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Formel 1

Langfristiger Plan - Branson nimmt Red Bull ins Visier

Virgin-Chef Richard Branson möchte Red Bull nacheifern und eines Tages Ferrari und Red Bull hinter sich lassen.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Die großen Schlagzeilen, die der Mutterkonzern normalerweise garantiert, schrieb Virgin Racing noch nicht, jedenfalls nicht sportlich. Stattdessen gab es fliegende Frontflügel, abfallende Räder und mehrere Sekunden Rückstand.

Teambesitzer Richard Branson ist mit dem Debüt seiner Mannschaft zufrieden. "Es war ein sehr, sehr respektabler Start", sagt der Multimilliardär. "Wir waren auf einer sehr langen Strecke rund 1,5 Sekunden zurück - das ist ein klasse Beginn."

Sie sind vor Ferrari gelangt. Hoffentlich kann Virgin eines Tages Red Bull überholen.
Richard Branson

Jetzt müsse sein Baby schnell Laufen lernen. "Für mich ist es viel aufregender, ein Team bei Null zu beginnen, als es für mehrere Jahre zu unterstützen", vergleicht Branson den aktuellen Aufbauprozess mit dem Schnelleinstieg und Megaerfolg bei Brawn GP im letzten Jahr.

"Wir möchten uns nach vorne arbeiten", kündigt er an. Sein Vorbild heißt Red Bull Racing. "Sie sind vor Ferrari gelangt. Hoffentlich kann Virgin eines Tages Red Bull überholen." Den Anfang habe man gemacht. Jetzt müsse man gute Arbeit leisten und abwarten, bis auch alle anderen Teams mit einem Budget von 40 Millionen Pfund zurecht kommen müssen.

"In ein paar Jahren wissen wir, wie man ein Team mit diesem Budget betreibt, die anderen müssen sich erst darauf einstellen." Dann werde es ein ausgeglichenes Spielfeld geben. "Klar werden sie einige Jahre Erfahrung mehr haben, aber auch wir haben einige Leute mit viel Erfahrung. Also wollen wir eher in drei bis fünf als in fünf Jahren Erfolg haben."


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