Formel 1

2. Training: Kubica schlägt Alonso

Während die Freitagsbestzeit an BMW Sauber ging, holte sich Renault den internen Sieg der Titelrivalen gegen Ferrari.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Auch in Magny Cours lautet das Duell Renault gegen Ferrari. Im 1. Freien Training ließen sich beide noch Zeit: Während die Renault-Piloten nur eine Checkrunde drehten, blieben die roten Renner gleich ganz in der Box. In der 2. Trainingsstunde ging es allgemein munterer zu, von übermäßigem Fahrbetrieb konnte aber weder bei den beiden Spitzenteams noch bei den anderen die Rede sein.

Die Trainingsbestzeit ging wie schon am Vormittag an den Pole Robert Kubica, der in seinem geflügelten BMW Sauber knapp sechs Zehntel schneller war als Fernando Alonso. Der Spanier stach seinerseits seinen Titelrivalen Michael Schumacher um gute vier Zehntel aus, der Deutsche belegte nur Platz 6. Vor ihm platzierten sich mit Anthony Davidson und Alex Wurz zwei Testfahrer sowie der zweite Renault von Giancarlo Fisichella. Der zweite Ferrari von Felipe Massa wird in den Zeitenlisten auf Rang 13 geführt - Massa fuhr höchstwahrscheinlich mit der härteren Bridgestone-Reifenmischung.

Knapp hinter Michael Schumacher reihte sich der zweitbeste Deutsche ein; allerdings hörte dieser weder auf den Namen Schumacher noch auf die Namen Rosberg oder Heidfeld. Adrian Sutil bestätigte seine starke Performance als Freitagstester und belegte mit 1,1 Sekunden Rückstand Platz 7. Die Top10 komplettierten Robert Doornbos, Ralf Schumacher und Neel Jani.

Die Zwischenfälle Nach 20 Minuten gewöhnlicher Freitags-"Action" sorgte Rubens Barrichello mit einem heftigen Knall für Aufsehen: Der Brasilianer schlug auf seiner ersten Runde seitwärts in die Streckenwandbegrenzung ein und beendete seinen Arbeitstag auf diese Weise vorzeitig. Nach einer knappen halben Stunde legte Giancarlo Fisichella eine kleine Flugeinlage ein: Er flog mit seinem R26 quer in der Luft liegend durch die Schikane, nachdem er hart über die Randsteine gesprungen war. Vielleicht sorgte ja sein neues Weltmeister-Helmdesign für den zwischenzeitlichen Höhenflug. Wenig später mutierte Adrian Sutil zum Drehwurm: Er drehte sich mit seinem M16 in der Schikane und warf einiges an Staub auf. Nicht so glimpflich endete der nächste Dreher: Scott Speed flog an der gleichen Stelle wie Barrichello in die Wand ab. Den Schlusspunkt setzte Kimi Räikkönen, dessen Silberpfeil schon nach Ablauf der Trainingszeit am Streckenrand ausrollte.


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