Die Formel-1-Sommerpause rückt näher - zuvor steht der Ungarn-GP noch auf dem Programm der Königsklasse. Bei Charles Leclerc weckt der Hungaroring nordöstlich von Budapest jedoch keine guten Erinnerungen.
„Was dieses Wochenende angeht, bin ich mir nicht so sicher“, so der achtfache GP-Sieger. „Für mich ist [der Hungaroring, d. Red] mit Abstand die schlechteste Strecke der Saison. In der Vergangenheit war ich hier nicht wirklich erfolgreich.“ Entsprechend schraubt Leclerc die Erwartungen trotz des positiven Aufwinds bei Ferrari an den vergangenen Wochenenden zurück.
Bei sieben Starts auf der Traditionsstrecke konnte er nie das Podium erreichen. 2019 und 2024 schrammte er mit zwei vierten Plätzen denkbar knapp daran vorbei, ansonsten blieben die Top-5 stets außer Reichweite. 2020 blieb Leclerc punktlos, 2018 und 2021 schied er jeweils nach einer Startkollision aus.
Charles Leclercs Ergebnisse beim Ungarn-GP in der Übersicht
| Jahr | Startplatz | Rennergebnis |
|---|---|---|
| 2018 | 16 | DNF (Startunfall) |
| 2019 | 4 | 4 |
| 2020 | 6 | 11 |
| 2021 | 7 | DNF (Startunfall) |
| 2022 | 3 | 6 |
| 2023 | 6 | 7 |
| 2024 | 6 | 4 |
Wegen seines langsamen Streckenlayouts hat sich der Hungaroring im Racing-Jargon den Spitznamen ‚Monaco ohne Mauern‘ eingehandelt. Warum hat also Leclerc, der im Fürstentum bereits dreimal auf die Pole Position fuhr, in Budapest Schwierigkeiten?
„Vielleicht liegt es daran, dass die Mauern hier fehlen“, scherzte der Ferrari-Fahrer. „Ich wünschte, ich wüsste es. Wahrscheinlich hat es etwas mit meinem Fahrstil zu tun: Hier muss ich härter arbeiten als an anderen Strecken.“ Sein Ziel für die diesjährige Ausgabe: „Ich werde versuchen, in Budapest endlich ein gutes Wochenende zu erleben.“
Auf der anderen Seite der Ferrari-Garage findet sich mit Lewis Hamilton ein echter Ungarn-Experte. Der Brite hält mit acht Siegen den Rekord auf dem Hungaroring. Nur in Silverstone war Hamilton noch erfolgreicher – dort gewann er neunmal.
Auch bei den Pole-Positions ist er in einer eigenen Liga: Neun Mal startete der Rekordweltmeister von ganz vorne, zuletzt 2023. Doch Hamilton weiß, dass er an einem normalen Rennwochenende seine Pole-Erfolgsbilanz nicht ausbauen wird können. „Wir waren dieses Jahr meistens so weit weg von der Pole Position“, so Hamilton. „Ich probiere einfach, einen Schritt nach dem anderen zu machen. Ich weiß nicht, wie das Auto dieses Wochenende sein wird.“
Für Hamilton verlief die erste Saisonhälfte bei Ferrari durchwachsen. Abgesehen vom Sprint-Sieg in China blieben die großen Erfolge aus, auch im teaminternen Duell hat der Ferrari-Neuankömmling bisher das Nachsehen. Hat Hamiltons Karriere seinen Zenit bereits überschritten? Was unser F1-Experte Christian Danner dazu zu sagen hat, erfahrt ihr in diesem Ausschnitt der neuesten Ausgabe des AvD Motorsport-Magazins. Gleich hier anschauen:



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