Wieder einmal ein Rennen unter feuchten Bedingungen und wieder einmal sah bei McLaren nur Pedro de la Rosa das Ziel. Hätte man in Budapest Kimi Räikkönen zumindest eine Teilschuld am Ausfall geben können, so war er diesmal völlig schuldlos, da er ein Problem mit der Gasannahme des Motors hatte. Doch zurück zu de la Rosa, der mit einem fünften Platz für den Silberstreif am Horizont des McLaren-Nachmittages sorgte.

Denn der Spanier vergab nach eigenen Aussagen ein besseres Ergebnis selbst. "Ich traf eine Fehlentscheidung, als ich meinen Ingenieur gebeten habe, mir einen anderen Satz an Intermediates zu geben. Nachträglich gesehen, hätte ich auf denen bleiben sollen, die ich hatte, wie Kimi, da die Strecke abgetrocknet hat und ich mit Graining zu kämpfen hatte. Das hat mich viel Zeit gekostet, aber abgesehen davon war unsere Pace gut", erklärte der Spanier. Am Ende kam ihm dann aber noch ein wenig das Glück zu Hilfe und schenkte ihm zwei Plätze. Die Kollision zwischen Rubens Barrichello und Nick Heidfeld nutzte er aus, um noch nach vorne zu schlüpfen.

Räikkönen war das Glück hingegen gar nicht hold und das bedauerte er auch angemessen: "Das war wirklich schade, da es so aussah, als ob wir heute um den Sieg hätten mitfahren können. Ich weiß nicht, was genau war, aber plötzlich hat das Gas nicht korrekt reagiert und der Motor ging in den Sicherheitsmodus und schaltete in den Leerlauf." Ron Dennis stimmte mit der Siegmöglichkeit des Finnen überein und erklärte das Rennende von Räikkönen folgendermaßen: "Leider zwang ihn ein Problem bei der Gasannahme des Motors zur Aufgabe." Norbert Haug nannte das Ganze so: "Ein Problem mit dem Aktivierungssystem des Gases führte zur Aufgabe." Fest steht jedenfalls, dass Räikkönen ausfiel, während de la Rosa das Regenrennen wieder beendete.