Noch ist das erste Rennen der Formel 1-Saison 2026 nicht gefahren, aber schon jetzt gilt "Energiemanagement" als das Unwort des Jahres. Neben zahlreichen Herausforderungen im Rennen verkomplizieren die neuen Power Units auch den Rennstart.

In der Vergangenheit wurde die MGU-H dafür eingesetzt, um die Kompressorturbine anzutreiben, d. h. die Motor Generator Unit - Heat glich die durch das Turboloch verursachten Leistungsdefizite aus, sodass die Beschleunigung sofort und konstant blieb. Doch die MGU-H existiert ab 2026 nicht mehr. Um das Turboloch zu überbrücken, könnten die Fahrer theoretisch die MGU-K und die Batterieleistung nutzen, um den Turbo hochzufahren.

Vor F1-Start: Fünf Sekunden Vorbereitungsphase

In der Realität verbietet das aktuelle Reglement, die MGU-K einzusetzen, wenn das Auto steht oder weniger als 50 km/h fährt. Die Piloten sind damit am Start vollständig auf den Verbrennungsmotor angewiesen. Gleichzeitig darf im Stand nur Energie rekuperiert, aber nicht abgegeben werden. Das bedeutet: Wer den Turbo nicht optimal vorbereitet – die Rede ist von etwa 10 Sekunden - kommt nur schwer vom Fleck.

Doch gerade die Fahrer am Ende des Feldes haben oft nur wenige Sekunden zwischen dem Einparken in die Startbox und dem Beginn der Ampelsequenz. "Die Startaufstellung ist kein Ort, an dem man will, dass Autos langsam losfahren", betonte McLaren-Teamchef Andrea Stella. Um gefährlich langsame Starts zu verhindern und den Fahrern besonders im hinteren Feld genügend Zeit zu geben, Leistung aufzubauen, wurde das Startprozedere angepasst.

Sobald alle Fahrer ihre Boliden in der Startbox positioniert haben, leuchten für fünf Sekunden blaue LED-Lichter an den Startampeln. Dies ermöglicht es den Fahrern, ihre Turbo-Vorbereitung besser zu timen. Sobald die blauen LED-Lichter erlöschen, beginnt der bekannte Countdown für die Startlichter.

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