Mit dem Grand Prix der USA, dem ersten von vier aufeinanderfolgenden Rennen (Austin, Mexico Stadt, Sao Paulo und Las Vegas) auf dem amerikanischen Kontinent, biegt die Saison 2026 in ihre Schlussphase ein. Die Formel 1 gastierte 2012 erstmals auf dem Circuit of The Americas. Es war der erste Große Preis der USA seit 2007.
Seitdem lockt das Event regelmäßig einige der größten Zuschauermassen des gesamten Kalenders an. Doch was macht den Circuit of the Americas (COTA) zu einer so anspruchsvollen Herausforderung für Fahrer und Teams? Und warum ist das Rennen für die Zuschauer so faszinierend? Motorsport-Magazin.com liefert die Antworten.
Die Strecke: Circuit of the Americas
Die von Hermann Tilke in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Architekturbüro HKS entworfene Rennstrecke erlebte einen etwas holprigen Start. Beim Bau der Rennstrecke kam es zu mehreren Verzögerungen und Rückschlägen. Doch das Warten hatte sich gelohnt: Am 21. Oktober 2012 eröffnete Mario Andretti den Kurs offiziell.
Key Facts zur Strecke:
- Streckenlänge: 5,513 km
- Kurvenanzahl: 20
- Rennrunden: 56
- Renndistanz: 308,728 km
- Schnellste Rennrunde: 1:36,169 Minuten, Charles Leclerc (Ferrari, 2019)
- Höhenunterschied: Zwischen der Startaufstellung und dem Scheitelpunkt von Kurve 1 liegt ein steiler Anstieg von rund 41 Metern. Damit zählt dieser Streckenabschnitt zu den extremsten im Kalender.
Der Große Preis der USA beginnt mit einem knapp 250 Meter langen Sprint von der Pole Position bis zum Bremspunkt für Kurve 1. Die bergauf führende Kurve ist so breit, dass die Fahrer unterschiedliche Linien wählen können, was das Feld oft schon auf den ersten Metern kräftig durcheinanderwirbelt. F1-Fans werden viele Passagen des COTA nachempfundenen Klassikern zuordnen können: Die Kurven 3 bis 6 erinnern stark an die schnellen Maggotts- und Becketts-Kurven in Silverstone oder die Esses in Suzuka. Die Kurven 12 bis 15 sind wiederum dem Motodrom des Hockenheimrings nachempfunden.
Diese beiden Sektionen stellen völlig unterschiedliche Anforderungen an das Fahrzeug:
- Die schnellen S-Kurven: Hier kommt es vor allem auf einen perfekten Rhythmus an. Wer eine Kurve verpasst, verliert Schwung für die gesamte Passage.
- Das Motodrom-Stück: Hier dominieren harte Bremsmanöver, langsame und reifenmordende Kurven sowie Traktion am Ausgang.
Da eine ideale Abstimmung für den Hochgeschwindigkeits-Rhythmus im ersten Sektor oft Nachteile im langsamen Kurvenlabyrinth bringt, gewinnt in Austin jenes Team, das den besten Kompromiss findet.
Austin bleibt bis mindestens 2034 im Rennkalender der Formel 1. Damit löst der Circuit of the Americas einen langjährigen US-Spitzenreiter ab. Mehr dazu in diesem Artikel.
Die Statistik: Formel 1 in Austin
Beim ersten Grand Prix in Texas im Jahr 2012 setzte sich Lewis Hamilton mit einem Vorsprung von nur 0,675 Sekunden gegen Sebastian Vettel (Red Bull) durch. Es war Hamiltons letzter Sieg für McLaren, bevor er 2013 zu Mercedes wechselte. Für den Briten ist die Strecke ein Pflaster der Erfolge: 2015 und 2019 sicherte er sich hier vorzeitig den Weltmeistertitel. Mit insgesamt fünf Triumphen ist Hamilton der Rekordsieger auf dem COTA.
Max Verstappen, der in Austin 2023 seinen 50. Grand-Prix-Sieg feierte, ist ihm mit vier Siegen dicht auf den Fersen. Bei den Konstrukteuren liegen Mercedes und Red Bull mit jeweils fünf Erfolgen in Austin an der Spitze. Besonders die Silberpfeile glänzten hier in der Vergangenheit mit insgesamt vier Doppelsiegen - mehr als jedes andere Team.



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