Der erste Testtag für die neue Formel-1-Saison lief für Audi nicht nach Plan. Die deutsche Marke, die im Winter Sauber endgültig übernommen hat und nun auch mit einem eigenen Motor als Werksteam an den Start geht, war in Barcelona das Team, das am Montag am wenigsten Runden fahren konnte. Ganz zum Leidwesen von Gabriel Bortoleto, der den R26 steuerte.
Nur 27 Umdrehungen um den Circuit de Barcelona-Catalunya schaffte der Brasilianer. Allesamt am Vormittag, denn nach einem Defekt nahm sein Arbeitstag ein jähes Ende. "Leider entdeckten wir ein paar Probleme, die unseren Tag bereits am Vormittag beendeten. Deshalb konnte ich nicht sehr viel fahren", bestätigte Bortoleto ein technisches Gebrechen an seinem neuen Dienstwagen.
Audi trotz Formel-1-Fehlstart unbesorgt: Technik-Problem schnell zu beheben
Doch es soll sich um kein schwerwiegendes Problem handeln, sondern um etwas, das schnell identifiziert und leicht aussortiert werden kann. Teamchef Jonathan Wheatley bekräftigte, dass es sich auch um eine Vorsichtsmaßnahme gehandelt habe und man nichts überstürzen wollte.
"Wir hatten ein technisches Problem mit dem Auto entdeckt und stellten das Auto deshalb auf der Strecke ab. Wir haben in diesem Jahr viele Testfahrten und wir wollten das Problem wirklich verstehen, deshalb haben wir es vorsichtig analysiert", so Wheatley. Direkte Folgen für die nächsten Tage seien daraus keine zu erwarten. "Wir bereiten das Auto gerade vor und dann werden wir sehen, wie das Wetter morgen ist", gab sich der Teamleiter unbekümmert.
"Das sind Dinge, die man sogar erwartet. Leider kam es ein bisschen früh und wir konnten nicht alles in Position bringen, um weiterzumachen", meinte Bortoleto. Was genau das Problem war, wird selbstverständlich nicht kommuniziert. Bis zu den technischen Schwierigkeiten habe aber die Einstellungsarbeit gut funktioniert, gab sich Bortoleto positiv: "Wir haben einen soliden Job am Morgen erledigt und einige gute Runden durchgebracht, sowie einige Dinge getestet."
Nicht nur bei Audi schlägt der Defekt-Teufel zu
"Wir werden die Daten analysieren und wir werden verstehen, wie wir diese Fehler in Zukunft vermeiden können und einwandfreie Tage mit vielen Runden haben. Denn das brauchen wir", sagte Bortoleto. Audi war nicht das einzige Team, das am ersten Testtag von technischen Probleme heimgesucht wurde. Auch Liam Lawson im Racing Bull und Franco Colapinto im Alpine blieben einmal auf der Strecke stehen. Zudem konnte Cadillac am Nachmittag kaum Runden sammeln.
Die Formel-1-Testfahrten in Barcelona laufen zwar noch bis Freitag, allerdings dürfen die Teams nur insgesamt an jeweils drei Tagen auf die Strecke. An den nächsten Tagen wird eine etwas höhere Regenwahrscheinlichkeit prognostiziert als heute. Audi wird - wie die meisten anderen Teams - deshalb vorwiegend das Regenradar im Auge haben, um keinen Testtag bei verregnetem Wetter zu verschwenden. Wann Nico Hülkenberg erstmals bei dem Formel-1-Test das Steuer übernimmt, ist deshalb unklar. Ein paar Runden konnte er im Audi R26 ja schon am 9. Januar abspulen.
Aston Martin ist eines jener Teams, das noch gar nicht ins Testgeschehen eingegriffen hat. Und das wird die Silverstone-Truppe auch bis frühestens Donnerstag nicht, wie das Team heute bekanntgab. Mehr dazu hier:



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