Der Tag begann schlecht für Pedro de la Rosa. Eigentlich sollte er das Training früh aufnehmen, um so viele Daten wie möglich mit den neuen Teilen zu sammeln. Dann versagte sein Getriebe gleich auf der ersten Ausfahrt. "Es ist noch nicht klar, ob es ein Hardware-Problem ist oder am Kontrollsystem liegt", sagte Technikchef James Key.

De la Rosa konnte erst in der zweiten Session wieder ins Auto steigen. Das verlief aus seiner Sicht jedoch gut. "Die Mechaniker haben super gearbeitet, und so konnten wir nach dem Getriebeproblem vom Vormittag aufholen", sagte der Spanier. Auch das geplante Programm konnte er abspulen. "Es war zwar nur ein Training, aber doch genug, um die Windkanaldaten bestätigt zu sehen." Er ist sich sicher: "Mit dem neuen Aero-Paket und dem Heckflügelsystem haben wir einen Schritt nach vorn gemacht."

Gute Aero-Forschritte

Vor allem das Heckflügelsystem habe gut funktioniert, fügte Key hinzu. "Die übrigen neuen Aero-Teile haben keine unliebsamen Überraschungen gebracht, auch damit sind wir also zufrieden", sagte er. "Wir haben nützliche Erkenntnisse bei der Abstimmungsarbeit gewonnen, Daten, die uns das Auto und die Reifen besser verstehen lassen."

Das kam auch Kamui Kobayashi zugute. "An meinem Auto gab es keinerlei Probleme, und ich kann Verbesserungen im Verlauf des Tages feststellen", bilanzierte der Japaner. "Wir haben in den vergangenen drei Wochen auf jeden Fall einen neuen Weg gefunden. Natürlich müssen wir noch an der Abstimmung arbeiten, aber sehe ich kein Problem, das wir nicht lösen könnten." Key ist deshalb zuversichtlich: "Wir haben den erwarteten Schritt nach vorn geschafft. Anscheinend ist das Tempo in Ordnung, respektive auf längere Distanzen."