Seit Mika Häkkinens Sieg 2001 stand kein McLaren-Fahrer mehr auf der obersten Stufe des Podiums am Indianapolis Motor Speedway. Kommendes Wochenende soll sich das nun aber wieder ändern und für Kimi Räikkönen heißt die Devise eindeutig Sieg. "In Montreal haben sich unsere Fortschritte mit dem MP4-21 gezeigt und in Indianapolis möchte ich um den Sieg kämpfen," ist der Finne fest entschlossen. "Der US Grand Prix gehört zu den Rennen, die jeder Fahrer unbedingt einmal gewinnen will. Die Fans hier haben Benzin im Blut und wir wollen ihnen eine gute Show bieten."
Für Räikkönens Teamkollegen Juan Pablo Montoya ist der Grand Prix in Indianapolis fast schon wie eine Heimkehr an die Stätte seines größten Erfolges - allerdings nicht in der Formel 1. "Viele meiner Fans kommen aus Kolumbien nach Indianapolis und ich kann es kaum erwarten, dort zu fahren. Seit ich 2000 die 500 Meilen gewonnen habe, ist Indy eine ganz besondere Rennstrecke für mich." Für Mercedes-Chef Norbert Haug stehen, neben einem Sieg in Indy aufgrund des letztjährigen Debakels erst einmal die Fans im Vordergrund. "Allen ist bewusst, dass (letztes Jahr) nicht nach den Plänen der Formel 1 lief und sie will den Besuchern in diesem Jahr ein erstklassiges Rennen bieten, unsere Mannschaft brennt darauf, ihren Teil dazu beizutragen."
Die Streckenführung sei durchaus eine Herausforderung für die Teams und das Material, sagt Haug, denn "mit 22 Sekunden Volllast am Stück werden die Motoren enorm gefordert. Im Infield geht es dagegen um eine geradezu gegensätzliche Aufgabenstellung, so dass nur schnell sein kann, wer einen guten Kompromiss zwischen Topspeed und Kurvenverhalten findet." Im Hinblick auf den amerikanischen Markt ist der kommende Grand Prix für alle Hersteller ein äußerst wichtiges Rennen, das sich durchaus auf die Verkaufszahlen auswirken kann, das weiß auch Norbert Haug. "Indianapolis ist eines der wichtigsten Rennen im Kalender auf dem größten Markt von Mercedes-Benz außerhalb Deutschlands und wir wollen dort unseren Aufwärtstrend der letzten Rennen fortsetzen."
McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh hofft, dass sich der zuletzt sichtbare Aufwärtstrend weiter fortsetzen wird und man am Sonntag endlich wieder einen Sieg in den USA feiern kann. "In Kanada haben wir den Abstand zu den Renault weiter verkürzt. Es gibt bei der Entwicklung des MP4-21 noch immer viel zu tun, aber wir haben gezeigt, dass wir siegfähig sind. Das ganze Team freut sich jetzt auf Indianapolis." Die Strecke sei "großartig" und das Rennen wichtig für die gesamte Formel 1. "Nicht nur, weil die Rennen hier oft sehr spannend sind, sondern auch, weil zu einer echten Weltmeisterschaft auch ein Grand Prix in den USA gehört. Die Formel 1 weiß, dass sie den Fans an diesem Wochenende ein tolles Rennen bieten muss, und wir wollen unseren Teil dazu beitragen."

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