Eine Wespe! Als der neue Red Bull-Ferrari RB2 im Dezember einem Shakedown unterzogen wurde, fielen sofort die enge Taille und auch die kleinen Kühlereinlässe auf. Bei den Tests in Jerez letzte Woche musste das Team mit dem Fräser zusätzliche Kühlöffnungen in die Haut der "sexy Lady" bohren, da der Wagen an massiven Kühlproblemen laborierte. Und weil der erste Eindruck oftmals ein bleibender ist, mehrten sich die besorgten Stimmen...
Doch Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner winkt ab: "Man muss bei jedem neuen Fahrzeug mit Kinderkrankheiten rechnen, deshalb haben wir den neuen Wagen auch so früh zum Einsatz gebracht. Wenn man einen neuen Motor und eine neue Elektronik einsetzt, rechnet man auch mit einem solchen Szenario. Aber der frühe Einsatz ermöglicht es uns, all diese Probleme ausfindig zu machen und sicherzustellen, dass wir ab dem ersten Rennen die volle Standfestigkeit an den Tag legen können."
Die Überhitzungsprobleme bereiten dem Briten keine Sorgen, schließlich hätten auch andere Teams mit derartigen Problemen zu kämpfen. Zudem verspricht Horner: "Das definitive Aerodynamik-Paket ist noch nicht am Auto. Dieses wird im Laufe des Monats zum Einsatz kommen. Wir werden sicherlich alle Kinderkrankheiten ausmerzen."
Was den Speed des RB2 anbelangt, könne man noch recht wenig sagen: "Das war kein Performance-Test in Jerez. Es ging nur um die Zuverlässigkeit - und darum, mit gewissen Teilen möglichst viele Kilometer abzuspulen. Die Fahrer haben von einem positiven ersten Eindruck gesprochen. Und mit dem neuen Aero-Paket wird auch die Performance wesentlich besser sein."

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