Kurz nach dem Kurvenscheitel von Kurve eins sahen Lewis Hamiltons Aussichten für den Miami Grand Prix der Formel 1 noch rosig aus. Kimi Antonelli und Max Verstappen hatten sich gerade verbremst, Hamilton fuhr die innere Linie. Doch dann drehte sich Verstappen.
Hamilton verlor Schwung und fiel auf die Höhe von Franco Colapinto zurück. Der wagte in Kurve elf hinein ein Manöver. Die beiden Autos berührten sich und ein Stück von Hamiltons seitlichem Unterboden flog weg. "Ich habe da eine halbe Sekunde an Downforce im Auto verloren. Ich bin dann nur noch gefahren, um so viele Punkte wie möglich mitzunehmen", sagt Hamilton.
Hamilton: Hätte ohne Schaden mitkämpfen können
Mit Platz sechs wurden es insgesamt acht Punkte. Die schlechtere Pace zeigte sich nach der Kollision prompt in Hamiltons Rundenzeiten. Der Rekordweltmeister schwamm mit den vorderen Autos rund um Oscar Piastri, George Russell und Ferrari-Teamkollege Charles Leclerc mit, konnte aber nicht wirklich aufschließen. "Das war ein langes Rennen im Niemandsland", so Hamilton.
Mit fortschreitender Dauer fiel der Ferrari-Pilot immer weiter zurück. Zu Beginn der letzten Runde fehlten ihm zehn Sekunden auf den nächstplatzierten Max Verstappen. Letztendlich landete Hamilton durch die 20-Sekunden-Strafe von Charles Leclerc noch vor dem eigenen Teamkollegen. Auch das zwischenzeitliche Safety Car half nicht viel. "Ohne den Schaden hätten wir vorne mitkämpfen können."
Doch der Rekordweltmeister wollte mehr. "Ich denke, wenn das Auto in einem Stück gewesen wäre, dann wären wir wettbewerbsfähiger gewesen. Auf den Runden in die Startaufstellung hat es sich gut angefühlt. Ich habe mich wirklich optimistisch gefühlt."
Lewis Hamilton: Ferrari verliert zu viel Zeit auf den Geraden
Bis dahin verlief Hamiltons Wochenende eher unauffällig. Erst im Qualifying schrumpfte der Abstand zu Charles Leclerc auf unter zwei Zehntel. Vorher war der Rekordweltmeister noch recht weit weg. Unter anderem auch wegen eines falschen Setups, das er im Simulator erarbeitete.
"Wir haben das Wochenende nur auf dem falschen Fuß gestartet. Das Auto war tricky bei der Einfahrt in die Kurve und hatte Untersteuern aus der Kurve raus. Richtung Qualifying wurde das aber besser", berichtet Hamilton.
Als nächstes steht eins der Lieblingsrennen des Rekordweltmeisters an. Den Kanada GP konnte Hamilton sieben Mal gewinnen und hält damit gemeinsam mit Michael Schumacher den Rekord. Nur der Ferrari könnte Hamilton in Montreal Schwierigkeiten bereiten.
"Wir müssen versuchen, den Luftwiderstand verringern können. Sonst haben wir ein Defizit auf den langen Geraden", so Hamilton. Schon in Miami fiel der SF-26 auf den Geraden im Vergleich zur Konkurrenz etwas ab. "Kanada ist wieder eine Strecke mit langen Geraden. Alleine dort verlieren wir drei bis vier Zehntel. Und das wird so bleiben, bis wir etwas daran verändern."
Weiter vorne im Feld ging es im Kampf um den Sieg heiß her. Hat McLaren den Sieg verspielt? Das besprechen wir in unserem neuen Video. Jetzt anschauen!



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