Für Mick Schumacher endete das IndyCar-Rennen im kanadischen Markham vorzeitig: Der RLL-Pilot verunfallte bereits in der 15. Runde und musste aufgeben. Schumacher schlug offenbar ohne Fremdkontakt in die Mauern des neuen Stadtkurses ein, gab aber immerhin noch aus dem Cockpit heraus Entwarnung. Für den früheren Formel-1-Fahrer war es der zweite vorzeitige Ausfall seit dem Saisonstart in St. Petersburg.
Ein bitteres Ende für den IndyCar-Neueinsteiger, der zu diesem Zeitpunkt den achten Platz im Feld der 25 Autos belegte. Schumacher hatte das Rennen vom zehnten Platz aufgenommen und konnte sich einiges ausrechnen. Sein RLL-Team präsentierte sich ab dem 1. Training stark, wie unter anderem die Pole Position von Teamkollege Louis Foster belegte.
Mick Schumacher nach Unfall vorzeitig ausgefallen
Schumacher hatte sich am Start gegen seinen RLL-Teamkollegen Graham Rahal durchgesetzt und zügig den neunten Platz übernommen. Eine weitere Position machte er durch einen frühen Boxenstopp des Sechstplatzierten Rinus VeeKay gut. Im Anschluss blies der 27-Jährige zur Jagd auf Vordermann David Malukas. Dann verlor Schumacher allerdings plötzlich die Kontrolle über sein Auto und landete in den Mauern der vierten Kurve.
Durch den Einschlag knickte die rechte Vorderradaufhängung ab. Die Rennleitung sicherte die Strecke mit gelben Flaggen, während Schumachers Honda-Dallara in der Luft schwankend per Transporter von der Strecke geschleppt wurde. Foster behauptete die Pole Position zu diesem Zeitpunkt vor Christian Lundgaard (Arrow-McLaren) und Scott McLaughlin (Penske). Schumacher konnte nach dem obligatorischen Check im Medical Center an der Strecke nach kurzer Zeit ins Fahrerlager zurückkehren.
Titelanwärter Alex Palou (Chip Ganassi Racing) musste das Rennen nach einem Unfall im Qualifying vom elften Platz aufnehmen. Der Spanier kam in der Startphase des Rennens nicht an Vordermann Schumacher vorbei.
Schumacher-Teamkollege crasht - chaotische Szenen!
Nach einem größtenteils sauberen ersten Renndrittel mit Ausnahme des Schumachers-Ausfalls wurde es plötzlich chaotisch: Marcus Armstrong kam nach einem misslungenen Zweikampf neben der Strecke zum Stehen. Der Meyer-Shank-Pilot versuchte gegen die Ansage eines Marshalls zurückzukehren, blockierte dadurch aber die Fahrbahn und kam direkt vor dem Safety Car zum Stehen. Zwei weitere Fahrer blieben dahinter kurzzeitig liegen, sodass der Rest des Feldes links und rechts vorbeifuhr. Armstrong kassierte wenig überraschend eine Strafe für diese Slapstick-Einlage.
Pole-Setter Foster, der zwischenzeitlich seinen ersten Boxenstopp absolviert hatte, kämpfte sich zurück bis ins Spitzenfeld - und krachte wenig später in Runde 43 mit hoher Geschwindigkeit und ohne Fremdkontakt in die Mauern! Damit verblieb nur noch Graham Rahal aus dem RLL-Lager im Rennen, das zu diesem Zeitpunkt der frühere Formel-1-Fahrer Romain Grosjean anführte. Der Foster-Unfall sorgte für eine weitere Safety-Car-Phase.
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