Schon vor Beginn des Miami Grands Prix der Formel 1 musste Isack Hadjar einen Rückschlag einstecken. Durch 2 Millimeter überstehende Floor Boards wurde Hadjar vom Qualifying disqualifiziert und musste das Rennen von ganz hinten in Angriff nehmen. Dabei lief das Qualifying mit acht Zehntelsekunden Rückstand zu Teamkollege Max Verstappen ohnehin nicht optimal. Doch nach ein paar Runden im Rennen kam es noch schlimmer. "Das ist alles so schnell passiert, auf einmal war ich in der Wand."
Hadjar landet nach guten ersten Runden in der Wand
Bis dahin hatte Hadjar bereits einige Positionen gutgemacht. In Runde fünf fand sich der Red-Bull-Pilot bereits auf Platz 16 wieder. "Wir hatten echt eine gute Pace und konnten leicht überholen", beschreibt er diese Phase. Dann folgte der Paukenschlag. Mit seinen Fäusten schlug der Franzose mitten in seinem Auto herum.
Den Kurvenscheitel von Kurve 14 erwischte Hadjar zu weit innen. In der engen Sektion des Miami International Autodrome erwischte er die Wand mit seinem linken Vorderrad. Die Aufhängung brach und Hadjar landete ein paar Meter weiter in der Wand.
"Ich wollte dieses Wochenende in dem Wissen beenden, dass wir einen guten Schritt nach vorne gemacht haben. Zu wissen, dass ich das alles wegen einem dummen Fehler weggeschmissen habe, ist sehr frustrierend", sagt Hadjar.
Red-Bull-Teamchef Mekies: Müssen uns keine Sorgen um Hadjar machen
Schon das gesamte Wochenende fehlte Hadjar einiges auf den eigenen Teamkollegen. Max Verstappen scheint sich dagegen wieder wohlzufühlen. Von einem wiederbeginnenden Nummer-2-Problem bei Red Bull möchte Teamchef Laurent Mekies allerdings nichts wissen. "Ich denke, was das Fahren angeht, hat er langsam den richtigen Rhythmus gefunden. Ich glaube, er wäre im Rennen stark gewesen", so Mekies.
Das belegen zumindest die ersten fünf Runden. "Er war stark, für das Wenige, was er zeigen konnte. Daher glaube ich nicht, dass wir uns Sorgen machen müssen."
Dazu kommt: Hadjar hatte bereits das gesamte Wochenende mit einem Motor-Defizit zu kämpfen und verlor besonders auf den Geraden Zeit. Schuld daran ist ein Problem mit der Drehzahlmomentabgabe an seiner Power Unit. "Wir hatten fast das gesamte Wochenende bei diesem Auto ein Leistungsdefizit", sagt Mekies.
Auch die Disqualifikation vom Miami-Qualifying ging auf die Kappe des Teams. "Wir haben ihm damit auch nicht geholfen." Für Hadjar heißt es deswegen: "Ich bin schon heiß darauf in Kanada wieder ins Auto zu steigen. Dort können wir dann maximieren, was wir aktuell haben."
Weiter vorne im Feld ging es im Kampf um den Sieg heiß her. Hat McLaren den Sieg verspielt? Das besprechen wir in unserem neuen Video. Jetzt anschauen!



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