Giancarlo, du bist als Monte Carlo-Experte bekannt. Warum liegt dir die Strecke im Fürstentum besonders?
Giancarlo Fisichella: Ich fand den Kurs in Monaco schon immer großartig und war jedes Mal sehr konkurrenzfähig. Obwohl die Strecke zu den schwierigsten im gesamten Formel 1-Kalender zählt, habe ich die Rennwochenenden in Moncao immer genossen und mich vor allem beim Fahren sehr wohl gefühlt. Ich denke, wir werden beim Grand Prix sowohl physisch als auch psychisch an unsere Grenzen stoßen. Trotzdem freue ich mich auch das bevorstehende Rennen.
Wie fühlt es sich für dich an, wenn du am Donnerstag deine ersten Runden durch das Fürstentum drehen wirst?
Giancarlo Fisichella: Es ist sehr ungewöhnlich. Das Gefühl lässt sich gar nicht mit den ersten Runden auf einem normalen Kurs vergleichen. Bei den ersten Umläufen denkst du dir immer, dass du auf dieser Strecke gar nicht am Limit fahren kannst. Aber nach zehn oder 15 Runden ist das alles vergessen. Du hast plötzlich mehr Selbstvertrauen, fühlst dich gut im Auto, bremst Runde für Runde später und plötzlich bewegst du dich im Grenzbereich.
Wie wichtig ist es für einen Piloten, in einem Auto zu sitzen, das sich leicht fahren lässt?
Giancarlo Fisichella: In Monaco musst du dich in allen Belangen wohl fühlen. Der R26 ist wirklich einfach zu fahren - du kannst dem Auto auch im Grenzbereich vertrauen. Je näher wir dem Qualifying rücken, desto schneller fahren wir und desto geringer wird der Abstand zu den Kerbs und Leitplanken. Besonders hier benötigst du ein Auto, das genau so reagiert wie es sich der Fahrer wünscht. Ich denke, über solch einen Boliden verfügen wir bei Renault.
Du gehst also mit viel Selbstvertrauen an den Start?
Giancarlo Fisichella: Ich bin mir sicher, dass der R26 sehr schnell sein wird. Bereits beim letzten Rennen in Barcelona lief es für mich gut: Nach einigen schwierigen Grands Prix hatte ich ein Wochenende ohne Probleme. Am Ende bin ich sogar auf dem Podium gelandet, damit kann ich sehr zufrieden sein. Trotzdem wissen wir, dass es im Kampf um die Spitze sehr eng zugeht. Vieles wird von den Reifen von Michelin abhängen. Unser Testteam hatte vergangene Woche in Paul Ricard sehr hart gearbeitet, was uns Anlass zum Optimismus gibt. Ich bin zuversichtlich, dass wir in Monaco ein gutes Wochenende erleben werden.

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