Nicht nur die McLaren-Piloten haben nach einem enttäuschenden Katar GP schlecht geschlafen, sondern auch Esteban Ocon. Der Haas-Pilot bekam im Rennen eine 5-Sekunden-Strafe aufgebrummt. Der Grund? Ocon war vor dem Start minimal angerollt und verstieß damit gegen Artikel 48.1 a) des FIA-Formel-1-Sportreglements.
Auf den TV-Bildern war bei Ocons Auto zwar noch weniger Bewegung zu sehen als bei Kimi Antonellis Mercedes vor einer Woche in Las Vegas, doch der Sensor, der in der Strecke eingelassen ist und mit dem Auto korrespondierte, schlug Alarm.
"Auf der Onboard-Aufnahme lässt sich höchstens eine winzige Bewegung erkennen. Die Strafe finde ich nicht richtig. Der Fahrer hat es gar nicht gespürt und war komplett überrascht. Es war keine Absicht und es hat auch keinen Vorteil gebracht. Wir werden darüber noch einmal mit der FIA sprechen. Da müsste es eine höhere Toleranz geben", erklärte Haas-Teamchef Ayao Komatsu. Im offiziellen FIA-Dokument heißt es: "Die Sportkommissare haben die Onboard-Videoaufnahmen geprüft. Die Aufnahmen zeigen, dass es vor dem Startsignal, aber nach dem 4-Sekunden-Licht zu einer Bewegung kam, so dass die Standardstrafe angewendet wird."
Was hätte Ocon ohne Strafe ausrichten können?
Ocon selbst war nach seinem Patzer fassungslos. "Ich habe wirklich keine Worte. Ich habe über 100 Starts absolviert und immer dasselbe Verfahren angewendet. Das hat unser gesamtes Rennen ruiniert." Tatsächlich entschied sich Haas nur aufgrund der Strafe dazu, Ocon in der Safety-Car-Phase an die Box zu holen. Ohne diese hätte man ihn auf der Strecke gelassen, was den Rennverlauf laut Komatsu durchaus beeinflusst hätte. Er glaubt nämlich, dass Verstappen aufgrund der kurzen DRS-Zone sowie der Auswirkungen der Dirty-Air in den vielen schnellen Kurven nicht so leicht an Ocon vorbeiziehen hätte können.
Verstappen gewinnt den Großen Preis von Katar und hält damit seine WM-Chancen weiter am Leben.Den gesamten Rennbericht gibt's hier:
Umso mehr ärgert ihn die Strafe, denn seiner Ansicht nach ist Ocons Wagen nicht einmal gerollt. "Wir müssen das noch einmal überprüfen. Was das Kupplungssignal angeht, ist es vielleicht ein winziges bisschen am Finger. Es ist buchstäblich keine Absicht, sich zu bewegen. Es ist, als würde eine Vibration es ein wenig bewegen und dann wird man erwischt. So winzig ist die Bewegung gewesen", erklärte Komatsu gegenüber Motorsport-Magazin.com . Ocons Fehlstart folgte direkt auf Antonellis in Las Vegas, doch das waren nicht die einzigen in dieser Saison. Auch Fernando Alonso, Oscar Piastri und Nico Hülkenberg wurden wegen eines Fehlstarts bestraft.
- Überblick Fehlstarts in der Formel-1-Saison 2025:
- Katar GP: Esteban Ocon
- Las Vegas GP: Kimi Antonelli
- Aserbaidschan GP: Fernando Alonso, Oscar Piastri
- Ungarn GP: Nico Hülkenberg
Hinweis: Lando Norris bekam in Bahrain eine 5-Sekunden-Strafe, allerdings nicht wegen eines Fehlstarts, sondern weil der McLaren-Pilot zu weit vorne in der Startbox stand.
Das lässt die Frage aufkommen, ob etwas an den Sensoren geändert wurde. Komatsu selbst hat darauf keine Antwort. "Ich weiß nicht. Aber nachdem wir es uns angesehen haben, sind wir von der Strafe sogar noch mehr überrascht. Wir werden der FIA definitiv weitere Fragen stellen, denn es ist einfach verrückt", so Komatsu. Auch beim zweiten Haas-Piloten Oliver Bearman lief es in Katar nicht ohne Probleme. Der Brite lag auf Rang zehn, als es beim zweiten Stopp zu einem verhängnisvollen Fehler kam. Mehr dazu gibt's hier:



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