Der TF106B wird am kommenden Wochenende in Monte Carlo sein Debüt geben und soll es Ralf Schumacher und Jarno Trulli ermöglichen, ganz vorne mitzufahren. Außerdem freuen sich alle aber ganz besonders auf die einzigartige Atmosphäre im Fürstentum an der Côte d'Azur. "Für die Fahrer ist Monaco eine phantastische Strecke und eine Herausforderung, in den engen Straßen schneller zu sein als alle anderen," freut sich Ralf Schumacher. "Die Leitplanken sind näher als irgendwo anders und da muss man sich etwas anpassen. Daran haben wir uns aber im Laufe der Jahre gewöhnt."

"Die erste Herausforderung ist es, sich einen guten Platz in der Startaufstellung zu sichern und dann das Rennen ohne Unfall zu überstehen. Ich war da immer schnell und war in der Vergangenheit auch schon auf der Pole und auf dem Podium," strotzt Schumacher vor Zuversicht. "Letztes Jahr war ich in den Punkten und wir hoffen dieses Wochenende auf mehr. Die Reifenwahl ist immer schwierig, denn die Strecke verändert sich im Laufe des Wochenendes sehr stark. Wenn man aber ein fahrbares Auto hat, dann macht es Spaß."

Auch Schumachers Teamkollege Jarno Trulli kann das Rennen kaum erwarten. "Monaco ist eine meiner Lieblingsstrecken und es ist eine tolle Veranstaltung mit einer phantastischen Atmosphäre. Auf dieser Strecke lief auch immer alles gut für mich und ich habe das Rennen 2004 sogar von der Pole Position aus gewonnen," erinnert sich Trulli, damals noch in Renault-Diensten. Wie einige seiner Kollegen hegt aber auch der Italiener Bedenken von dem Qualifying.

"Das Qualifying ist für das Rennen entscheidend weil man ja keine Möglichkeiten hat, zu überholen und der Samstag sollte wohl sehr ereignisreich werden. Die Qualifying-Regeln dieses Jahr haben auch zur Folge, dass man während der Sessions im Verkehr fest hängen kann." Das könnte wohl etwas chaotisch werden, wenn sich die Autos beim Kampf um schnelle Zeiten gegenseitig im Weg stehen und das Rennen um die Startaufstellung könnte daher durchaus zu einem Lotteriespiel werden. "Es ist auf diesen Straßen schon schwer, eine gute Runde zustande zu bringen wenn man freie Bahn hat, langsamere Autos vor einem zu überholen ist aber absolut unmöglich." Trotzdem freut Trulli sich auf das kommende Wochenende und hofft natürlich auf ein gutes Ergebnis.

Für den Leiter der Chassisabteilung bei Toyota, Pascal Vasselon, ist Monaco ebenfalls eine ganz besondere Herausforderung, aber auch ein ganz besonderes Highlight. "In Monaco ist man so nah an der Strecke, dass man richtig fühlen kann, wie schnell ein Formel 1-Auto ist. Das ist ein ganz besonderer Ort und dieses Jahr wird es für uns auch deshalb sehr speziell sein, da wir zum ersten Mal unseren TF106B einsetzen werden." Der neue Toyota ist eine lang geplante mechanische Weiterentwicklung des bisherigen Einsatzfahrzeugs mit neuer Vorderradaufhängung, die schon Ende der vergangenen Saison eingeführt wurde.

"In Monaco fahren wir immer mit veränderter Aerodynamik um den maximalen Abtrieb in den engen Straßen zu erzielen. Monaco ist aber auch ein Ort, an dem die Reifen und die Fahrer wichtiger sind als irgendwo anders." Die Reifen hätten aber gute Fortschritte gemacht und außerdem wären ja auch beide Fahrer an der Côte d'Azur immer recht erfolgreich gewesen, so Vasselon abschließend.