Nico Hülkenberg kehrt an diesem Wochenende an den Ort zurück, an dem er 5.593 Tage nach seinem Formel-1-Debüt zum allerersten Mal auf dem Podium stand. Im chaotischen Regenrennen von 2025 war Hülkenberg dank einer goldrichtigen Reifenwahl und einer brillanten fahrerischen Leistung von Startplatz 19 auf Platz drei gestürmt.
"Das sind natürlich wunderschöne Erinnerungen. Die Auslaufrunde ist mir noch ganz lange im Gedächtnis geblieben. Die Fans auf den Tribünen zu sehen, wie sie gejubelt haben - und ich habe [im Cockpit] mit ihnen mitgejubelt", erinnert sich der Deutsche mit einem Lächeln an Silverstone 2025 zurück. Das erlösende erste Podium im 239. Grand Prix seiner Karriere wurde anschließend standesgemäß zelebriert.
Silverstone 2025: F1-Fans, Auslaufrunde und Motorhome-Party
"Wenn ich ehrlich bin, war mein persönliches Highlight und der Lieblingsmoment der ganzen Geschichte die Feier danach im Motorhome, nachdem der unendliche Interview-Marathon endlich vorbei war. Wir hatten dort für ein paar Stunden eine richtig gute Zeit – das war einfach unglaublich", erzählt der Emmericher gut gelaunt. Gleichzeitig ist er sich vollkommen bewusst, dass dieser dritte Platz in Silverstone im Vorjahr vor allem durch die chaotischen Wetterverhältnisse begünstigt wurde und eine Wiederholung in dieser Saison unter normalen Bedingungen nahezu unmöglich ist.
"Es war offensichtlich kein normales Trockenrennen, und nur so ist dieses außergewöhnliche Ergebnis entstanden. Dieses Jahr hängt hier wieder alles davon ab, wie konkurrenzfähig wir rein aus eigener Kraft sind und wie gut unser Paket auf dieser speziellen Strecke mit den diesjährigen Reifenmischungen funktioniert", betont der Audi-Pilot. Obwohl der reine Zeitabstand zu den vier Top-Teams Mercedes, McLaren, Ferrari und Red Bull zuletzt in Österreich wieder etwas größer aussah, verlief das Spielberg-Wochenende für die Audi-Mannschaft insgesamt zufriedenstellend.
Audi hofft Rückstand sukzessive aufzuholen
Die Hoffnung im Team ist groß, den Rückstand über den weiteren Saisonverlauf hinweg durch Updates sukzessive reduzieren zu können. Dass mit Bahrain und Saudi-Arabien zu Beginn der Saison 2026 gleich zwei Rennen ausgefallen sind, hat dem Audi-Projekt beim Entwicklungsprozess definitiv nicht geholfen.
"Für uns war es ein klarer Nachteil, diese beiden Rennwochenenden zu verlieren. Dadurch haben wir extrem wertvolle Zeit auf der Strecke eingebüßt", bilanzierte Hülkenberg. "Wir hatten dadurch zwar gezwungenermaßen eine kleine Verschnaufpause, aber im Nachhinein betrachtet wäre es für uns deutlich besser und vorteilhafter gewesen, wenn diese beiden Läufe stattgefunden hätten. Aber das liegt jetzt hinter uns, das ist abgehakt."



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