Auch im fünften Rennen der Formel-1-Saison 2026 in Kanada blieb Cadillac ohne Punkte. Diese sind aus eigener Kraft für das US-Team im Moment außer Reichweite. Dafür konnte Sergio Perez immerhin eine deutliche Steigerung zu den letzten Rennen auf die Strecke bringen. Cadillac sprach sogar vom "konkurrenzfähigsten Rennen bisher", nachdem man schon im Sprint am Samstag für ein kleines Ausrufezeichen sorgen konnte.

Im Rennen ging es nicht mehr ganz in diese Sphären, unter anderem, da man schon am Start mit den Intermediates auf den falschen Reifen gesetzt hatte. Doch erneut kämpfte Perez immerhin mit Esteban Ocon am Ende des Mittelfelds. In Runde 38 überholte er ihn sogar zwischenzeitlich. Zwei Runden später endete jedoch der Grand Prix für den ehemaligen Red-Bull-Piloten auf spektakuläre Weise, als seine Aufhängung ohne Fremdeinwirkung plötzlich zu Bruch ging.

Sergio Perez kritisiert: Cadillac macht operativ keine Fortschritte

Statt des besten Saisonresultats gab es so den ersten Ausfall von Perez im laufenden Jahr. Der sechsfache Grand-Prix-Sieger wies nach dem Rennen auch darauf hin, dass die Performance des Cadillac MAC-26 zunehmend besser wird. Aber an einem anderen Punkt vermisst er die damit einhergehenden Fortschritte: "Ich denke, auf operativer Ebene fehlt uns noch viel. Dort machen wir nicht den Fortschritt, den wir in Bezug auf die Performance machen."

Perez spielt damit auf die Abwicklung des Renneinsatzes auf der Strecke an. Diese macht er etwa für das Abschneiden des Teams im Kanada-Qualifying am Samstag verantwortlich, das er exemplarisch hervorhob. Dort hatte das Auto nach einer Setupänderung Probleme mit der Fahrzeuglage entwickelt.

Ein fortlaufendes Problem, davon ist Perez überzeugt. "Ich denke, das ist etwas, das wir verbessern müssen, und wir sind unter massivem Zeitdruck, denn wir maximieren unsere Resultate nicht", forderte er die Mannschaft rund um Teamboss Graeme Lowdon zum Handeln auf. "Wir müssen während der Europa-Saison in die Spur finden", forderte Perez.

Diese beginnt schon mit dem nächsten Formel-1-Rennen, das in weniger als zwei Wochen in Monaco über die Bühne geht. Für Cadillac war die aktuelle Saison ohnehin als Lehrjahr vorgesehen. Die Neueinsteiger gaben deshalb vor dem Saisonbeginn die Devise aus, dass man ihren Erfolg nicht an Punkte bemessen wolle. Wohl wissend, dass Zähler in der Anfangszeit kaum aus eigener Kraft zu holen sein würden.