Lewis Hamilton lebte auch in Las Vegas seinen Albtraum namens Ferrari weiter. Schon das Formel-1-Qualifying endete für den siebenfachen Weltmeister mit dem zwanzigsten und damit letzten Startplatz in einem Desaster. Beim Rennstart ging es für Hamilton zwar gleich neun Plätze nach vorne, seine Stimmung glich jedoch trotzdem der eines Trauerzugs. Daran konnten wahrscheinlich auch die zwei nachträglich gewonnenen Positionen durch die Disqualifikation von Lando Norris und Oscar Piastri nichts ändern.

Las Vegas wird zum nächsten Formel-1-Tiefpunkt für Hamilton

Hamilton nahm das Rennen, durch den Boxengassen-Start von Yuki Tsunoda, von P19 aus in Angriff. In der chaotischen Anfangsphase des Grand Prix von Las Vegas, in der Gabriel Bortoleto Lance Stroll aus dem Rennen warf, konnte er neun Plätze gutmachen und lag danach auf Position zehn. Damit war für den Ferrari-Pilot jedoch das Maximum erreicht. "Ein schreckliches Wochenende", meinte Hamilton kurz angebunden nach dem Rennen in Las Vegas. "Das war der bedeutungsloseste zehnte Platz meiner Karriere."

Der F1-Rekordchampion hatte bereits zu Beginn des Rennens Probleme mit der Balance und den Bremsen des SF-25. "Zuerst sperrt die Vorderachse, dann die Hinterachse. Es gibt einfach kein Dazwischen", beschwerte er sich über das Handling seines Boliden. Das Mittelmaß würde dem Ferrari fehlen. "Es ist dasselbe wie beim letzten Mal", ärgerte er sich. Die großen sportlichen Leistungen blieben sowohl in Brasilien als auch in Las Vegas aus. Mit dem letzten Platz im Qualifying in Sin City setzte der Brite aber seinen bisherigen Tiefpunkten die Krone auf.

Bereits in São Paulo erlebte Hamilton ein Albtraum-Wochenende zum Vergessen. Zweimal schied er in Q2 aus - zuerst im Sprint-Qualifying, dann im Qualifying für das Rennen. Was der Brite zu seinem Albtraum Ferrari zu sagen hatte, lest ihr hier:

Obwohl es zwischenzeitlich so aussah, als würde Hamilton auf Sauber-Pilot Nico Hülkenberg vor ihm aufschließen können, konnte der Brite nichts Positives aus dem Wochenende mitnehmen. Der Kontakt zwischen ihm und Williams-Pilot Alex Albon kostete ihn Pace und Balance. Hamilton verlor nach seinem Boxenstopp in der dreißigsten Runde knapp acht Sekunden auf seinen Vordermann Hülkenberg.

Kann Ferrari den zweiten Platz in der Konstrukteurs-WM noch holen?

Ferrari-Teamchef Fred Vasseur sah das Wochenende nicht ganz so schwarz. "Lewis hatte einen guten Start von P20", lobte er seinen Star-Piloten. "Wir wussten nicht wirklich, was wir von den Reifen erwarten können. Das Hinterherfahren hat die Reifen am Ende aber stark beschädigt und einen großen Einfluss auf unser Rennen gehabt. Lewis hat zwar gut aufgeholt, aber es hat am Ende nicht ganz gereicht."

Trotzdem reist der Franzose hoffnungsvoll nach Katar. Immerhin sind noch zwei weitere Rennwochenenden ausständig. "Unser Ziel ist immer noch, vor Ende der Saison ein Rennen zu gewinnen", stellte Vasseur vor den beiden finalen Grand Prix klar.

Eine mutige Aussage des Ferrari-Teamchefs, denn die Chancen auf einen Ferrari-Sieg in der Saison 2025 stehen schlecht. Auch in der Weltmeisterschaft geht es für das Team aus Maranello punktemäßig immer weiter nach hinten. Dank der nachträglichen Disqualifikation reist Ferrari mit einer Ausbeute von sechzehn statt neun WM-Zählern aus Las Vegas ab. Der Rückstand auf den WM-Zweiten Mercedes beträgt aber mittlerweile schon 53 Punkte.

Lewis Hamilton denkt nicht, dass sein Team im Kampf um Platz zwei noch ein Wörtchen mitzureden hat - geschuldet vor allem durch seine eigenen schwachen Vorstellungen im SF-25. "Mit meiner derzeitigen Leistung haben wir keine Chance auf den zweiten Platz in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft", resümierte er beinhart. Seine Hoffnungen in den restlichen zwei Saisonrennen noch einen Aufschwung zu erleben sind gleich Null. "Ich hatte bis jetzt 22 schlechte Wochenenden und ich erwarte noch zwei weitere."

Im Gegensatz zu Hamilton gelang Kimi Antonelli im Mercedes eine phänomenale Aufholjagd in seinem Mercedes. Alles dazu hier: