Auch wenn FIA-Präsident Max Mosley mit seinen Sparmaßnahmen die Pforten für neue und auch private Formel 1-Teams öffnen will - für den früheren Minardi-Teamchef Paul Stoddart sind solche Visionen unrealistisch. Für den Australier hat beim Saisonfinale in China ein neues Kapitel in der Geschichte der Königsklasse begonnen - seinen Worten zufolge wird die Formel 1 künftig de facto nur noch eine Hersteller- und Konzern-Serie sein.
"Ich denke, dass Leute wie Eddie Jordan, Peter Sauber oder meine Wenigkeit die letzten Privatiers in der Formel 1 waren. Ich glaube, das werden viele Menschen erkannt haben, als im letzten Oktober beim Saisonabschluss gleich drei Privatteams, die gemeinsam an die fünfzig Jahre im Grand Prix-Sport vertreten waren, ihrer Geschichte ein Ende bereitet haben", erklärte Paul Stoddart gegenüber Autosport.
Geht es nach Max Mosley, so wird die Formel 1 künftig wieder Zuwachs erhalten. Der Brite sprach bereits von insgesamt 14 Teams, die künftig in der Königsklasse vertreten sein könnten. Paul Stoddart kann sich das überhaupt nicht vorstellen, seiner Meinung nach wird die Formel 1 der Zukunft nur noch von Automobilherstellern und Großkonzernen bevölkert sein.
"Ich kann wirklich keine Privatiers sehen - und ich meine damit die wirklichen Privatiers, die über den Rennsport in die Königsklasse gelangen", blickt Stoddart traurig in die Zukunft. Die Sparmaßnahmen der FIA haben für den nunmehrigen Fluglinienbetreiber keinerlei Früchte getragen - im Gegenteil: Die Kosten seien so hoch wie nie zuvor, erklärte Stoddart. "Die Formel 1 ist so klinisch geworden. Die Summen, um die es in diesem Sport geht, sind einfach viel zu hoch."

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