "Monaco war ein gutes Gefühl, aber wir müssen realistisch bleiben. Es wird sehr schwierig, fast unmöglich, das Ergebnis hier zu wiederholen."

Deshalb müsse Renault weiter pushen und versuchen, das Auto zu verbessern. Dann kann die Biene vielleicht schon in Kanada wieder richtig zustechen. Die Charakteristik des Stop-and-Go-Kurses sollte Renault jedenfalls liegen.