Alpine liegt in der Formel 1-Konstrukteurswertung mit 20 Punkten abgeschlagen auf dem letzten Platz. In der zweiten Saisonhälfte seit dem Ende der Sommerpause ging das Team leer aus, zuvor konnte es nur fünfmal punkten. Diese Abwärtsspirale setzte sich in Mexiko fort. Mit über zwei Sekunden Rückstand auf den Führenden Lando Norris fuhren die beiden Alpine-Piloten Pierre Gasly und Franco Colapinto am Ende des Feldes, weit abgeschlagen vom restlichen Feld.
Alpine im Mexiko- Grand- Prix weit abgeschlagen - Fahrer kritisieren Reifenstrategie
Dem Alpine fehlt es bereits die gesamte Saison an der Pace. In Mexiko nahm der Rückstand ein noch größeres Ausmaß an. Pierre Gasly war der Meinung, dass das Team ein besseres Ergebnis hätte erzielen können. "Es hat sich nicht so angefühlt, als hätten wir das Beste aus dem Auto herausgeholt", sagte Gasly. "Ich denke, wir hätten zehn bis fünfzehn Sekunden weiter oben im Feld landen können."
Dadurch hätte sich im Rennen jedoch nichts verändert. Zwischen Lance Stroll und Pierre Gasly lagen knapp 37 Sekunden. Franco Colapinto lag noch eine Sekunde dahinter. Neben der fehlenden Geschwindigkeit trug auch die Reifenwahl zum desaströsen Rückstand in Mexiko bei. "Wir sind lange auf dem Medium-Reifen draußen geblieben und haben dann gegen Ende hin auf den Soft gewechselt", erklärte Gasly, der 37 Runden auf dem mittleren Compound unterwegs war. "Wir wussten, dass unsere Reifenabnutzung sehr schlecht war und schlussendlich fehlte uns einfach eine Menge an Leistung."
Auch sein Teamkollege Franco Colapinto kritisierte die Reifenwahl seines Teams. "Wir sind sehr lange auf einem Reifen geblieben, mit dem wir nicht konkurrenzfähig waren", so Colapinto, der erst in Runde 48 von den harten Reifen zum Soft wechselte. "Ich habe mir die Rundenzeiten danach angesehen und wir waren wirklich langsam. Es gibt nicht viel, was wir aus diesem Wochenende mitnehmen können."
Alpine-Managing-Director Steve Nielsen ist ebenfalls enttäuscht über die Leistung seines Teams, spricht seinen Piloten aber ein Lob aus. "Wir haben gewusst, dass es ein hartes Wochenende für uns wird, und im Rennen hat sich das bestätigt", meinte er. "Ein großes Lob muss ich an Pierre und Franco aussprechen. Sie haben in dieser harten Situation alles gegeben und das Maximum aus einem Auto herausgeholt, dass absolut nicht konkurrenzfähig war."
Vorfreude auf Brasilien - trotz ausbleibender Leistung
Der nächste Stopp der Formel 1: São Paulo, Brasilien. Beide Alpine-Piloten blicken dem Rennen motiviert entgegen. "Der aktuelle Trend war für uns schwierig. Hoffentlich können wir uns in São Paulo verbessern", hofft Gasly. "Mexiko war eine ganz spezifische Rennstrecke, also gibt es sicher Dinge, die wir das nächstes Mal besser machen können."
Für Colapinto bietet der Grand Prix in Brasilien ein Stück Heimat. Der Argentinier freut sich, vor den südamerikanischen Fans fahren zu dürfen. "Dieses Jahr will ich Brasilien einfach nur genießen", nimmt er sich vor. "Ich freue mich darauf, von den südamerikanischen Fans unterstützt zu werden, auch wenn die Resultate gerade ausbleiben."



diese Formel 1 Nachricht