Kimi Antonelli erlebte einen spektakulären Formel-1-Sprint in China. Der Mercedes-Pilot wurde am Start durchgereicht, kämpfte sich wieder bis auf Platz zwei nach vorne, landete aber wegen einer Strafe nur auf Platz fünf. Dabei hatte der Italiener noch Glück im Unglück, weil er seine Strafe beim Boxenstopp während einer Safety-Car-Phase absitzen konnte.
"Das war wirklich ein verrücktes Rennen auf meiner Seite", meint Andrea Kimi Antonelli selbst. "Wir müssen sehen, was da am Start schiefgegangen ist, aber wahrscheinlich war es meine Schuld. Als ich die Kupplung losgelassen habe, hatte ich keine Leistung."
Toto Wolff: Schlechter Start Antonellis Schuld
Von Startplatz zwei wurde er auf wenigen Metern bis auf Platz sieben durchgereicht. Mercedes-Teamchef Toto Wolff bestätigt Antonellis ersten Verdacht im Interview mit Sky: "Kimi hat vergessen, den richtigen Modus zu bestätigen und hatte am Start einfach keinen Boost."
Doch es sollte noch schlimmer kommen. Auf dem Weg zu Kurve sechs ging Isack Hadjar außen vorbei. Beim Versuch, die Position noch zu verteidigen, warf Antonelli den Anker so spät, dass er in der Kurve in den Red Bull rutschte. Hadjar verlor Teile seines Floor Boards, Antonelli beschädigte sich seinen Frontflügel leicht.
Böse Worte in Richtung Antonelli gab es von Hadjar noch aus dem Cockpit, nach dem Rennen ärgerte sich der Franzose nur: "Mit dem Schaden konnte ich nichts mehr anrichten." Der Unfallverursacher fiel zwar zunächst auf Platz acht zurück, hatte mit seinem nur leicht beschädigten Auto aber eine starke Pace.
Mercedes: Antonelli-Strafe harsch aber richtig
Auf dem Weg zurück an die Spitze des Feldes gab es aber eine Hiobsbotschaft aus dem Stewards-Raum. Das Richter-Quartett der FIA entschied schnell auf eine 10-Sekunden-Strafe. "10 Sekunden sind ein bisschen harsch, aber es war klar Kimis Fehler", meint Toto Wolff.
Normalerweise wäre die Strafe auf das Sprint-Ergebnis gerechnet worden, aber weil in Runde 13 das Safety Car ausrückte, um den gestrandeten Audi von Nico Hülkenberg zu bergen, kam fast das gesamte Feld zum Reifenwechsel an die Box.
Antonelli hatte sich direkt vor dem Stopp noch an Charles Leclerc vorbei auf Platz zwei vorgearbeitet. Durch die Strafe gingen aber beide Ferrari-Piloten und Lando Norris in der Box vorbei. Weil Liam Lawson und Ollie Bearman nicht zum Reifenwechsel kamen, fand sich Antonelli beim Restart auf Platz sieben wieder.
Tatsächlich war es sogar Platz acht. Oscar Piastri hatte beim Restart voreilig schon vor der Ziellinie überholt. Der Australier musste die Position anschließend freiwillig aufgeben, um Sanktionen durch die Stewards zu vermeiden.
In den letzten drei Runden ging es für Antonelli auf frischen Reifen und mit überlegener Pace immerhin noch an Bearman und Lawson vorbei. Während Mercedes-Teamkollege George Russell siegte, musste sich Antonelli mit Platz fünf zufriedengeben.



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